
Salmler
Zwergziersalmler
Nannostomus marginatus
- Endgröße: bis 3,5 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 4-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Lebiasinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Nannostomus rubrocaudatus, der Rote Zwergziersalmler, im Handel auch Purpur-Zwergziersalmler genannt (dieser Name wird allerdings auch für Nannostomus mortenthaleri verwendet), ist ein kleiner Ziersalmler aus Peru. Er wird etwa 3 bis 3,5 cm lang, angegeben sind bis 3 cm Standardlänge (SL, ohne Schwanzflosse), die Belegtiere der Erstbeschreibung messen bis 2,6 cm SL.

bis 3,5 cmEndgröße
24-28 °CTemperatur
4-7pH-Wert
1-5 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Seit 2002 kam die Art als Nannostomus marginatus „Purple“ oder „Rot“ in den Handel und wird bis heute oft als Nannostomus sp. „Purple“ angeboten, wissenschaftlich beschrieben wurde sie 2009. Der Körper trägt drei kräftige dunkle Längsstreifen. Bei erwachsenen Männchen liegt zwischen allen drei Streifen ein rot-violettes Pigment, das in der hinteren Körperhälfte gleichmäßig purpurn wirkt, der vordere Teil der Rückenflosse ist rot. Eine Fettflosse fehlt. Weibchen sind fülliger und weit weniger farbig. Die Farbintensität schwankt stark mit der Stimmung, rangniedere Männchen können so blass werden wie Weibchen. Gegenüber anderen Arten ist der Fisch friedlich, Männchen tragen untereinander aber heftige Rivalenkämpfe aus: Die Art gilt als aggressiver als die meisten anderen Nannostomus-Arten und braucht deshalb Platz und eine Gruppe ab 10 Tieren. Im Becken hält sie sich vor allem in der mittleren und oberen Wasserschicht auf.
Wasserwerte: 24 bis 28 °C, pH 4,0 bis 7,0, Gesamthärte 1 bis 5 °dGH. Die Art braucht weiches Wasser und stabile Werte, sie sollte nie in ein frisch eingerichtetes Becken eingesetzt werden. Für eine gemischte Gruppe ist eine Grundfläche von mindestens 90 x 30 cm nötig, weil die Männchen einander heftig bekämpfen und unterlegene Tiere ausweichen können müssen. Als Handelsmaß entspricht das einem Becken ab 100 cm Kantenlänge (200 Liter). Ideal ist eine dichte Bepflanzung auf dunklem Bodengrund, dazu Schwimmpflanzen, Wurzelholz mit Ästen und trockenes Falllaub. So entstehen viele unterbrochene Sichtlinien, hinter die sich rangniedere Tiere zurückziehen können, und die Fische werden weniger schreckhaft. Das sich zersetzende Laub fördert Mikroorganismen, die Jungfischen als zusätzliche Nahrung dienen, die freigesetzten Gerbstoffe gelten als förderlich. Gefiltert wird schonend, ein luftbetriebener Schwammfilter reicht meist aus. Im Handel sind Wildfänge und Nachzuchten.
Nannostomus rubrocaudatus ist gegenüber anderen Arten friedlich, wegen seiner geringen Größe und seiner Scheu aber kein idealer Gesellschaftsfisch. Die Tiere leben gesellig, schwimmen aber eher locker verteilt als in einem geschlossenen Schwarm. Rivalisierende Männchen besetzen Reviere und liefern sich tagsüber regelmäßig Kämpfe. Die Art ist aggressiver als die meisten anderen Nannostomus-Arten, auf engem Raum kann es zu schweren Verletzungen bis hin zum Tod kommen. Deshalb sollten mindestens 10 Tiere gepflegt werden: In größeren Gruppen verteilt sich die Aggression, und die Fische werden mutiger und zeigen mehr natürliches Verhalten. Am besten hält man die Art allein oder zusammen mit kleinen, friedlichen Salmlern und kleinen Panzer- oder Harnischwelsen. Für Zwergbuntbarsche wie Apistogramma ist sie ein guter Beifisch, weil sie sich in der mittleren und oberen Wasserschicht aufhält und dem Nachwuchs nicht nachstellt. Zur Verträglichkeit mit Zwerggarnelen gibt es keine gesicherten Angaben.
Nannostomus rubrocaudatus ist ein Mikroprädator (Jäger kleinster Futtertiere), der sich in der Natur von winzigen Wirbellosen und anderem Zooplankton ernährt. Im Aquarium nimmt die Art Trockenfutter in passender Größe an, sollte aber täglich auch kleines Lebend- und Frostfutter bekommen, etwa Artemia-Nauplien, Moina und Grindalwürmer.
Die Nachzucht ist im Aquarium gelungen, aber selten. In einem dicht bepflanzten, eingefahrenen Becken tauchen manchmal ohne Zutun einzelne Jungfische auf. Für mehr Nachwuchs wird die Gruppe gemeinsam gut gefüttert, daneben stehen ein oder mehrere kleine Zuchtbehälter mit abgestandenem Wasser, die zu einem großen Teil mit feinen Wollmops (Laichmops aus Wollfäden) oder Javamoos gefüllt sind. Licht und Filter sind dort nicht nötig, ein kleiner luftbetriebener Schwammfilter ist möglich. In jeden Behälter kommen ein oder mehrere gut konditionierte Paare. Bei mehreren Paaren wird das Laichsubstrat so verteilt, dass getrennte Reviere entstehen, etwa je ein Mop an beiden Enden. Nach zwei bis drei Tagen werden die Elterntiere herausgefangen, ein bis zwei Tage später sind die ersten Jungfische zu sehen. Alternativ kontrolliert man die Mops täglich und lässt die Eier in einem eigenen Behälter schlüpfen. Erstfutter sind Pantoffeltierchen oder sehr feines Staubfutter (5 bis 50 Mikrometer), später Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Die Färbung der Erwachsenen entwickelt sich nach etwa acht Wochen. Gesicherte Zuchtwasserwerte liegen nicht vor.
Die Art stammt aus Peru (Departamento Loreto). Für den Export wird sie nach Angaben des Importeurs bei dem Dorf Saramirisa am Río Marañón (Oberlauf des Amazonas) zwischen den Zuflüssen Río Morona und Río Santiago gesammelt, mehrere hundert Kilometer von Iquitos entfernt im Vorland der Anden. Auch die Typusexemplare (Belegtiere der Erstbeschreibung) stammen aus einer solchen Exportsendung. Die Tiere leben dort zwischen dichtem Astwerk und müssen einzeln herausgesammelt werden, Massenfänge wie bei anderen Nannostomus-Arten sind nicht möglich. Genauere Angaben zum Lebensraum und zu den Wasserwerten am Fundort gibt es nicht. Verwandte Arten leben in langsam fließenden Zuflüssen, kleinen Flüssen und Sumpfgebieten mit dichtem Pflanzenwuchs, Totholz und Falllaub, solche Gewässer sind in der Höhenlage des Sammelorts aber selten.
Erwachsene Männchen sind schlanker und deutlich farbiger als Weibchen: Zwischen allen drei dunklen Längsstreifen liegt ein rot-violettes Pigment, der vordere Teil der Rückenflosse ist rot, die Bauchflossen sind am Ansatz rötlich. Weibchen werden nie so rot wie Männchen. Die Färbung schwankt aber stark mit der Stimmung, und rangniedere Männchen können so verblassen, dass sie wie Weibchen aussehen. Sicher erkennt man die Geschlechter an der Afterflosse: Bei Männchen ist sie umgebildet, der dritte bis sechste Flossenstrahl ist verdickt. Wie die meisten Nannostomus-Arten trägt die Art nachts ein anderes Farbkleid: Die ganze Färbung verblasst stark, die dunklen Längsstreifen verschwinden. Das ist ein fester Tagesrhythmus und kein Krankheitszeichen.
24 bis 28 °C, pH 4,0 bis 7,0 und eine Gesamthärte von 1 bis 5 °dGH. Die Art braucht weiches Wasser, stabile Werte und ein eingefahrenes Becken.
Für eine Gruppe ab 10 Tieren ab 100 cm Kantenlänge (200 Liter). Entscheidend ist eine Grundfläche von mindestens 90 x 30 cm, weil die Männchen einander heftig bekämpfen und unterlegene Tiere Platz zum Ausweichen brauchen.
Gegenüber anderen Arten ist die Art friedlich, aber scheu. Am besten pflegt man sie allein oder mit kleinen, friedlichen Salmlern und kleinen Panzer- oder Harnischwelsen. Für Zwergbuntbarsche wie Apistogramma ist sie ein guter Beifisch, weil sie in der mittleren und oberen Wasserschicht schwimmt und dem Nachwuchs nicht nachstellt.
Nannostomus mortenthaleri hat immer einen weißen Bauch, außerhalb der Laichzeit liegt sein Rot nur zwischen dem mittleren und dem oberen Längsstreifen. Bei Nannostomus rubrocaudatus ist das Rot in der hinteren Körperhälfte violetter und gleichmäßiger, und bei den Männchen ist der vordere Teil der Rückenflosse rot, ihre Spitze farblos.
Ja, aber es gelingt selten. Gut gefütterte Paare laichen in kleinen Behältern mit feinen Wollmops oder Javamoos, die Eltern werden nach zwei bis drei Tagen herausgefangen. Die Jungfische brauchen anfangs Pantoffeltierchen oder sehr feines Staubfutter. Gesicherte Zuchtwasserwerte gibt es nicht.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















