
Harnischwelse
Königstiger-Harnischwels (L 333)
Hypancistrus seideli
- Endgröße: bis 15 cm
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 5,8-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Paarweise halten, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Hypancistrus seideli (L 66), im Handel als König Tiger geführt, ist ein Harnischwels aus dem Rio Xingu in Brasilien. Die Art wurde 2025 wissenschaftlich beschrieben. Zu ihr gehören auch die Xingu-Formen L 236, L 287, L 333, L 399 und L 400, die sich in Zeichnung und Körperform unterscheiden. Aus demselben Fluss stammen die verwandten Arten Hypancistrus zebra (L 046) und Hypancistrus yudja (L 174).

15 cm (TL)Endgröße
10-15 JahreLebenserwartung
26-30 °CTemperatur
5,8-7,5pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Der Körperbau ist typisch für Harnischwelse: abgeflachter Bauchbereich, saugnapfartige Maulpartie, kräftige Knochenplatten und robuste, stachelige Körperoberfläche. L 66 zeigt schwarze Wurmlinien auf weißer bis gelblicher Grundfarbe und gebänderte Flossen. Die Art erreicht etwa 15 cm Gesamtlänge. Im Aquarium zeigen Hypancistrus-Arten zurückhaltendes, vorwiegend nachtaktives Verhalten. Tagsüber halten sich die Tiere in Höhlen, Spalten und unter Holz auf. Männchen besetzen Höhlen, bewachen das Gelege und verteidigen diese aktiv. Besonders markant sind die Odontoden (zahnähnliche Hautstrukturen), die bei Männchen deutlich stärker ausgebildet sind. Hypancistrus sind im Gegensatz zu vielen anderen Harnischwelsen keine Aufwuchs- oder Algenfresser. Die Gattung ernährt sich überwiegend von tierischer Kost und benötigt eine proteinreiche Ernährung. Ein hoher Sauerstoffbedarf ist gattungstypisch: starke Strömung und gute Durchlüftung sind nicht optional, sondern essenziell.
Wasserwerte: Temperatur 26-30 °C (Mindestwert 26 °C, kühleres Wasser führt zu Krankheitsanfälligkeit), pH 5,8-7,5, GH 2-15 dGH. Beckengröße: Mindestens 100 cm Kantenlänge (ab 160 Liter) für ein Paar. Einrichtung: Zahlreiche Höhlen, Röhren, Keramik- oder Natursteinhöhlen, verwurzelte Hölzer und dichte Felsaufbauten. Feinsandiger bis feinkiesiger Bodengrund. Pro Tier mindestens eine Höhle. Strömung: Stark, mindestens 6-facher Beckeninhalt pro Stunde. Gute Belüftung und hoher Sauerstoffgehalt sind essenziell. Beleuchtung: Zurückhaltend, mit schattenspendenden Bereichen. Hypancistrus sind anspruchsvolle Welse für erfahrene Aquarianer, die stabile Wasserqualität, starke Strömung und viele Höhlen bieten können.
Hypancistrus werden am besten als Paar oder in einer kleinen Gruppe (1 Männchen, 2-3 Weibchen) gehalten, wobei die Anzahl der Höhlen die Anzahl der Tiere übersteigen sollte. Männchen zeigen untereinander Territorialverhalten, besonders in der Nähe von Höhlen. Gegenüber nicht-territorialen, ruhigen Beifischen sind Hypancistrus friedlich. Für die Vergesellschaftung eignen sich südamerikanische Arten wie ruhige Salmler und kleine Buntbarsche (z. B. Apistogramma). Panzerwelse (Corydoras) sind als Mitbewohner gut geeignet. Keine anderen Höhlenbewohner mit starkem Territorialverhalten (z. B. Ancistrus) in unmittelbarer Nähe halten. Schnecken werden toleriert; Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen werden meist akzeptiert.
Hypancistrus sind überwiegend fleischfressend mit omnivorer Tendenz. Geeignet sind sinkende Pellets oder Wafers für fleischfressende Welse, Artemia, Mysis, Cyclops, Mückenlarven und fein gehackte Garnelen. Pflanzliche Ergänzung (blanchierte Zucchini, Spirulina-Tabs) als Beilage, nicht als Hauptfutter. Abendliche Fütterung passend zur Nachtaktivität.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter. Zuchtschwierigkeit: schwer. Das Männchen besetzt eine Höhle, lockt das Weibchen hinein und bewacht nach der Ablage das Gelege sowie die Larven. Typische Gelegegröße: 7-15 Eier, Schlupf nach ca. 7 Tagen. Für die Zucht werden 28-30 °C empfohlen. Passend dimensionierte Höhlen (knapp größer als das Männchen) sind entscheidend. Hybridisierung mit anderen Hypancistrus-Arten muss vermieden werden.
Zuchtwasser: 28 bis 30 °C
Hypancistrus seideli lebt im unteren Rio Xingu im Bundesstaat Pará, Brasilien, vom unteren Ende der Volta Grande do Xingu bis zur Mündungsbucht. Die Art besiedelt Felsgrund von Granitblöcken bis Sandstein, in starker Strömung ebenso wie im ruhig fließenden Wasser der Mündungsbucht, in Tiefen von unter 1 m bis 40 m. Höhlen und Spalten zwischen den Steinen nutzt sie als Revier- und Laichplätze.
Männchen besitzen einen breiteren, längeren Kopf sowie ausgeprägtere und längere Odontoden an den Brustflossenstrahlen, Wangen und am hinteren Körper. Die Körperform der Männchen erscheint schlanker, während Weibchen gedrungener wirken und einen runderen Bauch aufweisen. Bei manchen Männchen sind die ersten Schwanzflossenstrahlen zu einem kleinen Filament verlängert.
Hypancistrus benötigen 26-30 °C, pH 5,8-7,5 und GH 2-15 dGH. Temperaturen unter 26 °C führen zu Krankheitsanfälligkeit und Inaktivität.
Ja, mit friedlichen südamerikanischen Arten wie ruhigen Salmlern und kleinen Buntbarschen (z. B. Apistogramma). Keine anderen Hypancistrus-Arten zusammen halten (Hybridisierungsgefahr).
Nein. Hypancistrus sind überwiegend fleischfressend und keine Aufwuchs- oder Algenfresser. Sie benötigen proteinreiche Ernährung mit tierischer Kost.
Hypancistrus sind Höhlenbrüter. Das Männchen bewacht das Gelege von 7-15 Eiern. Für die Zucht werden 28-30 °C, passende Höhlen und hohe Wasserqualität benötigt.
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