
Halbschnäbler
Borneo-Halbschnäbler
Hemirhamphodon phaiosoma
- Endgröße: 5 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 24-27 °C
- pH-Wert: pH 5-6,5
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Schwierig
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Zenarchopteridae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Hemirhamphodon tengah ist ein schlanker, oberflächenorientierter Halbschnäbler mit einer eleganten, gestreckten Silhouette und einer Größe von bis zu 5 cm. Der Körper zeigt eine olivgrüne Grundfarbe, über die ein markanter, leuchtend roter bis bordeauxroter Längsstreifen verläuft, der von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzflosse reicht.

5 cmEndgröße
3 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
5,5-6,5pH-Wert
0-6 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Die Kopfform ist typisch für Halbschnäbler mit dem charakteristisch verlängerten Unterkiefer. Im Aquarium zeigt Hemirhamphodon tengah ein typisches Oberflächenverhalten: Die Fische halten sich direkt unter der Wasseroberfläche auf, gleiten zwischen Schwimmpflanzen und überhängenden Wurzeln und fangen dort bevorzugt tierische Nahrung. Das Verhalten ist friedlich, die Tiere sind jedoch sehr schreckhaft und reagieren empfindlich auf laute Bewegungen, grelles Licht und starke Strömung. Besonders erwähnenswert ist die abweichende Fortpflanzungsweise: Im Gegensatz zu den meisten nahen Verwandten, die lebendgebärend sind, legt Hemirhamphodon tengah Eier ab. Die Befruchtung findet intern statt, da Männchen ein Andropodium zur Samenübertragung besitzen. Die befruchteten Eier werden anschließend in feinfiedrige Pflanzen oder Wollmops abgelegt. Diese Eigenschaft macht die Art biologisch besonders interessant.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 24–28 °C, pH 5,5–6,5, GH 0–6 °dGH. Ein Becken mit mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Litern ist für eine Gruppe das Minimum. Die Wasseroberfläche sollte dicht mit Schwimmpflanzen bedeckt sein, um Schattenzonen zu schaffen. Feinfiedrige Pflanzen wie Javamoos unterstützen Nahrungssuche und Fortpflanzungsverhalten. Das Wasser sollte mit Huminstoffen konditioniert werden: Torf, Erlenzäpfchen oder Seemandelbaumblätter schaffen den nötigen Schwarzwassercharakter. Dunkler Bodengrund und Falllaub tragen zur natürlichen Erscheinung bei. Starke Strömung ist unbedingt zu vermeiden. Schwammfilter oder Innenfilter mit feiner Ausströmung sind geeignet. Die Abdeckung muss lückenlos schließen, da die Art ein bekannter Springer ist.
Hemirhamphodon tengah wird in Gruppen ab etwa sechs Exemplaren gepflegt. Entscheidend ist das Geschlechterverhältnis: Pro Becken sollte nur ein Männchen gehalten werden, da Männchen ausgeprägt territorial sind und dauerhaft miteinander konkurrieren. Alternativ kann die Gruppe ausschließlich aus Weibchen bestehen. Das Temperament ist gegenüber anderen Arten friedlich. Schnecken werden toleriert. Zwerggarnelen werden aufgrund der Oberflächenorientierung meist ignoriert, sehr kleine Junggarnelen können gefährdet sein. Für eine harmonische Vergesellschaftung eignen sich kleine, ruhige Fische aus derselben Bioregion Südostasien (Borneo), die ähnliche Ansprüche an weiches, saures Wasser haben. Schokoladengurami-Arten, kleine Rasboras und bodenorientierte Kleinfische sind geeignet. Aggressive Oberflächenfische und kräftige Räuber sind ungeeignet.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Karnivor). Hemirhamphodon tengah ist ein spezialisierter Insektivor an der Wasseroberfläche. Fruchtfliegen (Drosophila) gelten als ideales Futter und eignen sich zur Konditionierung. Weitere geeignete Futtertiere: Mückenlarven, Artemia und kleine Wasserorganismen. Hochwertiges, fleischbetontes Flockenfutter wird als Ergänzung akzeptiert, sofern es schwimmfähig bleibt. Futter vom Boden wird nicht aufgenommen.
Fortpflanzungstyp: Eierlegend (intern befruchtet). Zuchtschwierigkeit: Fortgeschritten. Hemirhamphodon tengah ist innerhalb der Gattung als eierlegende Art etwas Besonderes. Die Befruchtung erfolgt intern durch das Andropodium des Männchens; anschließend legt das Weibchen die befruchteten Eier in feinfiedrige Pflanzen wie Javamoos oder in künstliche Wollmops ab. Die Inkubationsdauer beträgt etwa 18 Tage. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25–27 °C, pH 5,0–6,0, GH maximal 3 °dGH. Weiches, saures Wasser sowie intensive Konditionierung mit Lebendfutter (Fruchtfliegen, Mückenlarven) sind entscheidend. Die Jungfische nehmen als Erstfutter Infusorien und Pantoffeltierchen, später frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Futter muss an der Oberfläche angeboten werden.
Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 5 bis 6, bis 3 °dGH
Hemirhamphodon tengah stammt aus Zentralborneo (Provinz Kalimantan Tengah, Indonesien) und bewohnt Schwarzwasserflüsse und Torfsümpfe. Das Habitat ist geprägt von sehr weichem, saurem, teefarbenem Wasser mit hohen Tannin- und Huminsäurekonzentrationen. Die Strömung ist sehr schwach bis nahezu still. Reichlich Oberflächenvegetation, überhängende Äste und verwurzelte Uferzonen bieten Versteck- und Laichplätze.
Beide Geschlechter erreichen etwa 5 cm. Männchen zeigen eine intensivere, lebhaftere rote Längslinie und besitzen ein Andropodium zur internen Befruchtung. Weibchen sind etwas blasser gefärbt und wirken kompakter. Die Urogenitalregion der Weibchen ist stärker ausgeprägt.
Die Art benötigt Temperaturen von 24–28 °C, einen pH-Wert von 5,5–6,5 und eine Gesamthärte von 0–6 °dGH. Schwarzwasserbedingungen mit Huminstoffen sind wichtig für das Wohlbefinden.
Geeignete Beifische sind kleine, ruhige Arten aus Südostasien mit ähnlichen Wasseransprüchen: Schokoladengurami, kleine Rasboras und bodenorientierte Kleinfische. Pro Becken nur ein Männchen halten.
Die Art ist eierlegend, obwohl die Befruchtung intern stattfindet. Die Eier werden in Javamoos oder Wollmops abgelegt und schlüpfen nach etwa 18 Tagen. Weiches, saures Wasser und Lebendfutter sind entscheidend.
Die Art ist ein Insektivor und nimmt Nahrung nur an der Wasseroberfläche auf. Fruchtfliegen sind das ideale Futter. Auch Mückenlarven und Artemia werden gerne genommen.
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