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Zierfische, Familie Loricariidae

Spatellwels Spatuloricaria sp. "Black-White Peru" LDA115

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Spatellwels (Spatuloricaria) wird je nach Art 28-37 cm groß und ist ein langgestreckter Peitschenwels aus der Familie Loricariidae, Unterfamilie Loricariinae. Die Grundfärbung ist kryptisch braun bis graubraun mit dunklen Querbändern. Manche Formen zeigen eine schwarz-weiße Kontrastfärbung. Die Schwanzlappen laufen in lange fadenförmige Verlängerungen aus.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • 28-37 cmEndgröße

  • 28-32 °CTemperatur

  • 5-6pH-Wert

  • 0-5 °dGHGesamthärte

  • ab 1080 lAquariengröße

Beschreibung

Spatellwelse sind bodenorientierte Fische, die aktiv im Sand wühlen. Männchen entwickeln während der Laichzeit ausgeprägte Odontoden an Wangen und Brustflossenstacheln. Die Gattung umfasst rund 19 beschriebene Arten aus dem nördlichen und westlichen Südamerika.

Haltung und Pflege

Spatuloricaria benötigt ein geräumiges Becken mit viel Bodenfläche und feinem Sand als Substrat. Die Wasserwerte sollten bei 28-32 °C, pH 5-6 und GH bis 5 °dGH ohne messbare Karbonathärte liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 160 cm Kantenlänge und 1.080 Liter. Feiner Sand als Substrat (die Tiere wühlen aktiv), flache Steine und Wurzeln als Ruheplätze. Gute Filterung und moderate bis starke Strömung. Sauerstoffreiches Wasser. Abdeckung empfohlen. Kupferhaltige Medikamente sind giftig! Der Spatellwels ist eine Art für erfahrene Aquarianer mit Großaquarien. Die Lebenserwartung ist nicht dokumentiert.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Spatellwelse sind gegenüber anderen Arten friedlich. Unter sich können sie jedoch territorial werden, besonders Männchen untereinander. Haltung als Paar oder Trio (1 Männchen, 2 Weibchen) bei ausreichender Beckengröße möglich. Bodenorientiert, nicht ausgeprägt schwimmfreudig. Schnecken werden als Beute betrachtet: Die Art besitzt nach oben gebogene Fangzähne und jagt Schnecken auch im Aquarium aktiv. Garnelen und kleine Wirbellose können gefressen werden. Vergesellschaftung mit ruhigen Mittelwasser- und Oberflächenfischen: große Salmler, friedliche Buntbarsche, andere Loricariiden (Rineloricaria, Sturisoma). Aggressive Großfische ungeeignet. Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig und dürfen nicht eingesetzt werden!

Ernährung

Spatuloricaria ist ein Allesfresser mit Präferenz für tierische Kost. Im Freiland: Schnecken (nach oben gebogene Fangzähne). Im Aquarium: Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Cyclops, Krill), sinkende Tabletten und Granulat. Ergänzend: blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke). Keine Algenfresser!

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege
Zuchtschwierigkeit: Sehr schwer Das Männchen säubert eine glatte Steinfläche (bevorzugt Unterseite flacher Steine) und lockt ein Weibchen zur Ablage. Die großen Eier werden an der Steinoberfläche befestigt und vom Männchen bewacht. Nachzucht im Aquarium gelingt nur selten. Genaue Brutpflegeparameter sind kaum dokumentiert.

Natürlicher Lebensraum

Spatuloricaria sp. „Black-White Peru“ LDA115 stammt aus dem oberen Amazonas in Peru, aus dem Rio Nanay. Die Gattung Spatuloricaria als Ganzes ist im nördlichen und westlichen Südamerika verbreitet. Die Tiere besiedeln strömungsreiche, sauerstoffreiche Gewässer mit sandigem oder kiesigem Substrat.

Geschlechtsunterschiede

Männchen haben von oben betrachtet einen spitz zulaufenden Kopf, Weibchen einen gleichseitiger geformten. Geschlechtsreife Männchen entwickeln ausgeprägte Odontoden an Wangen und Brustflossenstacheln während der Laichzeit, die sich danach zurückbilden.

Gut zu wissen

  • Spatuloricaria sp. „Black-White Peru“ LDA115 stammt aus dem oberen Amazonas, Peru (Rio Nanay)
  • Benötigt saures Wasser ohne messbare Karbonathärte
  • Langgestreckte Peitschenwelse mit fadenförmigen Schwanzlappen
  • Männchen mit saisonalen Odontoden an Wangen und Brustflossen
  • Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege
  • Im Freiland Schneckenjäger (nach oben gebogene Fangzähne)
  • Keine Algenfresser! Nicht als Algenbekämpfer einsetzen
  • Kupferhaltige Medikamente sind giftig!

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Spatellwels?

Temperatur 28-32 °C, pH 5-6, GH bis 5 °dGH, keine messbare KH. Gute Strömung und sauerstoffreiches Wasser.

Kann man den Spatellwels vergesellschaften?

Ja, mit ruhigen Mittelwasser- und Oberflächenfischen. Unter sich territorial. Keine aggressiven Großfische. Kupfer ist giftig!

Kann man den Spatellwels züchten?

Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege. Nachzucht im Aquarium nur selten erfolgreich. Parameter kaum dokumentiert.

Was frisst der Spatellwels?

Allesfresser mit Präferenz für tierische Kost: Frostfutter, sinkende Tabletten. Keine Algenfresser!

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