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Zierfische, Familie Cyprinidae

Jae-Barbe Enteromius (Barbus) jae

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Enteromius jae hieß früher Barbus jae. Enteromius jae, die Jae-Barbe (auch als Rotblaue Zwergbarbe bekannt), ist ein sehr klein bleibender Vertreter der Familie Cyprinidae mit einer maximalen Totallänge von etwa 3,8 cm TL. Der Körperbau ist schlank bis leicht seitlich abgeflacht. Die Färbung zeigt eine überwiegend rote bis orangefarbene Grundfärbung mit dunklen vertikalen Streifen. Männchen entwickeln in Laichstimmung besonders intensive Farben.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • 3,8 cm TLEndgröße

  • 20-24 °CTemperatur

  • 5-6,5pH-Wert

  • 1-5 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium bevorzugt Enteromius jae die mittlere Wasserschicht und hält sich gerne zwischen Pflanzen und Wurzelstrukturen auf. Die Art ist scheu und zurückhaltend, besonders gegenüber deutlich größeren Mitbewohnern. In Gruppen von mindestens 8-10 Tieren zeigt sie natürliches, lebhaftes Schwimmverhalten. Enteromius jae stammt aus westafrikanischen und zentralafrikanischen Schwarzwasserhabitaten und benötigt weiches, saures Wasser.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20-24 °C, pH 5,0-6,5, GH 1-5 dGH. Weiches bis sehr weiches, saures Wasser ist erforderlich.

Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 54 L) für eine kleine Gruppe; ab 80-100 cm für 8-10+ Tiere empfohlen.

Einrichtung: Feines, dunkles Sandsubstrat mit Laub (Erlenzapfen, Seemandelbaumblätter) für natürliche Schwarzwasserbedingungen. Dichte Randbepflanzung und Schwimmpflanzen für gedämpftes Licht. Wurzeln und dichte Pflanzenbüsche als Rückzugsräume. Beleuchtung gedämpft.

Filterung: Gering bis moderat; natürlicher Lebensraum sind langsam fließende bis stehende Gewässer. Regelmäßige Teilwasserwechsel mit weichem, aufbereitetem Wasser.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Enteromius jae ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8-10 Tieren gehalten werden. Kleinere Gruppen führen zu erhöhtem Stress und Versteckverhalten. Männchen bilden eine klare Rangordnung untereinander aus. In ausreichend großen Gruppen mit visuellen Trennstrukturen ist das Verhalten insgesamt friedlich und lebhaft. Die Art ist scheu und zurückhaltend.

Beifische: Kleine, friedliche Fische aus derselben Bioregion (Westafrika, Zentralafrika) mit Vorliebe für weiches, saures Wasser. Keine großen, territorialen oder räuberischen Arten. Junggarnelen potenziell gefährdet; adulte Garnelen und Schnecken in der Regel sicher.

Ernährung

Enteromius jae ist ein Mikropredator. In der Natur ernährt sich die Art vorwiegend von Insektenlarven und kleinen Krebstieren. Im Aquarium: Lebend- und Frostfutter (Daphnien, Artemia, Cyclops, Mückenlarven) als Hauptnahrung. Trockenfutter (hochwertige Flocken und feine Granulate für kleine Maulöffnungen) wird akzeptiert. Abwechslungsreiche Ernährung mit hohem Tieranteil fördert Färbung und Laichbereitschaft. Mehrere kleine Portionen täglich.

Zucht

Enteromius jae ist ein Freilaicher (Eierstreuer) ohne Brutpflege. Die Zucht gilt als mittel-schwierig. Die Art zeigt saisonales Laichverhalten mit bevorzugten Laichperioden von März bis Juni sowie September bis November. Weiches, saures Wasser sowie gute Konditionierung der Elterntiere sind erforderlich. Separates Ablaichbecken mit feinem Bodengrund oder Javamoos empfohlen. Elterntiere fressen die Eier. Schlupf nach ca. 24-36 Stunden. Erstfutter: Infusorien, feinste Staubfuttermittel.

Natürlicher Lebensraum

Enteromius jae stammt aus Westafrika und Zentralafrika: Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun, Republik Kongo und Demokratische Republik Kongo. Die Art bewohnt langsam fließende, flache Regenwaldflüsse und -sümpfe mit dichter Ufervegetation und Laubstreu am Grund. Das Wasser ist typischerweise durch Tannine schwarzbraun gefärbt (Schwarzwasser), sehr weich und sauer. Gedämpftes Licht unter dem Regenwalddach, geringe Strömung und ein reichhaltiges Angebot an Kleinstlebewesen in der Laubstreu.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind farbintensiver mit kräftiger rot-orangefarbener Grundfärbung. Weibchen sind blasser gefärbt und fülliger gebaut, besonders zur Laichzeit.

Gut zu wissen

  • Sehr kleine Endgröße von 3,8 cm TL
  • Rot-orangefarbene Grundfärbung mit dunklen vertikalen Streifen
  • Mittlere Schwimmzone, bevorzugt Schwimmraum zwischen Pflanzen und Wurzeln
  • Mikropredator: ernährt sich vorwiegend von Insektenlarven und kleinen Krebstieren
  • Freilaicher (Eierstreuer) ohne elterliche Brutpflege
  • Saisonales Laichverhalten: bevorzugt März-Juni und September-November
  • Niedriges Sprungrisiko
  • Junggarnelen potenziell gefährdet; adulte Garnelen und Schnecken in der Regel sicher
  • Westafrikanische/zentralafrikanische Herkunft (Kamerun, Gabun, Kongobecken)

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Jae-Barbe?

Die Aquarium-Werte liegen bei 20-24 °C, pH 5,0-6,5 und GH 1-5 dGH. Weiches bis sehr weiches, saures Wasser ist erforderlich.

Kann man die Jae-Barbe vergesellschaften?

Am besten mit kleinen, friedlichen Fischen aus Westafrika oder Zentralafrika mit Vorliebe für weiches, saures Schwarzwasser. Keine großen, territorialen oder räuberischen Arten.

Kann man die Jae-Barbe im Aquarium züchten?

Die Art ist ein Freilaicher (Eierstreuer) ohne Brutpflege. Die Zucht gilt als mittel-schwierig. Saisonales Laichverhalten: März-Juni und September-November. Weiches, saures Wasser erforderlich.

Wie groß muss das Aquarium für die Jae-Barbe sein?

Mindestens 80 cm Kantenlänge und ca. 112 Liter. Für eine Gruppe von 8-10 Tieren sind 80-100 cm empfehlenswert.

Hinweis zu den Daten

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