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Zierfische, Familie Lebiasinidae

Zwergziersalmler Nannostomus marginatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Zwergziersalmler (Nannostomus marginatus) wird etwa 3,5 cm (TL) groß und gehört zu den kleinsten Vertretern der Ziersalmler. Die Grundfärbung ist silbrig-gelblich und wird von drei markanten schwarzen Längsstreifen dominiert, die sich deutlich über die Flanken ziehen.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • bis 3,5 cmEndgröße

  • 3–5 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 4-7pH-Wert

  • 1-10 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Ergänzt wird das Erscheinungsbild durch rote Akzente an Rücken-, After- und Bauchflossen; bei manchen Populationen findet sich zusätzlich ein kurzer roter Strich auf den Flanken. Eine Besonderheit ist das ausgeprägte Tagesrhythmusmuster: Nachts verblassen die dunklen Längsstreifen deutlich und das Tier zeigt ein helleres, kryptisches Farbmuster, unabhängig von den Lichtverhältnissen. Im Aquarium zeigt Nannostomus marginatus typisches Schwarmverhalten: die Tiere bewegen sich ruhig in der mittleren bis oberen Wasserschicht und stehen oft unter der Wasseroberfläche. Männchen neigen zu kleinen Imponierverhaltensweisen und bilden gelegentlich Scheinreviere, ohne dabei in ernsthafte Aggressionen zu verfallen. Durch das zurückhaltende, scheue Auftreten sind gut strukturierte Aquarien mit vielen Versteckmöglichkeiten ideal. Das sehr kleine Maul ist auf die Aufnahme sehr feiner Nahrung spezialisiert.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22–28 °C, pH 4,0–7,0, GH 1–10 °dGH. Die Art bevorzugt gedämpftes Licht und stark beschattete Bereiche. Sehr hartes Wasser und unreife Aquarien sind ungeeignet. Das Aquarium sollte eine Kantenlänge von mindestens 60 cm haben bei einem Volumen von etwa 54 Litern für eine Gruppe von 10 und mehr Tieren. Das Becken sollte dicht bepflanzt sein mit feinblättrigen Pflanzen, Javamoos und Wurzelholz. Als Bodengrund empfiehlt sich feiner, dunkler Sand. Eine Laubschicht aus Eichen- oder Buchenlaub dient als Dekoration und als mikrobielles Nahrungssubstrat. Eine sanfte bis moderate Filterung ist ratsam; ein luftbetriebener Schwammfilter ist ideal. Starke Strömungen sind zu vermeiden. Mittlere bis schwächere Beleuchtung zusammen mit Schwimmpflanzen schafft die bevorzugten Schattenzonen. Der Zwergziersalmler ist ein kontrastreich gefärbter Schwarmfisch für naturnahe Gesellschaftsaquarien. Dichte Bepflanzung, weiches Wasser und eine ausreichend große Gruppe sind die Voraussetzungen für Wohlbefinden und natürliches Verhalten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Nannostomus marginatus ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8, besser 10 und mehr Tieren gehalten werden. In einer solchen Gruppengröße verteilen sich Dominanz- und Imponierhandlungen auf mehrere Individuen, wodurch Stress reduziert wird. Das Temperament ist sehr friedlich und zurückhaltend. In der Fortpflanzungszeit verteidigen Männchen kleine Laichreviere und imponieren intensiver, ohne dabei in offene Kämpfe auszuarten. Schnecken werden toleriert; bei Garnelen gilt: Jungtiere sind gefährdet, adulte Tiere werden meist toleriert. Als südamerikanische Weichwasserart empfiehlt sich die Vergesellschaftung mit Arten ähnlicher Herkunft und Wasseransprüche. Geeignet sind andere südamerikanische Salmler, kleine Panzerwelse und kleine Buntbarsche.

Ernährung

Der Zwergziersalmler ist ein Mikroprädator mit starker Präferenz für karnivore Kost, der in der Natur winzige Wirbellose und Zooplankton aufnimmt. Sein sehr kleines Maul begrenzt die Nahrungsauswahl. Bewährt haben sich kleine Lebendfutterarten wie Artemia-Nauplien, Moina, Cyclops und Mikrowürmchen. Zusätzlich können feine Trockenfutterformen angeboten werden. Häufigere Fütterungsintervalle in kleinen Mengen sind empfehlenswert.

Zucht

Nannostomus marginatus ist ein Freilaicher. Die Zucht gilt als schwierig, ist jedoch mit Erfahrung und geeigneten Vorkehrungen erreichbar. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25–26 °C, pH 5,0–6,5, GH maximal 5 °dGH. Die Paare werden für etwa 7–10 Tage getrennt und mit reichlich Lebendfutter wie schwarzen Mückenlarven, Artemia und Mikrowürmchen konditioniert. Danach erfolgt das Zusammenführen in ein abgedunkeltes Zuchtbecken mit Javamoos oder Laichmopp. Gelegegrößen liegen bei ungefähr 30–100 Eiern. Die Inkubationszeit beträgt etwa 48–72 Stunden bei ca. 25 °C. Die Larven sind sehr klein und benötigen zunächst Infusorien oder Rädertierchen. Nach einigen Tagen können Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen angeboten werden.

Zuchtwasser: 25 bis 26 °C, pH 5 bis 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Der Zwergziersalmler besiedelt die Uferzonen großer Flusssysteme Südamerikas, darunter Teile des Amazonas-, Orinoco- und Rio Negro-Einzugsgebiets. Vorkommen sind dokumentiert in Brasilien, Peru, Guyana, Kolumbien, Suriname, Ecuador und Venezuela (Orinoco-Nachweise bedürfen jedoch noch der wissenschaftlichen Bestätigung). In der Natur bevorzugt die Art stark strukturierte, schattige Bereiche mit dichter Unterwasservegetation, Wurzelholz und einer dicken Schicht aus Falllaub. Die Strömungsverhältnisse sind überwiegend still bis langsam fließend; das Substrat besteht typischerweise aus dunklem Sand mit organischer Laubschicht. Während der Regenzeit nutzen die Tiere überschwemmte Waldgebiete als Laichräume.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind schlanker und haben eine gestrecktere Bauchlinie; ihre Flossen sind oft etwas intensiver rot gefärbt. Bei manchen Populationen weisen Männchen modifizierte Afterflossen auf. Weibchen sind deutlich rundlicher und fülliger, besonders während der Laichzeit.

Gut zu wissen

  • Sehr kleines Maul, spezialisiert auf feine Nahrung
  • Schwarmbildende Art, profitiert deutlich von Gruppenhaltung ab 8 Tiere
  • Männchen imponieren mit kleinen Scheinrevieren in der Brutzeit
  • Bevorzugt stark strukturierte Aquarien mit dichter Bepflanzung und Falllaub
  • Tagesrhythmusmuster: Nachts verblassen die Längsstreifen (kryptische Färbung), unabhängig von der Beleuchtung
  • Sprungrisiko gering
  • Junggarnelen können gefressen werden; adulte Garnelen und Schnecken sind weitgehend sicher

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Zwergziersalmler?

Nannostomus marginatus benötigt weiches, saures Wasser: Temperatur 22–28 °C, pH 4,0–7,0 und GH 1–10 °dGH. Die Art ist empfindlich gegenüber hartem Wasser und bevorzugt stark beschattete Bereiche.

Mit welchen Fischen kann man den Zwergziersalmler vergesellschaften?

Geeignet sind andere südamerikanische Salmler, kleine Panzerwelse und friedliche Zwergbuntbarsche. Bei Garnelen gilt: adulte Tiere werden toleriert, Jungtiere sind gefährdet.

Kann man den Zwergziersalmler im Aquarium züchten?

Die Zucht ist schwierig, aber möglich. Weiches, saures Zuchwasser (pH 5–6,5, GH max. 5 °dGH, 25–26 °C), ein abgedunkeltes Zuchtbecken mit Javamoos und sehr feines Erstfutter wie Infusorien sind erforderlich.

Wie groß muss das Aquarium für den Zwergziersalmler sein?

Für eine Gruppe von 10 und mehr Tieren wird ein Becken mit mindestens 60 cm Kantenlänge und etwa 54 Litern empfohlen. Dichte Bepflanzung, dunkler Bodengrund und Schwimmpflanzen für gedämpftes Licht sind wichtig.

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Fragen und Erfahrungen

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  • Aquarium: ab 200 l
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  • Schwierigkeit: Einfach

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  • pH-Wert: pH 5-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Schwarmfisch, friedlich

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