
Harnischwelse
Wassermelonenwels
Panaque nigrolineatus laurafabianae
- Endgröße: bis 43 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Grüne Panaque (Panaque sp., L 191) ist ein kräftig gebauter, gepanzerter Harnischwels aus Kolumbien. Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von rund 40 bis 45 cm und zeigen eine dunkel olivgrüne bis bräunlich-grüne Grundfärbung, die von einem Netz feiner schwarzer Linien überzogen ist; auch die Augen wirken grünlich. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper auffallend groß und breit.

bis 43 cmEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-16 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Im Aquarium ist die Art überwiegend bodennah unterwegs, verhält sich dämmerungs- bis nachtaktiv und heftet sich bevorzugt an Wurzeln, Totholz oder in Strömungsbereichen an. Charakteristisch und gattungstypisch sind die löffelförmigen Zähne, mit denen das Holz intensiv abgeraspelt wird – dies liefert sowohl Nahrung als auch Verdauungshilfe. Männchen entwickeln mit zunehmendem Alter kräftige Odontoden (Hautzähne) hinter den Kiemendeckeln und an den Brustflossen.
Panaque benötigen sehr große Becken – je nach Art mindestens 200 cm Kantenlänge (800+ Liter). Temperaturen 24–28 °C, pH 6–7,5, GH 2–16 °dGH (artabhängig).
Sehr große, stabile Höhlen und reichlich Totholz (Moorkienholz, Catappa-Stämme) sind Pflicht – als Nahrungsquelle und Rückzug. Feiner Sand als Substrat. Starke Strömung und leistungsstarke Filtration sind wegen der enormen Bioladung durch Holzkonsum unverzichtbar.
Kupferempfindlich: Auf kupferhaltige Medikamente und Dünger unbedingt verzichten. Gedämpfte Beleuchtung bevorzugt. Das Sprungrisiko ist gering.
Diese Gattung ist ausschließlich für erfahrene Spezialaquarianer mit sehr großen Becken geeignet.
Ruhig, bodenorientiert und territorial. Haltung als Einzeltier oder in kleiner Gruppe mit großzügigem Rückzugsangebot; pro Wels sollten mindestens zwei Höhlen vorhanden sein. Der Grüne Panaque lässt sich mit ruhigen, freischwimmenden südamerikanischen Arten vergesellschaften, sofern ausreichend Raum und Verstecke vorhanden sind. Verträgliche Begleiter sind zum Beispiel größere, friedliche Salmler und mittelgroße Buntbarsche, die nicht um Bodenreviere konkurrieren. Corydoras-Arten sind prinzipiell verträglich, können jedoch vom starken Strömungsbedarf und dem aufgewühlten Substrat beeinträchtigt werden. Sehr kleine Garnelen sowie bodenaktive, ähnlich große Welse oder andere Höhlenbewohner sind problematisch, da sie um Höhlenplätze konkurrieren. Große räuberische Fische sind zu vermeiden.
Der Grüne Panaque ist xylophag und benötigt dauerhaft mehrere Stücke weichen Totholzes als essenziellen Nahrungsbestandteil – ohne Holz kann die Art nicht gesund gehalten werden. Ergänzend sind pflanzliche Zufütterungen sinnvoll: Zucchini, Gurke, Süßkartoffel, Kürbis, Erbsen sowie pflanzliche Welstabletten. Tierisches Futter (proteinreiche Futtermittel, Fleischfutter) sollte weitestgehend vermieden werden, da der Verdauungstrakt auf eine nährstoffarme, holzbasierte Ernährung ausgelegt ist.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter, genaue Details wenig dokumentiert.
Zuchtschwierigkeit: sehr schwierig. Die Nachzucht großer Panaque-Arten im Aquarium gelingt nur äußerst selten; für den Grünen Panaque (L 191) liegen kaum verifizierte Zuchtberichte vor. Als Auslöser für Laichstimmung werden eine Simulation der Regenzeit durch kühlere Wasserwechsel, eine Absenkung des Leitwerts und erhöhte Strömung sowie intensive Konditionierung mit frischem Gemüse und weichem Holz genannt. Für einen Zuchtversuch ist ein sehr großes Becken mit vielen Wurzeln und Tonröhren erforderlich; günstig ist ein Überschuss an Weibchen. Genaue Details zu Laichpflege, Gelegegrößen und Aufzucht sind nicht ausreichend dokumentiert.
Der Grüne Panaque (L 191) stammt aus Kolumbien und bewohnt dort strömungsreiche Flüsse und Bäche mit umfangreichem Totholz, versunkenen Baumstämmen und Wurzelzonen in der Uferzone. Das Substrat ist sandig bis feinkiesig. Die Tiere nutzen versunkene Stämme und Wurzeln zugleich als Nahrungsquelle und als Ruheplatz. Angaben zum genauen Einzugsgebiet innerhalb Kolumbiens sind in der Aquaristik nicht einheitlich dokumentiert.
Männchen zeigen häufig stärkere Odontodenbildung (Hautzähne) an Kiemendeckeln und Brustflossen und wirken dadurch kantiger und bewehrter. Weibchen erscheinen von oben betrachtet meist fülliger im Rumpfbereich, besonders bei Trächtigkeit. Bei Jungtieren ist die Unterscheidung schwierig und wird erst mit dem Erreichen der Adultgröße zuverlässiger.
Der Grüne Panaque (Panaque sp., L 191) erreicht ausgewachsen etwa 40 bis 45 cm.
Empfohlen werden Temperatur 24-28 °C, pH 6,0-7,5 und GH 2-15 °dGH.
Ja, mit ruhigen, freischwimmenden südamerikanischen Arten wie größeren friedlichen Salmlern und mittelgroßen Buntbarschen. Konkurrenten um Höhlen und Bodenreviere sowie sehr kleine Garnelen sind ungeeignet.
Empfohlen wird ein Becken ab etwa 200 cm Kantenlänge und rund 1.080 Liter für ein einzelnes Adulttier; für eine Gruppe entsprechend größer.
Die Nachzucht ist sehr schwierig und gelingt nur selten. Verifizierte Zuchtberichte für L 191 sind kaum vorhanden.
Die Art ist xylophag und benötigt weiches Totholz als essenzielle Nahrung. Ergänzend eignen sich Gemüse wie Zucchini, Gurke und Kürbis sowie pflanzliche Welstabletten. Tierisches Futter sollte vermieden werden.
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