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Zierfische, Familie Balitoridae

Gecko-Plattschmerle Homalopteroides smithi

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Gecko-Plattschmerle (Homalopteroides smithi), im Handel oft noch als Homaloptera smithi geführt, ist ein abgeflachter Flossensauger aus der Familie Balitoridae, den Hora 1932 beschrieben hat.

  • Schwierigkeit: Mittelschwer
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • 9,8 cmEndgröße

  • 20-25 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 1-12 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Der Körper ist braun gemustert und trägt auf dem Rücken 6 Sättel (Flecken, die sich wie ein Sattel über den Rücken legen), die Schwanzflosse zeigt 3-4 dunkle Binden, bei manchen Tieren ist der untere Lappen durchgehend dunkel. Die Brustflossen sind länger als der Kopf und reichen deutlich über den Ansatz der Bauchflossen hinaus. Am Grund halten sich die Tiere mit Unculi (verhornten Fortsätzen) an den Rändern der Brust- und Bauchflossen. Von Homaloptera trennen die Gattung unter anderem je zwei dünne, weit auseinanderstehende Barteln an der Schnauze beiderseits des Mauls und dünne, sichelförmige Lippen. Als ähnliche Art gilt Homalopteroides tweediei, deren Brustflossen kürzer als der Kopf sind, von H. modestus trennt die Gecko-Plattschmerle ein Achsellappen (kleiner Hautlappen) am Ansatz der Bauchflosse. Die Art lebt in schnell fließenden Bächen im Mekong- und Chao-Phraya-Becken und auf der Malaiischen Halbinsel und eignet sich für erfahrene Aquarianer, die ein eingefahrenes, stark durchströmtes Becken bieten und regelmäßig Lebend- oder Frostfutter reichen können.

Haltung und Pflege

Für die Haltung eignen sich 20-25 °C, pH 6,0-7,5 und eine Gesamthärte von 1-12 °dGH. Als Mindestgrundfläche werden 60 x 30 cm genannt, dieser Wert bezieht sich auf 6 cm Standardlänge (Länge ohne Schwanzflosse). Weil mindestens 6 Tiere gehalten werden sollen, kräftige Strömung nötig ist und FishBase bis 9,8 cm Gesamtlänge nennt, empfiehlt sich ein Becken ab 80 cm Kantenlänge und 112 Litern. Am wichtigsten ist sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit kräftiger Strömung. Der Filter sollte überdimensioniert sein und das Beckenvolumen möglichst 10- bis 15-mal pro Stunde umwälzen, zusätzliche Strömungspumpen oder Ausströmer helfen dabei. Als Boden eignen sich Kies, Sand oder eine Mischung aus beidem, darauf kommt eine Lage wassergerundeter Steine und Kiesel in verschiedenen Größen. Flache Steine dienen als Ruheplätze. Die etwas scheuen Tiere brauchen viele Verstecke, geeignet sind Wurzeln, Äste, Höhlen, breitblättrige Pflanzen und an die Scheibe gelehnte Schieferplatten. Als Pflanzen kommen anpassungsfähige Gattungen wie Microsorum, Crinum und Anubias infrage, auf den Anubias-Blättern ruhen die Tiere gern. Die Art braucht stabile Wasserwerte und darf nur in ein biologisch eingefahrenes Becken. Importtiere sind oft abgemagert, was sich nur schwer wieder ausgleichen lässt. Stark geschwächte Tiere brauchen anfangs ständig leicht erreichbares, geeignetes Futter und ein Becken ohne Nahrungskonkurrenten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Die Gecko-Plattschmerle ist friedlich und etwas scheu. In der Natur lebt sie in Ansammlungen, deshalb sollten mindestens 6 Tiere zusammen gehalten werden, in kleineren Gruppen zeigen sie sich weniger. Die Tiere schwimmen kaum frei, sondern kriechen und hüpfen über Steine und andere Flächen. Ihre besonderen Ansprüche begrenzen die Auswahl der Beifische. Infrage kommen Arten aus ähnlichen Lebensräumen, etwa Garra, manche Rasbora, Grundeln der Gattungen Rhinogobius, Sicyopterus und Stiphodon sowie Welse der Gattungen Glyptothorax und Akysis. Auch viele Schmerlen aus der Familie Nemacheilidae und die meisten Balitoridae passen, wobei es vor allem mit Letzteren zu harmlosen Rangeleien kommen kann. Lebhafte, draufgängerische Mitbewohner sind ungeeignet, weil sie der Art das Futter wegfressen. Becken, in denen sich andere Flossensauger vermehren, sind ebenfalls ungünstig, weil die Art deren Jungfische fressen kann. Da kleine Krebstiere zur Nahrung der Gattung gehören, ist bei jungen Garnelen mit Verlusten zu rechnen.

Ernährung

Homalopteroides-Arten sind spezialisierte Mikroräuber (Jäger sehr kleiner Beutetiere), die kleine Krebstiere, Insektenlarven und andere Wirbellose fressen. In der Natur frisst die Art Wasserinsektenlarven, vor allem Libellenlarven. Im Aquarium sind regelmäßige Gaben von lebendem oder gefrorenem Futter wie Daphnien, Artemia und Roten Mückenlarven unverzichtbar, Rote Mückenlarven und Artemia werden bevorzugt. Sinkendes Trockenfutter nehmen manche Tiere an, die meisten Fertigfutter werden aber nicht beachtet. Die Tiere weiden Steine kaum ab und dürfen deshalb nicht als Aufwuchsfresser gehalten werden. Sie pirschen sich an die Beute an und stoßen dann schnell zu. Darauf achten, dass sie bei der Fütterung genug abbekommen.

Zucht

In den ausgewerteten Quellen ist keine Nachzucht im Aquarium dokumentiert. Weibchen können zwar Laich ansetzen, aber Berichte über ein Ablaichen liegen dort nicht vor. In der Natur laicht die Art vermutlich saisonal.

Natürlicher Lebensraum

Die Art wurde aus dem Tadi-Bach und dem Klong Pong bei Ban Kiriwong in der Provinz Nakhon Si Thammarat im Süden Thailands beschrieben. Sie kommt im Mekong- und Chao-Phraya-Becken und auf der Malaiischen Halbinsel vor, gemeldet ist sie aus Thailand, Laos, Kambodscha und Malaysia. Rainboth bezeichnete sie 1996 als wahrscheinlich häufigste Art der Gattung im Mekong. Erwachsene Tiere leben in Bächen mit starkem Gefälle über schnell überströmtem Fels, in Geröllstrecken und Stromschnellen. Jungtiere halten sich in langsameren Abschnitten mit Kies und freiliegenden Baumwurzeln auf. Das Wasser ist klar und sauerstoffgesättigt, der Grund besteht aus Kies, Steinen, Felsbrocken oder Fels mit dichtem Biofilm (Belag aus Algen und anderen Kleinstlebewesen). Wasserpflanzen wachsen dort nur gelegentlich, die Ufer sind meist gut bewachsen.

Geschlechtsunterschiede

Geschlechtsreife Weibchen sind meist etwas größer und fülliger als Männchen. Männchen bleiben schlanker, Weibchen werden mit der Reife breiter und entwickeln einen deutlich gewölbten Rücken.

Gut zu wissen

  • Im Handel läuft die Art oft noch unter dem alten Namen Homaloptera smithi, gültig ist heute Homalopteroides smithi
  • Nicht zu verwechseln mit Homaloptera ogilviei, die in der deutschen Fachliteratur Geckoschmerle heißt
  • Erkennungsmerkmale: 6 Sättel auf dem Rücken, 3-4 dunkle Binden auf der Schwanzflosse und Brustflossen, die länger als der Kopf sind
  • Haftorgan sind Unculi (verhornte Fortsätze) an den Rändern der Brust- und Bauchflossen
  • Kein Aufwuchsfresser: Die Tiere jagen Kleintiere, pirschen sich an und stoßen dann schnell zu
  • Importtiere sind oft abgemagert und brauchen anfangs ständig geeignetes Futter ohne Nahrungskonkurrenten
  • Lebt in der Natur in Ansammlungen, deshalb mindestens 6 Tiere halten

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird die Gecko-Plattschmerle?

FishBase nennt bis 9,8 cm Gesamtlänge, gemessen an Wildfängen aus Zentralthailand. Aquaristische Quellen geben deutlich kleinere Werte an: 6 cm Standardlänge (Länge ohne Schwanzflosse) und rund 6,4 cm.

Welche Wasserwerte braucht die Art?

Geeignet sind 20-25 °C, pH 6,0-7,5 und 1-12 °dGH. Wichtig sind außerdem sauberes, sauerstoffreiches Wasser, kräftige Strömung und stabile Werte.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Für eine Gruppe von mindestens 6 Tieren empfiehlt sich ein Becken ab 80 cm Kantenlänge und 112 Litern. Der Filter sollte das Beckenvolumen möglichst 10- bis 15-mal pro Stunde umwälzen.

Was frisst die Gecko-Plattschmerle?

Sie jagt Kleintiere und braucht regelmäßig lebendes oder gefrorenes Futter wie Daphnien, Artemia und Rote Mückenlarven. Die meisten Fertigfutter beachtet sie nicht, Steine weidet sie kaum ab.

Mit welchen Fischen lässt sie sich vergesellschaften?

Geeignet sind ruhige Arten aus ähnlichen Lebensräumen, etwa Rhinogobius, Stiphodon und andere Flossensauger. Lebhafte Futterkonkurrenten sind ungeeignet.

Lässt sich die Art im Aquarium nachziehen?

In den ausgewerteten Quellen ist keine Nachzucht im Aquarium dokumentiert. Weibchen können Laich ansetzen, Berichte über ein Ablaichen liegen dort aber nicht vor.

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Fragen und Erfahrungen

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