Chalceus macrolepidotus
Beschreibung
Chalceus macrolepidotus ist ein mittelgroßer Salmler mit langgestrecktem, seitlich abgeflachtem Körper und sehr großen, silbrig glänzenden Schuppen. Besonders markant ist die intensiv pink bis dunkelrote Färbung der Schwanzflosse (Caudale). Die Körperform wirkt stromlinienförmig und auf schnelles Schwimmen im Freiwasser ausgelegt. Im Aquarium zeigt sich Chalceus macrolepidotus als aktiver Schwimmer, der viel freien Schwimmraum benötigt und sich häufig unter überhängender Vegetation aufhält, um dort auf herabfallende Insekten zu lauern. Typisch ist eine schreckhafte Reaktion bei plötzlichen Bewegungen. Die Art ist ein bekannter, kräftiger Springer.
Besonderheiten
- Große Schuppen und stark gefärbte Schwanzflosse (pink bis dunkelrot)
- Sehr schneller, aktiver Schwimmer mit ausgeprägtem Sprungverhalten
- Anflugnahrung-Spezialisierung: jagt aktiv Insekten von der Wasseroberfläche
- Sprungrisiko: sehr hoch. Zwingend geschlossenes Aquarium
- Freier Laichstreuer: Eier werden frei im Wasser zwischen Vegetation abgelegt
- Saisonale Wanderungen in der Regenzeit
- Nicht garnelensicher; Schnecken meist toleriert
Vergesellschaftungshinweise
Chalceus macrolepidotus zeigt ein komplexes Sozialverhalten. Mittlere Gruppengrößen (2 bis 5 Tiere) sind problematisch; für die Gruppenhaltung wird eine Mindestgröße von 6 oder mehr Tieren empfohlen. Gegenüber gleich großen Fischen verhält sich die Art vergleichsweise friedlich; kleinere Fische werden als Beute gefressen. Zwerggarnelen und kleine Krebse werden gefressen. Große Schnecken werden toleriert. Geeignete Beifische: südamerikanische Salmler mittlerer bis großer Größe und robuste Panzerwelse.
Geschlechtsdimorphismus
Der Geschlechtsdimorphismus ist nur sehr schwach ausgeprägt. Geschlechtsreife Weibchen zeigen meist eine rundere und fuelligere Bauchpartie. Männchen bleiben schlanker und etwas stromlinienförmiger.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 23 bis 28 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5, GH 5 bis 15 dGH. Mindestens 200 cm Beckenlänge (ca. 600 Liter). Viel offene Wasserfläche in den mittleren bis oberen Zonen. Gute Strömung. Freien Schwimmraum mit strukturierten Bereichen aus überhängender Bepflanzung, treibendem Laubwerk oder Wurzeln kombinieren. Etwas zurueckhaltenderes Licht. Sprungrisiko: sehr hoch. Sicher schließender, lückenloser Deckel ist notwendig.
Zucht und Fortpflanzung
Freier Laichstreuer, schwer. Zuchterfolge sind selten dokumentiert. Die Eier werden frei im Wasserkörper zwischen Vegetation abgelegt, kein Substrat wird gezielt besetzt. Trigger: Simulation der Regenzeit durch kühle Wasserwechsel, weiches Wasser und reichliche Fütterung. Zuchtwasserwerte: unter 5 dGH, pH 6,0 bis 6,5, Temperatur um 28 Grad Celsius. Bis zu ca. 2.000 Eier. Eltern zeigen Laichräuberei und müssen nach dem Ablaichen sofort entfernt werden. Aufzucht: Artemia-Nauplien und feines Staubfutter.
Ernährung/Futterbedarf
Stark auf tierische Kost spezialisierter Räuber mit besonderer Vorliebe für Anflugnahrung. In der Natur überwiegend Insekten und andere Wirbellose. Im Aquarium: Lebend- und Frostfutter wie Insekten (Heimchen, Fliegen), Garnelen, Muscheln, Blutmückenlarven und Regenwürmer. Hochwertiges Granulat oder Pelletfutter ergänzend.
Natürlicher Lebensraum
Chalceus macrolepidotus kommt in Südamerika vor, verbreitet im Amazonasbecken, im Orinoco sowie in küstennahen Flusssystemen in Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Kolumbien und Venezuela. Die Art hält sich vornehmlich in den oberflächennahen Bereichen von gut durchströmten, sauerstoffreichen Flüssen auf.
Hallo
Meine Chalceus macrolepidotus sind schon 17cm. Allgemein wird ihre Endgröße mit 25cm angegeben. Sehr räuberisch, vertilgt enorme Futterbrocken, mehr als seinem kleinen Maul zugetraut wird. Wächst bei guter Fütterung auch sehr schnell. Schwimmen gerne im Rudel, doch hin und wieder kämpfen Sie, indem sie unglaublich schnell auf Arteigene losgehen, jedoch ohne sie zu verletzen. Ignoriert seine artfremden Mitbewohner, solange sie nicht als Futter in Frage kommen. Bewohnt die obere Wasserregion. Ist sehr scheu. Wenn Menschen ans Becken herangehen flüchten sie in Schattenzonen im hinteren Teil.
Guter Beifisch für Barsche und Rochen.
SG Stefan Rath
Danke, haben es ergänzt