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Zierfische, Familie Characidae

Buckel-Schuppenfresser Roeboides microlepis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Buckel-Schuppenfresser (Roeboides microlepis) ist ein mittelgroßer, seitlich stark abgeflachter Salmler aus der Familie Characidae mit einer Standardlänge von bis zu 20 cm (ca. 24–25 cm Gesamtlänge). Der Körper ist transparent bis silbrig mit einem leicht hochrückigen Profil.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • bis 25 cmEndgröße

  • 22-28 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 5-15 °dGHGesamthärte

  • ab 300 lAquariengröße

Beschreibung

Das Maul ist leicht nach oben gerichtet und weist nach außen vorstehende Zähne auf, die für den gezielten Angriff auf die Schuppen anderer Fische spezialisiert sind. Im Aquarium zeigt die Art ein ausgeprägtes Aktivitätsprofil in der mittleren Wasserschicht. Das Verhalten ist geprägt durch Lepidophagie: Die Art reißt gezielt Schuppen von der Körperoberfläche anderer Fische. Dieses angeborene Verhalten lässt sich durch ausreichende Fütterung reduzieren, aber nicht vollständig unterdrücken. Die Art ist nur für Spezialisten geeignet und erfordert ein Artbecken oder die Kombination mit gepanzerten Welsen.

Haltung und Pflege

Roeboides microlepis benötigt ein Becken ab 150 cm Kantenlänge (ca. 300 Liter) mit Temperaturen von 22–28 °C, einem pH-Wert von 6,5–7,5 und einer Gesamthärte von 5–15 °dGH. Freie Schwimmzone im Mittelteil, bepflanzte oder mit Wurzelwerk strukturierte Randbereiche. Gut abgedecktes Becken. Substrat zweitrangig, da die Art das Freiwasser bevorzugt. Leistungsstarke Filterung nötig – reiner Fleischfresser mit hoher Stickstoffproduktion. Regelmäßige Wasserwechsel.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Roeboides microlepis ist gegenüber Artgenossen relativ friedlich, gegenüber beschuppten Fremdarten jedoch grundsätzlich problematisch. Jeder beschuppte Fisch ist potenzielles Angriffsziel für Schuppenräuberei. Kein Gemeinschaftsfisch. Haltung im Artbecken oder mit großen, gepanzerten Welsen (Loricariidae). Gruppenhaltung ab 3–5 Tieren möglich. Garnelen: Gefährdet. Schnecken: Weitgehend sicher. Beschuppte Fische aller Art sind als Beifische ungeeignet, auch wenn sie groß und robust sind.

Ernährung

Piscivor und lepidophag. Die Art nimmt gefrorene Futterfische, Mysis, Artemia, Krill und hochwertige Raubfisch-Pellets an. Ausreichende Fütterung reduziert die Schuppenanfressaktivität, eliminiert sie aber nicht vollständig.

Zucht

Als Freilaicher eingestuft, konkrete Zuchtberichte im Aquarium sind nicht dokumentiert. Spezifische Zuchtwasserwerte liegen nicht vor.

Natürlicher Lebensraum

Roeboides microlepis stammt aus dem Paraguay/Parana-Becken in Südamerika. Die Art bewohnt Freiwasserbereiche in Fluss- und Nebenarmsystemen mit variierender Strömung, Uferzonen mit Überhängen und Wurzelwerk.

Geschlechtsunterschiede

Keine verlässlichen Geschlechtsmerkmale dokumentiert.

Gut zu wissen

  • Lepidophag: frisst gezielt Schuppen anderer Fische – bestimmt alle Vergesellschaftungsentscheidungen
  • Kein Gemeinschaftsfisch – beschuppte Beifische erleiden chronische Schuppenwunden
  • Maximalgröße 20 cm SL (ca. 24–25 cm TL)
  • Herkunft Paraguay/Parana-Becken: subtropische bis warm-gemäßigte Zone
  • Lepidophagie ist angeboren und kein reines Hungerverhalten

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Buckel-Schuppenfresser?

Roeboides microlepis benötigt Temperaturen von 22–28 °C, einen pH-Wert von 6,5–7,5 und eine Gesamthärte von 5–15 °dGH.

Was frisst der Buckel-Schuppenfresser?

Piscivor und lepidophag. Frisst gezielt Schuppen anderer Fische. Im Aquarium: gefrorene Futterfische, Mysis, Artemia, Krill und Raubfisch-Pellets.

Kann man den Buckel-Schuppenfresser vergesellschaften?

Nur mit gepanzerten Welsen (Loricariidae). Alle beschuppten Fische werden durch Schuppenräuberei chronisch verletzt.

Lässt sich der Buckel-Schuppenfresser züchten?

Freilaicher, Zuchtberichte im Aquarium sind nicht dokumentiert.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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