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Zierfische, Familie Loricariidae

Gefleckter Pfauenharnischwels

Scobinancistrus sp. (L48)

Scobinancistrus ist eine Gattung großer L-Welse (Loricariidae) aus dem Rio Xingu und benachbarten Flüssen Südamerikas. Die im Handel bekannteste Art ist Scobinancistrus aureatus (L014, Sonnenwels). Die Tiere besitzen einen kräftigen, dornenbewehrten Körperbau mit ausgeprägten Plattenpanzerungen. Der Grundton reicht von dunkelbraun bis schwarz, dicht mit leuchtend gelben bis goldenen Punkten besetzt.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
Gefleckter Pfauenharnischwels (Scobinancistrus sp. (L48))
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • bis 30 cmEndgröße

  • 15 JahreLebenserwartung

  • 25-30 °CTemperatur

  • 5,8-7,2pH-Wert

  • 4-15 dGHGesamthärte

  • ab 540 lBeckengröße

Beschreibung

Rücken- und Schwanzflossen tragen häufig einen breiten gelben oder orangen Saum. Erwachsene Exemplare erreichen bis zu 30 cm. Im Aquarium sind Scobinancistrus überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und suchen tagsüber Schutz in Felsspalten und Höhlen. Typisch sind die borstentragenden Odontoden an Kopf und Flossenansätzen, die bei Männchen stärker ausgeprägt sind. Die Gattung ist an sauerstoffreiche, schnell fließende Habitate mit felsigem Substrat angepasst.

Haltung und Pflege

Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 25-30 °C, pH 5,8-7,2, GH 4-15 dGH. Beckengröße: Bei Einzelhaltung genügt ein Standardbecken ab 180 x 50 x 60 cm, 540 Liter. Für eine Gruppe von bis zu drei Tieren ist ein Becken mit größerer Grundfläche nötig. Einrichtung: Naturnah nach Xingu-Vorbild. Sand- bis feinkiesiger Bodengrund, abgerundete Kiesel, größere Felsaufschlüsse. Robuste Tonhöhlen oder einseitig geschlossene Keramikhöhlen. Totholz und größere Steine. Beleuchtung zurückhaltend. Auf empfindliche Pflanzen verzichten. Strömung und Sauerstoff: Leistungsfähige Filter mit Strömungspumpen. Sehr gute Sauerstoffsättigung ist essenziell. Regelmäßige, großzügige Wasserwechsel. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig. Holz im Becken wird empfohlen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Scobinancistrus zeigen deutliches Territorialverhalten gegenüber Artgenossen und anderen Bodenbewohnern. Am Boden territorial und selbstbewusst, gegenüber freischwimmenden Fischen in der Regel friedlich. Während der Brutzeit steigt die Aggressivität deutlich an. Schnecken werden weitgehend toleriert. Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen können betroffen sein. Geeignete Beifische: Südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche aus derselben Region. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig.

Ernährung

Scobinancistrus sind Allesfresser mit stark fleischbetontem Schwerpunkt. Im Aquarium: Muschelfleisch, Garnelen, Krill, Mückenlarven als Frost- oder Lebendfutter. Sinkende Welstabletten mit fleischlicher Ausrichtung. Ergänzend blanchierte Zucchinischeiben oder Algenblätter. Abwechslungsreiche, proteinreiche Fütterung.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Zuchtschwierigkeit: Sehr schwer, selten dokumentiert. Zucht-Temperatur: 28-30 °C, Zucht-pH: 5,5-6,5, Zucht-GH: max. 5 dGH. Trigger: Häufige, große Wasserwechsel mit weicherem Wasser (Regenzeitbedingungen), starke Strömung. Geschlechtsreife: 36-60 Monate. Gelegegröße: 100-150 Eier. Inkubation: 7-10 Tage. Aufzuchtfutter: Artemia-Nauplien, feines Frostfutter.

Zuchtwasser: 28 bis 30 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 dGH

Natürlicher Lebensraum

Scobinancistrus stammen aus dem Amazonasbecken Südamerikas, insbesondere dem Rio Xingu und Nebenflüssen (Rio Iriri) in Brasilien. Die Tiere besiedeln schnell fließende, sauerstoffreiche Bereiche mit starkem Strömungsregime, oft in Stromschnellen und an Felsriffen. Steiniger bis felsiger Untergrund mit großen, abgerundeten Steinen und Geröll.

Geschlechtsunterschiede

Männchen haben einen breiteren, massiveren Kopf und deutlich längere Odontoden an den Kiemendeckeln sowie an den vorderen Brustflossenstrahlen. Weibchen wirken in der Draufsicht fülliger mit etwas gebogenerer Rückenlinie und breiterem Bauch.

Gut zu wissen

  • Loricariidae: kupferhaltige Medikamente sind giftig, Holz im Becken empfohlen
  • Ausgeprägte Odontoden bei Männchen (Kiemendeckel, Brustflossenstrahlen)
  • Dämmerungs- und nachtaktiv, nach Eingewöhnung auch tagsüber sichtbar
  • Starker Territorialtrieb am Boden, besonders während der Fortpflanzungsphase
  • Anpassung an sauerstoffreiche, schnell fließende Habitate (Xingu)
  • Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege
  • Zucht selten dokumentiert

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Scobinancistrus sp.?

Temperatur 25-30 °C, pH 5,8-7,2, GH 4-15 dGH. Starke Strömung und sehr gute Sauerstoffversorgung sind essenziell.

Was frisst der Scobinancistrus sp.?

Allesfresser mit fleischbetontem Schwerpunkt: Muschelfleisch, Garnelen, Krill, Mückenlarven. Ergänzend pflanzliche Beigaben wie Zucchini.

Kann man den Scobinancistrus sp. im Aquarium züchten?

Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Zucht ist selten dokumentiert und sehr schwer. Zucht-Temperatur 28-30 °C, weiches, saures Wasser (pH 5,5-6,5, GH max. 5 dGH).

Wie groß wird der Scobinancistrus sp.?

Bis zu 30 cm. Bei Einzelhaltung genügen 540 Liter bei 180 cm Kantenlänge, für eine Gruppe ist eine größere Grundfläche nötig.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Passt ins Becken dazu

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Smaragdbuntbarsch

Buntbarsche

Smaragdbuntbarsch

Hypselecara temporalis

  • Endgröße: 30 cm
  • Becken: ab 540 l
  • Temperatur: 25-30 °C
  • pH-Wert: pH 5-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Hujeta-Hechtsalmler

Salmler

Hujeta-Hechtsalmler

Ctenolucius hujeta

  • Endgröße: 26 cm (SL)
  • Becken: ab 648 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Peru-Süßwasserflunder

Plattfische

Peru-Süßwasserflunder

Hypoclinemus mentalis

  • Endgröße: bis 27 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,2
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Javafarn

Rhizompflanzen

Javafarn

Microsorum pteropus ´Petite´

  • Wuchshöhe: 10-15 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-8
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Javafarn

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Harnischwelse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Sonnenwels

Harnischwelse

Sonnenwels

Scobinancistrus aureatus (L 14)

  • Endgröße: bis 30 cm TL
  • Becken: ab 540 l
  • Temperatur: 26-30 °C
  • pH-Wert: pH 5,8-7,2
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

Schwarzweißer Peru-Hexenwels (LDA 115)

Harnischwelse

Schwarzweißer Peru-Hexenwels (LDA 115)

Loricaria sp. „Kolumbien“

  • Endgröße: 28-30 cm
  • Becken: ab 900 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, friedlich

Gold-Nugget-Pleco (L018 / L081 / L177)

Harnischwelse

Gold-Nugget-Pleco (L018 / L081 / L177)

Baryancistrus xanthellus

  • Endgröße: 25–30 cm
  • Becken: ab 540 l
  • Temperatur: 27-32 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,6
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

Blauaugen-Panaque

Harnischwelse

Blauaugen-Panaque

Panaque cochliodon

  • Endgröße: 30 cm
  • Becken: ab 540 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,2-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

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