Toxotes chatareus
Beschreibung
Der Gebänderte Schützenfisch (Toxotes chatareus) ist mit bis zu 40 cm einer der größten Vertreter der Schützenfische. Im Aquarium werden typischerweise 30–35 cm erreicht. Der Körper ist hochrückig und seitlich abgeplattet, die Färbung zeigt mehrere breite, unregelmäßige dunkelbraune Querbänder auf silbrig-weißem Grund.
Die Art schießt präzise Wasserstrahlen auf Insekten und andere Beute über der Wasseroberfläche, mit einer Reichweite von bis zu 150 cm. Toxotes chatareus ist primär eine Brackwasserart, die ihren natürlichen Schwerpunkt in Mangroven-Ästuaren hat, aber auch in Süßwasser vorkommt.
Der Gebänderte Schützenfisch ist weit verbreitet von Pakistan über Süd- und Südostasien bis nach Nordaustralien. Er lebt vorrangig in brackigen Flussmündungen und Mangrovengebieten, bewohnt aber auch Süßwasserflüsse und -seen.
Besonderheiten
- Primäre Brackwasserart, toleriert Süßwasser, gedeiht aber besser mit leichter Salzzugabe (1–3 g/L Meersalz)
- Schießt Wasserstrahlen auf Insekten bis ca. 150 cm Entfernung
- Springt aktiv, hohe Sprunggefahr
- Paludarium-Aufbau mit Landbereich und Überhangsimulation fördert natürliches Verhalten
- Einer der größten Schützenfische, benötigt sehr großes Aquarium
- Tagaktiver Oberflächenfisch
Vergesellschaftungshinweise
Gegenüber Artgenossen kann es zu Aggressionen kommen, Gruppen von 4–5 Tieren verteilen die Aggression und sind Einzeltieren oder Paaren vorzuziehen. Kleinere Mitbewohner werden gefressen. Gute Gesellschaft bilden andere großgewachsene Brackwasserfische wie Fledermausfische (Monodactylus), Argusfische (Scatophagus) und Grüne Chromiden (Etroplus suratensis). Reine Süßwasserarten ohne Salztoleranz sind ungeeignet.
Als Oberflächenjäger hält sich der Gebänderte Schützenfisch in der oberen Wasserzone auf. Die Art springt aktiv und kann aus offenen Becken entkommen. Ein sicher geschlossener Deckel ist Pflicht.
Geschlechtsdimorphismus
Geschlechtsdimorphismus ist bei Toxotes chatareus nicht bekannt. Es gibt keine zuverlässigen äußerlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen Männchen und Weibchen.
Haltungstipps / Pflege
Der Gebänderte Schützenfisch benötigt ein sehr großes Aquarium von mindestens 500 Litern bei einer Kantenlänge von 120 cm. Die Wassertemperatur sollte 25–30 °C betragen, der pH-Wert 7,0–8,0 und die Gesamthärte 20–30 dGH. Eine leichte Salzzugabe von 1–3 g/L Meersalz entspricht dem natürlichen Brackwasserhabitat.
Die Einrichtung sollte viel freien Schwimm- und Oberflächenbereich bieten. Ein Paludarium-Aufbau mit Landzone über dem Wasser und überhängender Vegetation ist ideal. Robuste hartblättrige Pflanzen oder Emerskultur sind empfindlicher Bepflanzung vorzuziehen. Starke externe Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig.
Eine sicher verschlossene Abdeckung ist obligatorisch, da die Art aktiv springt und aus offenen Becken entkommen kann.
Zucht und Fortpflanzung
Die Zucht von Toxotes chatareus im Aquarium ist nicht dokumentiert. In der Natur produzieren Weibchen sehr große Laichmengen von mehreren Zehntausend Eiern. Die Art ist Freilaicher. Im Gegensatz zu T. jaculatrix wurde T. chatareus auch in Süßwasser brütend nachgewiesen. Der Zucht-Schwierigkeitsgrad gilt als nicht erreichbar im Aquarium.
Ernährung/Futterbedarf
Der Gebänderte Schützenfisch ist ein Insektivore mit karnivorer Ausrichtung. In der Natur frisst er Insekten, Spinnen, Krebstiere und gelegentlich kleine Fische. Im Aquarium eignen sich schwimmendes Granulat und Pellets als Grundfutter, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, Mysis und Krill. Lebendfutter wie Heimchen und Heuschrecken, über der Wasseroberfläche angeboten, löst das natürliche Schussverhalten aus und dient als Verhaltensanreicherung.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Toxotes chatareus hat eine weite Verbreitung von Pakistan über Indien, Bangladesch, Sri Lanka, Myanmar, Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha, Malaysia, die Philippinen und Indonesien bis nach Papua-Neuguinea und Nordaustralien. Die Art lebt vorrangig in brackigen Mangroven-Ästuaren und Flussmündungen, bewohnt aber auch Süßwasserflüsse, Seen und Teiche. Bevorzugt werden schattige Stellen mit dichter überhängender Vegetation.