
Salmler
Rotschwanz-Bleistiftfisch
Nannostomus rubrocaudatus
- Endgröße: bis 4 cm
- Becken: ab 80 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
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Zierfische, Familie Loricariidae
Rhinotocinclus longirostris
Rhinotocinclus longirostris (bis 2022 Parotocinclus longirostris), der Langnase-Peppermint-Oto, erreicht nur ca. 2,7 cm Standardlänge und gehört damit zu den kleinsten Loricariiden überhaupt. Das markanteste Merkmal ist die lang ausgezogene Schnauze, die der Art ihren Namen gibt und sie auf den ersten Blick von verwandten Gattungen wie Otocinclus unterscheidbar macht.
bis 3 cmEndgröße
4 JahreLebenserwartung
26-29 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-8 dGHGesamthärte
ab 54 lBeckengröße
Auf dem Kopfrücken zeigt die Art ein Y-förmiges, helles Muster in Weiß oder Cremefarben. Die Grundfärbung ist braun bis gräulich mit feiner Musterung, die auf sandigen Substraten gute Tarnung bietet. Wie alle Loricariidae trägt die Art eine Knochenpanzerung. Im Unterschied zu Otocinclus besitzt Rhinotocinclus longirostris eine Fettflosse (Adiposaflosse), das wichtigste morphologische Unterscheidungsmerkmal. Der ventral positionierte Saugmund ist zum Abweiden von Biofilm und Aufwuchs spezialisiert. Im Aquarium zeigt die Art ruhiges Bodenfischverhalten: kontinuierliches Grasen an Oberflächen, Klettern an Scheiben, Wurzeln und Steinen. Das Verhalten ähnelt eher kleinen Ancistrus als freischwimmenden Otocinclus.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 26–29 °C, pH 6,0–7,5, GH 2–8 dGH (weiches Wasser bevorzugt, passend zur Amazonas-Herkunft). Beckengröße: Mindestens 60 cm Kantenlänge (ca. 54 Liter). Trotz der geringen Körpergröße benötigt die Art ausreichend Bodenfläche, Struktur und stabile Wasserqualität. Einrichtung: Feiner Sand oder feiner Kies als Bodengrund. Reichlich Totholz, Wurzeln und flache Steine als Ruhe- und Nahrungsflächen. Dichte Bepflanzung mit feinen Pflanzen und breitblättrigen Arten (Echinodorus, Anubias) als potenzielle Laichsubstrate. Moderate, naturnahe Strömung. Mittlere Beleuchtungsintensität zur Förderung von Aufwuchs. Holz ist als Nahrungsquelle wichtig für Aufwuchs und Biofilm. Kupfer-Warnung: Wie alle Loricariidae ist Rhinotocinclus longirostris kupferempfindlich. Kupferhaltige Medikamente und Dünger vermeiden. Rhinotocinclus longirostris ist eine selten verfügbare Spezialität für erfahrene Aquarianer, die ein naturnahes Amazonasbiotop mit stabilen, warmen und weichen Wasserbedingungen bieten können.
Rhinotocinclus longirostris ist friedlich und verträglich. Die Art zeigt kein ausgeprägtes Schwarmverhalten wie Otocinclus, eine Gruppe von 3–5 Tieren wird dennoch empfohlen, um Stress zu reduzieren. Das Temperament ist besonders friedlich. Während der Laichzeit können Männchen leichtes Revierverhalten zeigen. Schnecken werden toleriert. Bei Garnelen: adulte Tiere sind sicher, sehr kleine Junggarnelen könnten gefressen werden. Geeignete Beifische: Kleine, friedliche südamerikanische Salmler, Corydoras-Arten, kleine Apistogramma-Paare. Bei Apistogramma während der Laichperiode Vorsicht, da reviereifrige Weibchen kleine Loricariiden angreifen können.
Rhinotocinclus longirostris ist primär Aufwuchsfresser. Die Hauptnahrung besteht aus Biofilm, Kieselalgen, Mikroorganismen und feinen organischen Partikeln auf Hartsubstraten. Im Aquarium: Aufwuchs auf Holz, Steinen und Pflanzen fördern. Ergänzend Spirulina-Tabs, feine Algenplatten und gelegentlich proteinreiche Ergänzungen (Artemia-Nauplien, Cyclops). Futtergaben müssen fein genug sein, um vom Saugmund aufgenommen zu werden.
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher (wahrscheinlich), der haftende Eier auf Pflanzenblättern oder Hartsubstraten ablegt. Die Bezeichnung Höhlenbrüter ist für diese Art nicht belegt und wäre untypisch für Hypoptopomatinae. Zuchtstatus: Keine verifizierten Aquariumzuchtberichte bekannt. Alle Angaben sind Extrapolationen aus verwandten Arten. Geschätzte Zuchtwerte: Temperatur 26–28 °C, pH 6,0–7,0, GH maximal 5 dGH. Als Stimulus dient die Simulation der Regenzeit durch kühlere, weiche Wasserwechsel. Gelegegrößen von ca. 12 Eiern und Inkubationszeiten von 5–6 Tagen sind bei nahe verwandten Arten dokumentiert.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 6 bis 7, bis 5 dGH
Rhinotocinclus longirostris stammt aus dem Amazonasbecken, das Typusvorkommen liegt bei Rio Preto da Eva, Igarapé Tarumázinho bei Manaus, Bundesstaat Amazonas, Brasilien. Die besiedelten Igarapé-Strukturen sind typischerweise schwarzwasserartige, schwach saure bis neutrale, sehr weiche Gewässer mit organisch reichem Boden, dichter Ufervegetation und Totholz.
Bei Männchen sind vergrößerte Nasenlöcher, eine Urogenitalpapille und eine Hautfalte an der Bauchflosse beschrieben. Weibchen erscheinen während der Laichzeit praller und rundlicher. Ein ausgeprägter Größenunterschied ist nicht dokumentiert.
FishBase führt die Art noch unter dem alten Namen Parotocinclus longirostris.
Rhinotocinclus longirostris benötigt Temperaturen von 26–29 °C, pH 6,0–7,5 und weiches Wasser (GH 2–8 dGH). Die Art stammt aus warmen Amazonas-Igarapés.
Geeignet sind kleine, friedliche südamerikanische Arten: Salmler, Corydoras und kleine Apistogramma. Bei Apistogramma während der Laichzeit Vorsicht wegen Revierverhalten.
Verifizierte Zuchtberichte liegen nicht vor. Die Art ist wahrscheinlich ein Substratlaicher. Alle Zuchthinweise sind Extrapolationen aus verwandten Arten.
Primär Aufwuchsfresser: Biofilm, Kieselalgen und Mikroorganismen. Ergänzend Spirulina-Tabs, feine Algenplatten und gelegentlich Artemia-Nauplien. Ein gut eingefahrenes Becken mit reichlich Aufwuchs ist die wichtigste Nahrungsgrundlage.
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