Thoracocharax stellatus
Beschreibung
Der Riesenbeilbauch (Thoracocharax stellatus) erreicht im Aquarium bis zu 7 cm Gesamtlänge und zeigt den typischen, stark komprimierten, beilförmigen Körper der Gasteropelecidae. Die Flanken sind silbrig mit einem charakteristischen dunklen Fleck auf der Rückenflosse und einem Muster feiner Punkte – daher der Artname „stellatus“ (bestirnt).
Die Art besiedelt ein weites Areal in Südamerika: Paraná-Becken, Amazonasbecken und Orinoco-System. Thoracocharax stellatus hält sich nahezu ausschließlich im oberen Wasserdrittel auf und ist ein hervorragender Springer, der mehrere Meter weit springen kann.
Im Aquarium ist der Riesenbeilbauch ein friedlicher, aber nervöser Oberflächenfisch, der in Gruppen von mindestens 6 Tieren gehalten werden sollte.
Besonderheiten
- Starker Springer – kann mehrere Meter weit springen! Lückenlose Abdeckung Pflicht!
- Reiner Oberflächenfisch – permanent im oberen Wasserdrittel
- Im Freiland zu fast 100 % insektivor (87 % terrestrische Insekten)
- Nervöse Art – keine hektischen Mitbewohner
- Zucht kaum dokumentiert – erster Erfolg im Ostrava Zoo (Tschechien)
Vergesellschaftungshinweise
Thoracocharax stellatus ist eine friedliche, aber nervöse Art. Keine lebhaften oder hektischen Mitbewohner – die Tiere werden dadurch dauerhaft gestresst und nehmen kaum noch Futter an.
Gut geeignet sind ruhige Salmler, Corydoras-Welse, Loricariiden und bodenorientierte Zwergcichliden. Mindestens 6 Artgenossen sind nötig, da die Art in Einzelhaltung oder kleinen Gruppen verunsichert bleibt.
Garnelen sind weitgehend sicher, sehr kleine Junggarnelen könnten gefressen werden.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen sind im geschlechtsreifen Zustand fülliger im Bauchbereich. Die Unterscheidung ist außerhalb der Laichzeit schwierig.
Haltungstipps / Pflege
Thoracocharax stellatus benötigt ein Becken ab 240 Litern mit mindestens 120 cm Kantenlänge und breiter Wasseroberfläche. Die Abdeckung muss lückenlos sein – die Art kann mehrere Meter weit springen. Schwimmende Pflanzen (Salvinia, Pistia, Riccia) geben den scheuen Tieren Sicherheit.
Die Wassertemperatur liegt bei 20–28 °C, der pH-Wert bei 5,0–7,5 und die Gesamthärte bei 1–12 °dGH. Weiches, leicht saures bis neutrales Wasser ist ideal.
Haltung in Gruppen von mindestens 6 Tieren.
Zucht und Fortpflanzung
Die Nachzucht ist in der aquaristischen Literatur kaum dokumentiert. Ein erster Erfolg gelang im Ostrava Zoo (Tschechien) mit Gruppenhaltung. Thoracocharax stellatus ist ein Freilaicher ohne Brutpflege, der ca. 1 mm große Eier freisetzt.
Für Zuchtversuche empfiehlt sich ein langes, bedecktes Becken mit weichem, leicht saurem Wasser und schwimmenden Pflanzen als Laichunterlagen. Die Elterntiere müssen nach dem Ablaichen entfernt werden.
Ernährung/Futterbedarf
Im Freiland zu fast 100 % insektivor, davon über 87 % terrestrische Insekten. Im Aquarium werden Frostfutter (Mückenlarven, Daphnien) und Lebendfutter (Fruchtfliegen, Mückenlarven) gut angenommen. Trockennahrung erfordert Eingewöhnung – oberflächentreibende Flocken oder Pellets werden bevorzugt.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Der Riesenbeilbauch besiedelt ein weites Areal in Südamerika: Paraná-Becken, Amazonasbecken und Orinoco-System. Er bewohnt Schwarzwasser- und Klarwasserbäche, Flüsse, Seitenarme, Altgewässer und überschwemmte Auen. Typischerweise hält er sich in Bereichen mit reicher Oberflächenvegetation auf.