
Flossensauger
Marmor-Prachtflossensauger
Sewellia marmorata
- Endgröße: bis 8 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 18-24 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Balitoridae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Sewellia lineolata (Prachtflossensauger) ist eine der bekanntesten Schmerlenarten aus der Gruppe der Hillstream-Loaches (Gastromyzontidae). Der Körper ist stark abgeflacht, breit und dorsoventral komprimiert.

bis 7 cmEndgröße
6-10 JahreLebenserwartung
20-24 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
1-10 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Brust- und Bauchflossen sind zu breiten, flügelähnlichen Strukturen vergrößert, die gemeinsam mit den Haftstrukturen an den Rändern der paarigen Flossen einen Haftapparat bilden, der ein sicheres Haften selbst auf glatten Steinen bei reißender Strömung ermöglicht. Das Farbmuster ist einprägsam: Auf gelblich-braunem Grundton verlaufen drei bis fünf kräftige, dunkelbraune Längsstreifen entlang der Flanken, ergänzt durch ein feines, netzartiges (retikuliertes) Muster aus dunklen Linien und Flecken auf Kopf, Rücken und Flossen. Erwachsene Tiere erreichen etwa 6,5-7 cm TL. S. lineolata ist endemisch in Zentralvietnam (Küstenflüsse: Huong, Thu Bon, Tra Khuc, Ve, An Lao) und kein Mekong-Bewohner. Die Art gilt als IUCN-gefährdet (Vulnerable), Bestände sind durch Übernutzung und Habitatdegradation um mindestens 30 % zurückgegangen. Sewellia lineolata ist kein Tropenfisch. Die Art stammt aus kühleren, schnell fließenden Gebirgsbächen und verträgt dauerhaft warme Aquarien schlecht.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 20-24 °C, pH 6,0-7,5, GH 1-10 dGH. Der Temperaturbereich ist bewusst kühl: Sewellia lineolata stammt aus Gebirgsbächen und verträgt dauerhaft warme Aquarien schlecht. Beckengröße: Mindestens 200 Liter, idealerweise ein breites, flaches Becken (mindestens 100 cm Länge). Strömung: Starke Umwälzung absolut notwendig. Mindestens 10-facher Beckeninhalt pro Stunde. Ohne Strömung und hohe Sauerstoffsättigung zeigen die Tiere Stresssymptome. Einrichtung: Viele große, glatte Kieselsteine als Aufwuchsflächen und Revierinseln. Sand- und Kiespartien als Bodengrund. Pflanzen spielen eine untergeordnete Rolle. Wasserqualität: Empfindlich gegenüber Nitrit und Nitrat. Regelmäßige Wasserwechsel unerlässlich.
Sewellia lineolata ist gegenüber anders aussehenden Arten weitgehend friedlich. Innerhalb der eigenen Art verteidigen Männchen manchmal flache Steine und zeigen dabei ein Imponierverhalten und gelegentlich Bauch-an-Bauch-Auseinandersetzungen. Gruppenhaltung notwendig. Mindestens 6 Tiere, damit natürliche Hierarchien entstehen. Einzeltiere oder Paare zeigen gestresstes Verhalten. Adulte Garnelen (Neocaridina, Amano) sind in der Regel sicher, Junggarnelen können gefährdet sein. Schnecken sind unproblematisch. Geeignete Beifische: Kleine Danio- und Devario-Arten, Tanichthys, Rasbora, rheophile Grundeln (Rhinogobius, Stiphodon), andere Hillstream-Loaches.
Sewellia lineolata ist ein omnivor ausgerichteter Aufwuchsfresser. Hauptnahrung: Biofilm und Algen auf Steinflächen. Im Aquarium: Aufwuchs auf Steinen aktiv fördern (gut beleuchtet), Spirulina-Tabs, sinkende Algentabletten, blanchierte Gurkenscheiben. Tierische Ergänzung: Frostfutter (Artemia, Mückenlarven, Daphnien, Cyclops) 2-3x pro Woche. Ohne ausreichend Aufwuchsflächen magern die Tiere ab.
Fortpflanzungstyp: Freilaicher ohne Brutpflege. Zuchtschwierigkeit: Mittel (leichteste Hillstream-Art). Sewellia lineolata gehört zu den am ehesten züchtbaren Hillstream-Loaches. Erste Zuchterfolge oft als zufälliger Fund von Jungfischen. Gezielte Zucht möglich: Gruppe von mindestens 6 Tieren, Temperatur auf 20-21 °C absenken, Strömung erhöhen, Konditionierung mit Frostfutter. Substrat: Kieselsteinpacker (2-4 cm Körnung) als Rückzugsraum für Eier und Jungfische. Paarung mit ineinandergehakten Brustflossen im freien Wasser. Jungfische können im Elternbecken aufwachsen, da keine Brut gefressen wird.
Sewellia lineolata ist endemisch in Zentralvietnam, beschränkt auf vier Fluss-Einzugsgebiete der zentralvietnamesischen Küste: Huong (Thua Thien-Hue), Thu Bon (Quang Nam), Tra Khuc und Ve (Quang Ngai) sowie An Lao (Binh Dinh). Die Art ist kein Mekong-Bewohner. Das Habitat sind flache, stark strömende, hochoxygenierte Gebirgsbäche mit Fels, Kies und Sand als Substrat. Aquatische Vegetation fehlt weitgehend.
Männchen erkennbar an tuberkelartiger Schnauze und charakteristischen Reihen erhöhter Gewebewülste (Fences) auf den Brustflossen. Dominante Männchen entwickeln eine kräftige gelbgoldene Körperfarbe in großflächiger Zeichnung. Weibchen sind insgesamt breiter und fülliger im Körper, besonders bei Laichreife.
Temperatur 20-24 °C (kein Tropenfisch!), pH 6,0-7,5, GH 1-10 dGH. Starke Strömung (mindestens 10x Beckeninhalt/h) ist notwendig.
Mindestens 200 Liter, idealerweise breites, flaches Becken ab 100 cm Länge. Viele glatte Steine als Einrichtung. Mindestens 6 Tiere als Gruppe.
Omnivor ausgerichteter Aufwuchsfresser: Biofilm und Algen auf Steinen (aktiv fördern!), Spirulina-Tabs, Algentabletten. Ergänzend Frostfutter (Artemia, Mückenlarven) 2-3x pro Woche.
Ja, Sewellia lineolata gilt als die am ehesten züchtbare Hillstream-Art. Freilaicher ohne Brutpflege. Temperatur auf 20-24 °C absenken, starke Strömung, grober Kies, in dessen Zwischenräumen die frei abgegebenen Eier reifen.
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