
Harnischwelse
Gefleckter Pfauenharnischwels
Scobinancistrus sp. (L48)
- Endgröße: bis 30 cm
- Aquarium: ab 540 l
- Temperatur: 25-30 °C
- pH-Wert: pH 5,8-7,2
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Scobinancistrus aureatus (Sonnenwels, Goldie-Pleco, L014) ist ein großer Vertreter der Loricariidae aus dem Rio Xingu in Brasilien. Die Grundfärbung reicht von dunkelbraun bis schwarz und ist dicht mit leuchtend gelben bis goldenen Punkten übersät. Rücken- und Schwanzflossen weisen einen breiten, gelb-orangefarbigen Saum auf. Die Körperproportionen sind massig und robust mit breitem Kopf und kräftigen Brustpartien.

bis 30 cm TLEndgröße
15-25 JahreLebenserwartung
26-30 °CTemperatur
5,8-7,2pH-Wert
2-10 °dGHGesamthärte
ab 540 lAquariengröße
Erwachsene Exemplare erreichen bis zu 30 cm TL. Im Aquarium bewegt sich der Sonnenwels überwiegend bodennah mit Aktivitätsschwerpunkten in der Dämmerung und nachts. Die Art ist an stark strömende, sauerstoffreiche Flussabschnitte mit felsigem Substrat angepasst. Morphologisch zeigt Scobinancistrus aureatus robuste Saugschnauzen und breite Bauchplatten zum Festhalten in starker Strömung. Scobinancistrus aureatus steht auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet (Vulnerable). Nachzuchttiere sollten bevorzugt werden.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 26-30 °C, pH 5,8-7,2, GH bis 10 dGH. Temperaturen unter 26 °C dauerhaft vermeiden (Immunschwächung). Beckengröße: Bei Einzelhaltung genügt ein Standardbecken ab 180 x 50 x 60 cm, 540 Liter. Für eine Gruppe von bis zu drei Tieren ist ein Becken mit größerer Grundfläche nötig. Einrichtung: Stark strukturiert mit großen Felsbrocken, Spalten und einseitig geschlossenen Höhlen als Brutplätze. Sand- bis feinkiesiges Substrat. Zonen mit kräftiger Strömung bereitstellen (Strömungspumpen). Sauerstoffversorgung: Essenziell und nicht verhandelbar. Großer Durchsatz, Oberflächenbewegung, regelmäßige Wasserwechsel. Beleuchtung: Moderat. Tag-Nacht-Rhythmus mit abendlicher Aktivitätsphase. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig. Holz im Becken wird empfohlen.
Scobinancistrus aureatus ist territorial gegenüber Artgenossen und anderen Bodenbewohnern. Die Tiere beanspruchen Höhlen und enge Spalten als Reviere. Haltung als Einzeltier oder in sehr kleinen Gruppen, nur in großvolumigen Becken mit zahlreichen Verstecken. Gegenüber freischwimmenden Fischen vergleichsweise friedlich. Garnelen sind ungeeignet (Beutefang). Schnecken sind gefährdet, besonders kleine Exemplare. Geeignete Beifische: Mittelgroße bis große südamerikanische Salmler, andere Loricariiden, robuste Südamerika-Buntbarsche. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig.
Scobinancistrus aureatus ist ein fleischbetonter Allesfresser. Im Aquarium: sinkende Wels-Pellets mit hohem Fleischanteil, Frostfutter (Mückenlarven, Muschelfleisch, Garnelen, Stinte), gelegentlich Schnecken. Pflanzliche Ergänzung: blanchierte Zucchini- oder Kürbisscheiben, Algenblätter. Fütterung kurz vor Lichtausschaltung hat sich bewährt.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Zuchtschwierigkeit: Sehr schwer, selten dokumentiert. Zuchtwasser: 28-30 °C, pH 6,0-7,5, GH unter 5 dGH. Häufige, große Wasserwechsel (50 % mehrmals wöchentlich) als Trigger. Einseitig geschlossene Tonhöhlen (ca. 38 x 10 x 8 cm) als Laichplatz. Ruhige Umgebung und Dunkelheit fördern die Fortpflanzungsbereitschaft. Geschlechtsreife: 3-5 Jahre. Konditionierung: Forellenpellets, Muschelfleisch, gekochte Schnecken.
Scobinancistrus aureatus ist endemisch im Rio Xingu-Becken (Volta Grande) und Rio Iriri in Brasilien. Klare, warme Flussabschnitte mit starker Strömung und hohem Sauerstoffgehalt. Weitgehend felsige Untergründe mit großen, glatten Felsbrocken, Spalten und Rissen.
Männchen entwickeln einen breiteren Kopf und deutlich stärkere Odontoden an Brustflossen und Kopfbereich. Weibchen erscheinen in der Draufsicht fülliger und rundlicher. Die maximale Körperlänge liegt bei etwa 30 cm TL.
Temperatur 26-30 °C, pH 5,8-7,2, GH bis 10 dGH. Unter 26 °C dauerhaft vermeiden. Starke Strömung und sehr gute Sauerstoffversorgung sind essenziell.
Ja, die Art steht auf der IUCN-Roten Liste als gefährdet (Vulnerable). Nachzuchttiere sollten bevorzugt werden.
Fleischbetonter Allesfresser: sinkende Wels-Pellets, Mückenlarven, Muschelfleisch, Garnelen. Ergänzend pflanzliche Kost (Zucchini, Kürbis, Algenblätter).
Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Zuchterfolge sind sehr selten. Zuchttemperatur 26-30 °C, weiches Wasser (GH unter 5 dGH), häufige große Wasserwechsel als Trigger.
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