Scatophagus argus argus

Deutscher Name: Grüner Argus

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Südamerika
Farben:
braun
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Scatophagus argus
Gattung: Scatophagus
Familie: Scatophagidae

Beschreibung

Der Grüne Argus (Scatophagus argus argus) ist die Nominatform des Argusfisches aus der Familie Scatophagidae mit einer Gesamtlänge von bis zu 38 cm (im Aquarium meist 20–30 cm). Der Körper ist hochrückig, seitlich stark abgeflacht mit einer rundlich-ovalen Silhouette. Adulte Tiere zeigen eine olivgrüne bis bronzene Grundfärbung mit leopardenartigen schwarzen Flecken. Jungfische sind kontrastreicher gefärbt. Im Aquarium zeigt die Art ein aktives Schwimmverhalten in der mittleren Wassersäule. Neugierig, wird schnell zahm und kann Pfleger erkennen. WARNUNG: Rücken- und Afterflossenstacheln sind giftig. Beim Umgang Schutzhandschuhe tragen. BRACKWASSER-PFLICHT: Jungfische tolerieren leichtes Brackwasser (Dichte 1.002–1.008), adulte Tiere benötigen schweres Brackwasser bis Meerwasser (Dichte 1.015–1.025). Dauerhafte Süßwasserhaltung führt zu Immunsuppression und verkürzter Lebenserwartung.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Brackwasser bis marin – Süßwasserhaltung für adulte Tiere nicht möglich
  • Giftige Rücken- und Afterflossenstacheln
  • Schwarmart – Einzelhaltung führt zu Stress
  • Großwüchsig – im Aquarium 20–30 cm, Wildtiere bis 38–45 cm
  • Starker Algenfresser – pflanzliche Anteile im Futter nötig
  • Zucht im Aquarium nicht möglich

Vergesellschaftungshinweise

Scatophagus argus argus ist eine schwarmorientierte Art, die in Gruppen ab 4–6 Tieren gehalten wird. Gleichzeitiger Einzug empfohlen. Friedlich gegenüber anderen Arten, kann innerhalb der Gruppe bei beengten Verhältnissen halbaggressiv werden. Garnelen: Ungeeignet. Schnecken: Kleine gefährdet, dickschalige meist toleriert. Zur Vergesellschaftung eignen sich ausschließlich andere brackwasserverträgliche Arten: Monodactylus-Arten, Toxotes-Arten, größere Meeräschen. Süßwasserfische und ostafrikanische Buntbarsche ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen neigen zu stärker aufgewölbter Rückenlinie und steilerem Stirnprofil. Weibchen können einen runderen Bauch zeigen. Sichere visuelle Geschlechtsbestimmung im Hobby nicht zuverlässig möglich.
Größe: bis 38 cm TL (im Aquarium 20–30 cm)

Haltungstipps / Pflege

Scatophagus argus argus benötigt ein Becken ab 180 cm Kantenlänge (ca. 650 Liter) mit Temperaturen von 20–28 °C, einem pH-Wert von 7,5–8,4 und einer Gesamthärte von 12–18 °dGH. Brackwasser mit altersabhängiger Salinität: Jungfische Dichte 1.002–1.008, subadulte 1.005–1.015, adulte 1.015–1.025. Große, offene Schwimmbereiche. Stabile Steinformationen als Rückzugsplätze. Empfindliche Bepflanzung wird gefressen. Leistungsfähige biologische Filterung. Eiweißabschäumer ab mittlerem Brackwasser empfohlen. Moderate Strömung. Sichere Abdeckung. Wöchentliche Wasserwechsel 25–30 % mit Salzgehalt-Angleichung.
Wasserhärte:
mittel bis hart
pH-Wert
7,5-8,4
Temperatur:
20-28 °C
Beckengröße:
ab 180 cm, 650 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Scatophagus argus argus ist ein Freilaicher. Zucht im Heimaquarium nicht möglich. Die Fortpflanzung findet in vollmarinen Bedingungen statt. Larven und Jungfische wandern anschließend in brackige Ästuare ein. Gezielte Nachzuchten stammen ausschließlich aus institutionellen Aquakulturanlagen.

Ernährung/Futterbedarf

Allesfresser mit starker Tendenz zu pflanzlicher Kost. Algenplatten, Spirulina-Flocken, Nori-Algen, blanchiertes Gemüse als Basis. Ergänzend: Artemia, Mysis, Krill, Mückenlarven. Frisst große Mengen, Überfütterung vermeiden.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 12–20 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Scatophagus argus argus ist im Indopazifik weit verbreitet: vom Persischen Golf über Südostasien bis Australien, Fiji und Südjapan. Küstennahe Brackwasserregionen: Ästuare, Flussmündungen, Mangrovenwälder. Schlammige und vegetationsreiche Uferbereiche. Jungfische in weniger salzhaltigen Zonen, adulte in brackigen bis marinen Bereichen.

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