
Harnischwelse
Rotflossen-Kaktuswels
Pseudacanthicus pirarara (L 25)
- Endgröße: bis 40 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Orangeflossen-Kaktuswels (Pseudacanthicus pitanga, L 24) wird bis zu 30 cm (SL) groß und gehört zur Familie der Harnischwelse (Loricariidae). Sein Körper ist kräftig gepanzert mit stark entwickelten Stacheln und knöchernen Platten. Die Flossen zeigen intensive Orange- bis Rottöne an den Strahlen, die dem Tier seinen deutschen Trivialnamen geben.

bis 36 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
25-30 °CTemperatur
6-6,5pH-Wert
4-15 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Die Grundfärbung ist dunkel mit charakteristischen dunklen Flecken, die entlang der Längsrippen zu zickzackförmigen Bändern verschmelzen. Im Aquarium ist Pseudacanthicus pitanga überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber zieht er sich in Höhlen oder zwischen Felsen zurück. Die Art zeigt starke Territorialität gegenüber Artgenossen und anderen großen Harnischwelsen, besonders um Höhlenzugänge. Trotz der nächtlichen Lebensweise sind die Tiere abends und in den frühen Morgenstunden gut zu beobachten.
Pseudacanthicus pitanga benötigt eine Wassertemperatur von 25-30 °C, einen pH-Wert von 6,0-6,5 und eine Gesamthärte von 4-15 dGH. Das Aquarium sollte mindestens 180 cm Kantenlänge und 1.080 Liter fassen. Die Einrichtung muss massive, stabile Höhlen bieten, die das Gewicht und die Kraft ausgewachsener Tiere aushalten. Lavastein, Bruchstein oder spezielle Wels-Höhlen sind geeignet. Der Bodengrund sollte fein- bis mittelkörnig sein. Pflanzen können eingesetzt werden, müssen aber robust gewählt werden, da große Exemplare sie beschädigen können. Die Art stammt aus fließenden Flussabschnitten und profitiert von kräftiger Strömung und hoher Sauerstoffversorgung. Ein leistungsstarker Außenfilter mit hoher Umwälzrate ist empfehlenswert. Eine sichere Abdeckung ist notwendig, da die Art Tendenz zeigt, sich zum Wasseroberflächen-Bereich zu drücken. Wichtig: Loricariidae sind empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten. Bei Erkrankungen kupferfreie Alternativen verwenden. Der Orangeflossen-Kaktuswels ist ein imposanter, aber anspruchsvoller Pflegling für erfahrene Aquarianer mit großen Becken und starker Filterung.
Pseudacanthicus pitanga ist territorial und gegenüber Artgenossen oft aggressiv. Männchen können untereinander sehr kämpferisch sein, besonders wenn Höhlen knapp sind. Gegenüber nicht konkurrierenden Fischarten ist die Art vergleichsweise ruhig. Eine Haltung mehrerer Exemplare ist nur in sehr großen Becken mit zahlreichen Verstecken möglich. Das Temperament ist territorial, besonders während der Brutzeit. Gegenüber Schwarmfischen und frei schwimmenden Arten zeigt die Art keine Aggressionen. Für die Vergesellschaftung eignen sich andere robuste südamerikanische Arten wie Salmler, Panzerwelse und kleinere Buntbarsche, die nicht um Höhlenplätze konkurrieren. Garnelen sind ungeeignet. Schnecken gelten als riskant.
Pseudacanthicus pitanga ist überwiegend ein fleischbetonter Aufwuchsfresser. Die Art nimmt sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung auf, wobei proteinreiche Kost bevorzugt wird. Im Aquarium eignen sich sinkendes Wels-Tablettenfutter, proteinreiches Frostfutter wie Mysis, Artemia und rote Mückenlarven sowie spezielle Fleischkost für räuberische Harnischwelse. Pflanzliche Beigaben wie Algenwaffel werden ergänzend angenommen. Wurzelholz sollte im Becken verfügbar sein, dient aber als Struktur und Aufwuchsfläche: Pseudacanthicus ernährt sich überwiegend fleischlich.
Pseudacanthicus pitanga ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht ist gut dokumentiert, gilt aber als schwierig. Das Männchen bewacht eine Höhle als Laichplatz und verteidigt sie gegen Rivalen. Die Eier werden in der Höhle abgelegt und vom Männchen bewacht. Konkrete Zuchtparameter wie Laichtemperatur, Gelegegröße oder Brutdauer sind für diese Art nicht detailliert dokumentiert. Allgemeine Prinzipien der Höhlenbrüterzucht bei Loricariidae können angewandt werden: stabile Rückzugsräume, Schutz der Brut vor Störungen und gute Wasserqualität.
Pseudacanthicus pitanga stammt aus dem Einzugsgebiet des Rio Tocantins im Norden Brasiliens, unter anderem aus dem Rio Itacaiunas. Die Art bewohnt tiefe, felsige Flussabschnitte mit starker Strömung und klarem, sauerstoffreichem Wasser. Das natürliche Habitat ist geprägt von massiven Gesteinsformationen mit zahlreichen Spalten und Höhlen. Die Tiere leben in beträchtlichen Tiefen, wo sie sich in Felsspalten festklammern und gegen starke Strömung stabilisieren. Wilde Wasserwerte können lokal variieren und weichen von optimalen Aquarienwerten ab.
Männchen von Pseudacanthicus pitanga sind robuster gebaut mit lebhafteren Farben und tendenziell längeren, stärker entwickelten Flossenstacheln. Weibchen besitzen einen breiteren, runderen Bauch, besonders bei Laichbereitschaft. Die Unterschiede sind bei adulten Tieren gut erkennbar.
Pseudacanthicus pitanga benötigt ein Becken mit mindestens 180 cm Kantenlänge und 1.080 Litern. Massive Höhlen und eine starke Filterung sind notwendig.
Mit robusten südamerikanischen Arten, die nicht um Höhlenplätze konkurrieren. Salmler und Panzerwelse sind geeignet. Garnelen sind ungeeignet, Schnecken riskant.
Die Zucht ist möglich, aber schwierig. Als Höhlenbrüter benötigt die Art stabile Höhlen und erfahrene Pfleger mit großen Anlagen.
Pseudacanthicus pitanga bevorzugt proteinreiche Kost wie Mysis, Artemia und Blutwürmer. Ergänzend werden Algenwaffeln angenommen. Wurzelholz dient als Struktur und Aufwuchsfläche, nicht als Nahrung.
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