
Flossensauger
Sattelfleck-Prachtflossensauger
Homaloptera parclitella
- Endgröße: 8 cm SL
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 20-24 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Balitoridae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Rötliche Geckoschmerle (Homaloptera confuzona) ist ein gestreckter Flossensauger aus der Familie Balitoridae, den Kottelat im Jahr 2000 beschrieben hat.

5 JahreLebenserwartung
20-25 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
1-12 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Der Körper ist gelblich bis rötlich braun und trägt bis zu 4 unregelmäßige, unvollständige oder auch fehlende dunkle Binden, die breiteste liegt als grob dreieckiger Sattel (dunkler Fleck, der sich wie ein Sattel über den Rücken legt) entlang der Rückenflossenbasis. Vom Schnauzenende läuft ein auffälliger dunkler Streifen durch das Auge bis in den Nacken, ein zweiter zieht vom Auge zur Kehle, die letzte Binde geht in einen dunklen Fleck auf Schwanzflossenbasis und unterem Schwanzflossenlappen über. Am Grund halten sich die Tiere mit Unculi (verhornten Fortsätzen) an den Rändern der Brust- und Bauchflossen. Sehr ähnlich sind H. orthogoniata mit 3 und H. parclitella mit 2 Sätteln, die bei beiden Arten breiter, regelmäßiger und klarer begrenzt sind und meist in die untere Körperhälfte reichen, sicher trennen lassen sich die Arten über die Form der Schuppenkiele (erhabene Leisten auf den Schuppen). Die Art stammt aus dem Mekong-Becken unterhalb der Khone-Fälle in Laos und Kambodscha und aus kleinen Küstenflüssen im Südosten Thailands. Sie eignet sich für erfahrene Aquarianer, die ein eingefahrenes, stark durchströmtes und sauerstoffreiches Becken bei eher kühlen Temperaturen dauerhaft bieten können.
Für die Haltung eignen sich nach den beiden Artprofilen 20-25 °C, pH 6,0-7,5 und eine Gesamthärte von 1-12 °dGH. Die beiden Artprofile weichen dabei leicht voneinander ab: Das eine nennt 20-25,5 °C, pH 6,0-7,5 und 1-15 °dGH, das andere von Martin Thoene 21-25,5 °C, pH 6,5-7,5 und höchstens 12 °dH. Wärmer sollte es möglichst nicht werden, weil warmes Wasser weniger Sauerstoff löst und Flossensauger nach Thoene mit durchschnittlichen Sauerstoffwerten schlecht zurechtkommen. Für die dauerhafte Pflege wird eine Grundfläche von mindestens 120 x 30 cm genannt. Für eine Gruppe von mindestens 6 Tieren empfiehlt sich deshalb ein Becken ab 120 cm Kantenlänge und 240 Litern. Entscheidend sind sauberes, sauerstoffreiches Wasser und kräftige Strömung: Der Filter sollte überdimensioniert sein und das Beckenvolumen möglichst 10- bis 15-mal pro Stunde umwälzen, zusätzliche Strömungspumpen oder Ausströmer helfen dabei. Als Boden eignen sich Kies, Sand oder eine Mischung aus beidem, darauf kommt eine Lage wassergerundeter Steine und Kiesel in verschiedenen Größen, dazu viele Verstecke zwischen Steinen. Wurzeln und Äste sind ebenfalls möglich. Die Beleuchtung sollte hell sein, damit Algen und Aufwuchs (Bewuchs aus Algen und Kleinstlebewesen) wachsen. Pflanzen sind nicht nötig, weil sie am Naturstandort kaum vorkommen. Für starke Strömung eignen sich Microsorum und Anubias, die auf Steinen oder Holz wachsen, auch Crinum wird genannt. Auf den Anubias-Blättern ruhen die Tiere gern. Aufwuchs darf außer an der Frontscheibe überall stehen bleiben. Regelmäßige Teilwasserwechsel sind Pflicht. Die Art braucht stabile Wasserwerte und darf nur in ein biologisch eingefahrenes Becken. Die Abdeckung muss dicht schließen, weil die Tiere springen und an Glas hochklettern. Thoene berichtet, dass die Art den Transport schlecht übersteht und sich nur mit einiger Mühe eingewöhnen lässt. Importtiere sind oft abgemagert, stark geschwächte Fische brauchen anfangs ständig geeignetes Futter und ein Becken ohne Nahrungskonkurrenten. Für die nahe verwandten Arten H. parclitella und H. ogilviei rät Frank Schäfer zu keimarmem Wasser mit Huminstoffen aus Torf, Erlenzäpfchen oder Laub, weil die Tiere sonst sehr empfänglich für Parasiten sind. Für H. confuzona selbst empfiehlt Martin Thoene, die Schwarzwasserbedingungen (weiches, durch Huminstoffe bräunlich gefärbtes Wasser) der Fundorte im Becken nachzubilden, Huminstoffe nennt er dabei nicht ausdrücklich.
H. confuzona ist nicht aggressiv. In der Natur lebt die Art in Ansammlungen, deshalb sollten mindestens 6 Tiere zusammen gehalten werden. Einzeln oder in kleinerer Zahl zeigen sich die Fische weniger. Zu bestimmten Tageszeiten stellen sich die Tiere einer Gruppe oft dicht nebeneinander mit dem Kopf gegen die Strömung. Für die Gattung beschreibt Martin Thoene, dass die Tiere gern einen festen Stein oder Platz im Becken beziehen und ihn gegen Artgenossen und ähnliche Arten verteidigen, ganz andere Arten aber nicht beachten. Sobald sie Futter riechen, jagen die Fische hektisch durchs Becken und stoßen dabei kleinere Mitbewohner zur Seite. Die Ansprüche an das Becken schränken die Auswahl der Mitbewohner ein. Infrage kommen Fische aus ähnlichen Lebensräumen, etwa Barilius, Discherodontus, Garra, Devario und einige Rasbora, Grundeln der Gattungen Rhinogobius, Sicyopterus und Stiphodon sowie Welse der Gattungen Glyptothorax, Akysis und Oreoglanis. Viele Nemacheilidae und die meisten Balitoridae passen ebenfalls, mit letzteren kann es aber harmlose Rangeleien geben, das muss je Art geprüft werden. Zu Garnelen und Schnecken im Aquarium machen die ausgewerteten Quellen keine Aussage. Zu beachten ist, dass kleine Krebstiere zur natürlichen Nahrung der Gattung gehören.
Homaloptera-Arten sind spezialisierte Weidegänger, die Biofilm (Belag aus Algen und Kleinstlebewesen) abweiden und daneben kleine Krebstiere, Insektenlarven und andere Wirbellose fressen. Im Aquarium wird sinkendes Trockenfutter teils angenommen. Die Angaben dazu gehen auseinander: Ein Artprofil nennt regelmäßige Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Daphnien, Artemia und Roten Mückenlarven als unverzichtbar, während Martin Thoene gute Flocken, Sinkpellets, Algentabletten sowie aufgetaute Rote Mückenlarven und Mysis aufzählt. Sehr vorteilhaft sind Steine und andere feste Flächen mit Algen und Aufwuchs. Abgemagerte Importtiere lassen sich nur schwer wieder aufpäppeln und brauchen ständig leicht erreichbares Futter ohne Konkurrenz.
Zur Nachzucht im Aquarium liegen in den ausgewerteten Quellen keine Berichte vor. Vermutet wird, dass die Art in der Natur saisonal laicht. Zuchtwasserwerte, Laichverhalten und Eizahlen sind nicht belegt.
H. confuzona lebt im Einzugsgebiet des Mekong unterhalb der Khone-Fälle in Laos und Kambodscha sowie in kleinen Küstenflüssen im Südosten Thailands. Der Typusfundort (Fundort des beschriebenen Typusexemplars) ist der Khlong Fit bei Ban Kraduk Chang in der thailändischen Provinz Trat. Die Art bewohnt schnell fließende Bäche und Oberläufe, oft Stromschnellen und Fließstrecken, vermutlich bevorzugt in flacheren Bereichen. Der Grund besteht meist aus Kies, Steinen, Felsblöcken oder Fels mit dichtem Biofilm. Wasserpflanzen kommen nur vereinzelt vor, die Ufervegetation ist meist gut entwickelt, oft liegen die Bäche in Waldgebieten. Das Wasser wird in einem Artprofil als klar und sauerstoffgesättigt beschrieben, Martin Thoene nennt dagegen Fangberichte, die an vielen Stellen Schwarzwasser (weiches, durch Huminstoffe bräunlich gefärbtes Wasser) beschreiben. Am Fundort gemessene Wasserwerte liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Die IUCN führt die Art seit der Bewertung von 2011 als ungenügend bekannt (Data Deficient).
Geschlechtsreife Weibchen sind meist etwas größer und deutlich fülliger als Männchen, am besten zu sehen bei gesunden, gut gefütterten Tieren. Weitere Unterschiede nennen die ausgewerteten Quellen nicht.
Eine belegte Gesamtlänge liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor. FishBase nennt 6,8 cm Standardlänge (Länge ohne Schwanzflosse), ein Artprofil bis 8,5 cm Standardlänge. Eine weitere Quelle gibt 3 Zoll (rund 7,5 cm) an, ohne die Messart zu nennen.
Geeignet sind nach den beiden Artprofilen 20-25 °C, pH 6,0-7,5 und 1-12 °dGH. Wichtig sind vor allem sauberes, sauerstoffreiches Wasser und starke Strömung. Wärmer sollte es möglichst nicht werden.
Empfohlen wird ein Becken ab 120 cm Kantenlänge und 240 Litern, in dem auch eine Gruppe ab 6 Tieren Platz findet. Es muss eingefahren sein, stark durchströmt werden und eine dicht schließende Abdeckung haben.
Geeignet sind Fische aus ähnlichen Lebensräumen, etwa Devario, Barilius und einige Rasbora, strömungsliebende Grundeln wie Rhinogobius und Stiphodon, kleine Welse wie Glyptothorax und Akysis sowie viele andere Flossensauger und Schmerlen. Beim Füttern stoßen die Tiere kleinere Mitbewohner zur Seite.
In der Natur weidet sie Biofilm ab und frisst kleine Krebstiere und Insektenlarven. Im Aquarium eignen sich Lebend- und Frostfutter wie Daphnien, Artemia und Rote Mückenlarven, dazu sinkendes Trockenfutter und bewachsene Steine.
H. confuzona hat bis zu 4 unregelmäßige Binden, die oft auf die obere Körperhälfte beschränkt sind. H. orthogoniata hat 3, H. parclitella 2 breitere und regelmäßigere Sättel. Sicher wird die Bestimmung erst über die Form der Schuppenkiele: Bei H. confuzona sind sie gerundet und sitzen am hinteren Schuppenrand, bei H. orthogoniata und H. parclitella steht ein breiter Mittelkiel zwischen zwei kleineren.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















