
Flossensauger
Zebrastreifen-Flossensauger
Pseudogastromyzon fangi
- Endgröße: bis 10 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 20-24 °C
- pH-Wert: pH 7-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Gastromyzontidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Hypergastromyzon sambas ist ein kleiner, stark abgeflachter Flossensauger aus der Familie Gastromyzontidae, den Tan 2021 neu beschrieben hat, das größte untersuchte Tier misst 33,9 mm Standardlänge (Länge ohne Schwanzflosse).

ab 54 lAquariengröße
Kopf und Rücken sind hellbraun bis gelbbraun mit dunkelbraunen Flecken, bis zu acht dunkelbraune Bänder laufen vom Rücken zur Körpermitte (in der Beschreibung dünn, auf der Lebendaufnahme des Autors breite Sättel), die Flanke trägt ein undeutliches Netzmuster, und die Schwanzflosse hat eine schwarze Basis und zwei dicke dunkelbraune Bänder. Manche Tiere sind zusätzlich am ganzen Körper fein schwarz gepunktet. Von Gastromyzon trennt die Gattung vor allem das kleine Maul, das nur etwa ein Drittel der Kopfbreite einnimmt. Von H. humilis und H. abditus unterscheiden die Art drei Merkmale: Die Brustflossen setzen unter dem Hinterrand des Auges an statt unter der Augenmitte, der Hautlappen über dem Bauchflossenansatz ist schwach dreilappig statt zweilappig, und die Unterlippe hat in der Mitte eine Kerbe. Bekannt ist die Art nur aus dem oberen Sambas-Becken im Westen Borneos, von 2006 bis 2011 kam sie als Beimischung in Importen von Gastromyzon aus Indonesien vor, und Charles König, von dem die Fotos dieser Seite stammen, führte seine Tiere früher als H. humilis. Nach den Angaben zur nah verwandten H. humilis eignet sie sich für Aquarianer, die ein eingefahrenes, stark durchströmtes und sauerstoffreiches Becken mit bewachsenen Steinen dauerhaft bieten können.
Für H. sambas liegen in den ausgewerteten Quellen keine Haltungswerte vor. Die folgenden Angaben stammen aus einem englischsprachigen Artprofil zur nah verwandten H. humilis aus dem Melawi-Gebiet und sind nicht an dieser Art gemessen. Empfohlen werden dort 20-24 °C, pH 6,0-7,5 und eine Gesamthärte von 2-12 °dGH, höhere Temperaturen werden vertragen, solange der Sauerstoffgehalt hoch bleibt. Für eine Gruppe nennt das Profil eine Grundfläche von 45 x 30 cm. Als Mindestgröße gelten hier unabhängig davon 60 cm Kantenlänge und 54 Liter. Entscheidend sind sauberes, sauerstoffreiches Wasser und kräftige Strömung: Der Filter sollte überdimensioniert sein, für die Umwälzung nennt das Profil das 10- bis 15-fache des Beckenvolumens pro Stunde, an anderer Stelle das 8- bis 12-fache. Zusätzliche Strömungspumpen oder Ausströmer helfen dabei. Als Boden eignen sich Kies, Sand oder eine Mischung aus beidem, darauf kommt eine Lage wassergerundeter Steine und Kiesel in verschiedenen Größen. Altes Holz ist möglich, neues gibt Gerbstoffe ab, die das Wasser färben und Licht schlucken. Die Beleuchtung sollte kräftig sein, damit Algen und Aufwuchs wachsen. Wasserpflanzen sind am Naturstandort selten, im Aquarium kommen robuste Gattungen wie Microsorum, Crinum und Anubias am besten zurecht. Aufwuchs darf außer an der Frontscheibe überall stehen bleiben, offene Filterschwämme werden ebenfalls abgeweidet. Regelmäßige Teilwasserwechsel sind Pflicht. Die Tiere brauchen stabile Wasserwerte und dürfen nur in ein biologisch eingefahrenes Becken. Die Abdeckung muss dicht schließen, weil sie an Glas hochklettern. Flossensauger dieser Familie kommen oft stark abgemagert in den Handel: Solche Fische brauchen anfangs ständig geeignetes Futter und ein Becken ohne Nahrungskonkurrenten.
Beobachtungen zu H. sambas im Aquarium liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor, die folgenden Angaben gelten der nah verwandten H. humilis. Die Tiere gelten als zart und sollten nicht mit aggressiven oder sehr dominanten Verwandten wie Beaufortia, Pseudogastromyzon oder Sewellia zusammenleben. Besser passen Gastromyzon, Sinogastromyzon, Protomyzon und Erromyzon sowie Flussgrundeln der Gattungen Stiphodon und Sicyopus. Bachschmerlen (Nemacheilidae) lässt man besser ganz weg. Für die oberen Wasserschichten eignen sich kleine Karpfenfische wie Microdevario, Tanichthys und kleinere Danio-Arten. Tiere der Gattung leben in der Natur in lockeren Ansammlungen, gehalten werden sollten sie in einer Gruppe. Weil sie nur gelegentlich als Beimischung in Importen vorkommen, kann es dauern, bis eine Gruppe beisammen ist. Eine Mindestzahl nennen die ausgewerteten Quellen nicht. Zu Garnelen und Schnecken machen sie ebenfalls keine Aussage.
Tiere der Gattung haben ein kleines Maul mit stark gebogenen Hornscheiden an den Kiefern. Ein Feldbericht aus dem Gebiet Bengkayang nennt den Aufwuchs auf Steinen (Biofilm) als Hauptnahrung der dortigen Flossensauger. Das Artprofil zur nah verwandten H. humilis geht ebenfalls von Bodenalgen mit den darin lebenden Kleinstorganismen aus, die von festen Oberflächen abgeschabt werden. Im Aquarium werden dort gutes Trockenfutter sowie Lebend- oder Frostfutter wie Rote Mückenlarven genannt, bei zu viel Eiweiß drohen allerdings innere Probleme. Gut geeignet ist selbst hergestelltes Gelatinefutter mit hohem Anteil an frischem Gemüse und Spirulina (Blaualgenpulver). Für die dauerhafte Haltung sind ein eingefahrenes Becken und viele algenbewachsene Steine am wichtigsten. Bevorzugt werden Kieselalgen und weiche Grünalgen, zähe Rotalgen wie Pinselalgen weniger. Reicht der Aufwuchs nicht, lassen sich in einem kleinen, hell beleuchteten Nebenbecken Steine bewachsen und im Wechsel einsetzen.
Zur Nachzucht im Aquarium liegen in den ausgewerteten Quellen keine Berichte vor, auch für die nah verwandte H. humilis ist die Fortpflanzung nicht dokumentiert. Belegt ist nur, dass laichreife Weibchen Eier von geschätzt 2 mm Durchmesser tragen, die durch die Bauchseite sichtbar sind. Zuchtwasserwerte liegen nicht vor.
H. sambas ist nur aus dem oberen Sambas-Becken in der indonesischen Provinz Kalimantan Barat (Westkalimantan) auf Borneo bekannt und dort nach Tan 2021 offenbar endemisch (kommt nur dort vor). Das Sambas-System ist ein kurzes Küstenflusssystem, das vom Pueh-Gebirge ins Südchinesische Meer entwässert. Die Tiere leben in den Oberläufen. Die Typusexemplare stammen aus dem Zierfischhandel mit der Herkunftsangabe Sambas-Becken, Gebiet Bengkayang. Für die Gattung beschreibt Tan schnell fließende Bergbäche mit sauerstoffreichem Wasser über Fels und Kies. Ein Feldbericht aus Bengkayang nennt für die Art reißende Abschnitte mit sehr hohem Sauerstoffgehalt, dort hält sie sich vor allem auf flachen Felsflächen auf, deren Färbung sie ähnelt. Die Flossensauger des Gebiets sitzen nach diesem Bericht an offenen, unbeschatteten Stellen, an denen Sonnenlicht bis zum Grund reicht und auf Kies und Fels reichlich Aufwuchs wächst. Im selben Biotop nennt der Bericht Gastromyzon viriosus. In den Importen, in denen H. sambas auftauchte, waren G. stellatus, G. ctenocephalus, G. cf. viriosus und gelegentlich G. ocellatus die eigentliche Handelsware. Am Fundort gemessene Wasserwerte liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor.
Die Genitalpapillen (kleine Höcker an der Geschlechtsöffnung) unterscheiden sich bei den Geschlechtern nicht. Männchen tragen auf den Strahlen der Brust- und Bauchflossen vergrößerte Tuberkel (kleine Hornhöcker), die auf dem körpernahen Teil des Strahls sitzen, also auf zwei Dritteln bis drei Vierteln seiner Länge, die größten nah am Körper. Bei laichreifen Weibchen sind die Eier durch die Bauchseite zu sehen, ihr Durchmesser wird auf etwa 2 mm geschätzt. Für die nah verwandte H. humilis wird außerdem die Form von Kopf und Körper in der Ansicht von oben oder unten genannt: Weibchen sind kräftiger gebaut, die Schnauze geht fast ohne Absatz in die Brustflossen über, Männchen sind schlanker, die Schnauze ist eckiger, und die Brustflossen setzen fast im rechten Winkel an. Für H. sambas ist das nicht eigens belegt.
Das größte in der Revision von Tan 2021 untersuchte Tier misst 33,9 mm Standardlänge (Länge ohne Schwanzflosse). Eine Angabe zur größten Gesamtlänge im Aquarium liegt nicht vor.
In den ausgewerteten Quellen liegen für H. sambas keine Werte vor. Für die nah verwandte H. humilis werden 20-24 °C, pH 6,0-7,5 und 2-12 °dGH genannt. Wichtig sind dort vor allem sehr sauberes, sauerstoffreiches Wasser und starke Strömung.
Für H. sambas nennen die ausgewerteten Quellen keine Beckengröße. Für die nah verwandte H. humilis gilt eine Grundfläche von 45 x 30 cm als ausreichend für eine Gruppe. Als Mindestgröße gelten hier unabhängig davon 60 cm Kantenlänge und 54 Liter. Das Becken sollte nach diesen Angaben eingefahren sein, stark durchströmt werden und eine dicht schließende Abdeckung haben.
Für die nah verwandte H. humilis werden Gastromyzon, Sinogastromyzon, Protomyzon und Erromyzon, Flussgrundeln wie Stiphodon und Sicyopus sowie kleine Karpfenfische wie Microdevario, Tanichthys und kleinere Danio-Arten empfohlen. Beaufortia, Pseudogastromyzon, Sewellia und Bachschmerlen passen nicht.
Ein Feldbericht nennt Aufwuchs von Steinen als Hauptnahrung der Flossensauger im Gebiet. Für die nah verwandte H. humilis werden im Aquarium zusätzlich gutes Trockenfutter, Lebend- oder Frostfutter wie Rote Mückenlarven und Gelatinefutter mit Gemüse und Spirulina genannt, zu viel Eiweiß kann innere Probleme verursachen.
In den ausgewerteten Quellen liegen keine Berichte über eine Nachzucht vor. Belegt sind nur laichreife Weibchen mit Eiern von geschätzt 2 mm Durchmesser.
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