
Harnischwelse
Grüner Panaque (L 191)
Panaque sp.
- Endgröße: bis 43 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Wassermelonenwels (L330), wissenschaftlich beschrieben als Panaque nigrolineatus laurafabianae (Ortega-Lara und Lujan 2020), wird bis zu 43 cm groß (430 mm SL) und ist ein kräftig gebauter, gepanzerter Harnischwels aus dem Rio-Guaviare-System in Kolumbien (Orinoco-Einzugsgebiet). Adulte Tiere entwickeln ein ausgeprägtes Punktmuster auf graugrünlichem bis bräunlichem Untergrund.

bis 43 cmEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Jungtiere zeigen noch Längsstreifen, die mit zunehmendem Alter zu einem Fleckenmuster übergehen. Dieses altersabhängige Farbmuster unterscheidet L330 von der Nominatform L190 (P. n. nigrolineatus), die ihr Streifenmuster lebenslang beibehält. Gattungstypisch sind die löffelförmigen Zähne zum intensiven Abraspeln von Holz.
Panaque nigrolineatus laurafabianae (L330) benötigt ein Aquarium ab 200 cm Kantenlänge (ab 1.080 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 24-28 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-15 °dGH. Dauerhaft mehrere große, weiche Tothölzer. Überdimensionierte Filterung. Wöchentliche Wasserwechsel von mindestens 25-30 %. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für Harnischwelse giftig.
Panaque nigrolineatus laurafabianae (L330) ist territorial, einzelgängerisch und ruhig. Haltung als Einzeltier oder Paarhaltung mit großem Rückzugsangebot in sehr großem Becken. Untereinander sehr territorial: nur ein Exemplar pro Becken, es sei denn ein Zuchtpaar in einer sehr großen Anlage mit separaten Revieren. Vergesellschaftung mit ruhigen, freischwimmenden südamerikanischen Arten bei ausreichend Raum möglich. Geeignet sind größere, friedliche Salmler und mittelgroße Buntbarsche. Corydoras prinzipiell verträglich. Bodenaktive, ähnlich große Welse oder Höhlenbewohner sind problematisch. Sehr kleine Garnelen gefährdet.
Xylophag: dauerhaft weiches Totholz als Hauptnahrung. Ergänzend Gemüse und pflanzliche Welstabletten. Proteinreiches Futter vermeiden.
Panaque nigrolineatus laurafabianae (L330) ist gattungstypisch ein Höhlenbrüter. Für L330 existieren nach aktuellem Kenntnisstand keine dokumentierten Zuchterfolge in der Fachliteratur. Als theoretische Auslöser für Laichstimmung werden Simulation der Regenzeit durch kühlere Wasserwechsel (Absenkung auf 24-25 °C), Leitwertsenkung und erhöhte Strömung sowie intensive Konditionierung mit frischem Gemüse und weichem Holz genannt. Für einen Zuchtversuch wäre ein Becken von deutlich mehr als 300 Litern erforderlich.
Panaque nigrolineatus laurafabianae (L330) stammt aus dem Rio-Guaviare-System in Kolumbien, das zum südwestlichen Orinoco-Einzugsgebiet gehört. Natürliche Gewässer sind strömungsreiche Flüsse und Bäche mit umfangreichem Totholz, verrottenden Baumstämmen und Wurzelzonen in der Uferzone. Das Substrat ist sandig bis feinkiesig. Die Tiere nutzen versunkene Stämme und Wurzelzonen als Nahrungsquelle und Ruheplatz.
Männchen zeigen stärkere Odontodenbildung (Hautzähne) an Kiemendeckeln und Brustflossen und wirken dadurch kantiger. Weibchen erscheinen von oben betrachtet fülliger im Rumpfbereich, besonders bei Laichansatz. Bei Jungtieren ist die Unterscheidung schwierig und wird erst bei adulten Tieren zuverlässig.
Nach Ortega-Lara und Lujan (2020) wird L 330 als Unterart Panaque nigrolineatus laurafabianae geführt.
Panaque nigrolineatus laurafabianae (L330) erreicht bis 43 cm TL. Die Art benötigt ein Becken ab 200 cm Kantenlänge und 1.080 Liter.
Temperatur 24-28 °C, pH 6,0-7,5, GH 2-15 °dGH. Überdimensionierte Filterung und dauerhaft weiches Totholz sind Pflicht.
Xylophag: Weiches Totholz als Hauptnahrung. Ohne Holz nicht haltbar. Ergänzend Gemüse und pflanzliche Welstabletten. Proteinreiches Futter vermeiden.
L330 (P. n. laurafabianae) entwickelt im Alter ein Punktmuster, L190 (P. n. nigrolineatus) behält sein Streifenmuster lebenslang. L330 stammt aus dem Guaviare-System (Kolumbien).
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