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Zierfische, Familie Tetraodontidae

Goldringelkugelfisch Tetraodon mbu

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Goldringelkugelfisch (Tetraodon mbu) ist die größte bekannte Süßwasser-Kugelfischart der Welt und erreicht ca. 67 cm Totallänge (in Extremfällen bis 75 cm). Die Körperform ist gedrungen und oval, unbeschuppt und kann bei Bedrohung durch Wasseraufnahme auf das Zwei- bis Dreifache des normalen Volumens aufgebläht werden.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Aggressiv
  • bis 75 cmEndgröße

  • 15-20 JahreLebenserwartung

  • 24-26 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • 10-25 °dGHGesamthärte

  • ab 2300 lAquariengröße

Beschreibung

Die Oberseite ist olivgrün bis graubraun; darüber liegt ein labyrinthartiges Muster aus goldgelben bis orangefarbenen Ringen und Linien. Die Bauchseite ist hellgelb bis cremefarben. Bei adulten Tieren ist die Schwanzflosse leuchtend orange bis gelb gefärbt. Die Augen sind klein und können unabhängig voneinander bewegt werden. Das Maul trägt einen schnabelartigen Zahnapparat mit ständig nachwachsenden Zähnen. Wie alle Tetraodontiden enthält die Art das Neurotoxin Tetrodotoxin.

Haltung und Pflege

Mindestens 2.300 Liter für ein adultes Einzeltier (ca. 300 x 90 x 90 cm). Jugendliche Tiere bis ca. 20 cm kommen temporär mit 500-800 Litern aus, benötigen aber rasch mehr Platz. Großzügige Schwimmbereiche mit sandigem Bodengrund, Wurzeln und große Steine als Struktur. Scharfkantige Gegenstände vermeiden. Leistungsstarke Außenfilterung mit mehrfachem stündlichem Wasserumsatz und regelmäßige große Wasserwechsel (25-30 % wöchentlich) sind essenziell. Nitrat unter 20 mg/l halten. Wasserwerte: 24-26 °C, pH 7,0-8,0, GH 10-25 dGH. Vollständige Abdeckung empfohlen. Der Goldringelkugelfisch ist eine reine Expertenart mit enormem Platzbedarf. Die Art wird 15-20 Jahre und älter bei guter Pflege. Vorsicht beim Hantieren im Becken – der Schnabel kann erhebliche Verletzungen verursachen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Tetraodon mbu ist ausgeprägt territorial und aggressiv und muss grundsätzlich als Einzeltier gehalten werden. Gegenüber Artgenossen und nahezu allen anderen Fischen ist die Art intolerant – Bissverletzungen sind die Regel. Das kräftige Schnabelgebiss kann Finger verletzen und hartschalige Muscheln mühelos zerknacken. Trotz der Aggressivität entwickeln Mbu-Kugelfische eine Bindung zu ihren Pflegern: Sie erkennen vertraute Personen, betteln aktiv um Futter und reagieren auf Bewegungen außerhalb des Beckens. Einzelhaltung ist zwingend. Wirbellose dienen als Futter und können nicht dauerhaft im Becken gehalten werden.

Ernährung

Tetraodon mbu ist ein ausgeprägter Molluskivor (Weichtierfresser). Die Ernährung muss regelmäßig hartschalige Komponenten enthalten, um das kontinuierliche Zahnwachstum zu kontrollieren. Geeignet: lebende Schnecken (Posthornschnecken, Apfelschnecken), Muscheln in der Schale, Krabbenbeine, Garnelen in der Schale, Stinte und andere mittelgroße Fische. Weichfutterdiäten ohne Schale führen zu Zahnüberwucherung. Trockenfutter wird in der Regel nicht akzeptiert.

Zucht

Bislang keine dokumentierten Zuchterfolge im Aquarium. Die Art legt im Freiland in großen Gewässern (Kongobecken, Tanganjikasee) Eier ab; über das genaue Brutverhalten ist wenig bekannt. Aufgrund fehlender Zuchterfolge und der extremen Haltungsansprüche ist Tetraodon mbu für die Nachzucht im Heimaquarium nicht geeignet.

Natürlicher Lebensraum

Tetraodon mbu ist im zentralafrikanischen Kongobecken heimisch sowie im Tanganjikasee und dessen Zuflüssen. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo, Tansania, Sambia, Burundi und Teile Kameruns. Die Art bewohnt große Flüsse, Seen und deren Randbereiche.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist äußerlich nicht zuverlässig erkennbar.

Gut zu wissen

  • Größte Süßwasser-Kugelfischart der Welt (bis 67 cm TL)
  • Labyrinthartiges Muster aus goldgelben Ringen und Linien
  • Enthält Tetrodotoxin – nicht verzehren
  • Kann sich bei Bedrohung kugelförmig aufblähen
  • Erkennt seinen Pfleger und zeigt Persönlichkeit
  • Kann mit dem Schnabel erhebliche Verletzungen verursachen
  • Mindestens 2.300 Liter für ein adultes Einzeltier
  • Bisher keine Zuchterfolge im Aquarium

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Goldringelkugelfisch?

Tetraodon mbu benötigt 24-26 °C, pH 7,0-8,0 und GH 10-25 dGH. Die Wasserqualität muss hoch sein – Nitrat unter 20 mg/l, wöchentliche große Wasserwechsel sind Pflicht.

Kann man den Goldringelkugelfisch vergesellschaften?

Nein, Einzelhaltung ist zwingend. Mitbewohner werden früher oder später gebissen, gefressen oder so stark gestresst, dass sie eingehen. Wirbellose dienen ausschließlich als Futter.

Kann man den Goldringelkugelfisch züchten?

Bislang gibt es keine dokumentierten Zuchterfolge im Aquarium. Die extremen Platzanforderungen und die Aggressivität machen eine Nachzucht im Heimaquarium praktisch unmöglich.

Wie groß muss das Aquarium für den Goldringelkugelfisch sein?

Mindestens 2.300 Liter (ca. 300 x 90 x 90 cm) für ein adultes Einzeltier. Jungfische bis 20 cm kommen temporär mit 500-800 Litern aus, benötigen aber rasch mehr Platz.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

Ein Kommentar, der letzte vom 4. Juli 2018
  1. Jürgen

    Diese Informationen sind zum einen sehr hilfreich u decken sich eins zu eins mit den Infos von Aquaplanet in regau.
    Eine schneckenzucht ist daher sehr hilfreich.

    Ich danke euch u wünsche euch einen schönen Sommer u einen erholsamen Urlaub.

    LG zu euch Nathi und Jürgen

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