
Halbschnäbler
Rotstrich-Halbschnäbler
Hemirhamphodon tengah
- Endgröße: 5 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 5,5-6,5
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Zenarchopteridae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Hemirhamphodon phaiosoma ist ein schlanker, bis zu 5,3 cm großer Halbschnäbler aus der Familie Zenarchopteridae mit dem gattungstypischen verlängerten Unterkiefer. Die Art stammt aus Borneo und bewohnt Schwarzwasserbiotope mit sehr weichem, saurem Wasser. Die Grundfärbung ist bräunlich-transparent mit einem dunklen Längsstreifen.

5 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
24-27 °CTemperatur
5-6,5pH-Wert
1-3 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Der Name ‚phaiosoma‘ (griechisch: dunkler Körper) deutet auf die insgesamt dunklere Erscheinung im Vergleich zu verwandten Arten hin. Im Aquarium zeigt Hemirhamphodon phaiosoma ein für die Gattung typisches Oberflächenverhalten. Die Tiere halten sich direkt unter der Wasseroberfläche auf, gleiten zwischen Schwimmpflanzen und fangen dort bevorzugt kleine Insekten und tierische Nahrung. Das Verhalten ist friedlich, die Tiere sind jedoch schreckhaft und reagieren empfindlich auf Störungen. Die Art ist ein bekannter Springer. Eine lückenlose Abdeckung ist unbedingt nötig, da Verletzungen am empfindlichen verlängerten Unterkiefer schwer heilen.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 24–27 °C, pH 5,0–6,5, GH 1–3 °dGH. Ein Becken mit mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Litern ist für eine kleine Gruppe das Minimum. Die Wasseroberfläche sollte dicht mit Schwimmpflanzen bedeckt sein. Dunkler Bodengrund, Torf im Filter, Erlenzäpfchen oder Seemandelbaumblätter schaffen den nötigen Schwarzwassercharakter. Starke Strömung ist zu vermeiden; eine sanfte Oberflächenbewegung ist ausreichend. Die Abdeckung muss absolut lückenlos sein. Die Art stellt hohe Ansprüche an die Wasserchemie und ist für Halter mit Erfahrung in Schwarzwasseraquaristik geeignet.
Hemirhamphodon phaiosoma wird in einer Haremsgruppe mit nur einem Männchen und mehreren Weibchen gehalten. Mehrere Männchen pro Becken führen zu dauerhaften Kämpfen. Weibchen sind untereinander verträglich. Das Temperament ist friedlich und zurückhaltend. Schnecken werden toleriert. Garnelen sind größenabhängig: adulte Garnelen werden meist ignoriert, Junggarnelen können gefressen werden. Geeignete Beifische sind kleine, ruhige südostasiatische Schwarzwasserarten. Größere, aktive oder räuberische Fische sind ungeeignet.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Karnivor). Hemirhamphodon phaiosoma ist ein Insektivor, der Nahrung ausschließlich an der Wasseroberfläche aufnimmt. Fruchtfliegen (Drosophila) sind das ideale Futter. Weitere geeignete Futtertiere: Mückenlarven, Artemia und kleine schwimmende Futterorganismen. Hochwertiges, fleischbetontes Flockenfutter wird als Ergänzung akzeptiert, sofern es schwimmt.
Fortpflanzungstyp: Ovovivipar (lebendgebärend mit innerer Befruchtung). Zuchtschwierigkeit: Mittel. Hemirhamphodon phaiosoma ist ovovivipar. Männchen befruchten die Weibchen intern über das Andropodium. Die Jungfische werden fertig entwickelt geboren. Für die Zucht empfehlen sich sehr weiches, saures Wasser und intensive Konditionierung mit Lebendfutter. Ein dicht bepflanztes Zuchtbecken bietet den Jungfischen Schutz.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5 bis 6, bis 3 °dGH
Hemirhamphodon phaiosoma stammt aus Indonesien (Bangka, Belitung, Borneo und Sumatra) und bewohnt Schwarzwasserflüsse und Torfsümpfe mit teefarbenem, sehr weichem und saurem Wasser. Die Strömung ist gering, das Substrat oft organisch mit Torfauflage. Dichte Ufervegetation und Schwimmpflanzen prägen das Habitat.
Männchen besitzen ein Andropodium (modifizierte Afterflosse) zur inneren Befruchtung und sind schlanker gebaut. Weibchen sind fülliger im Bauchbereich.
Die Art benötigt Temperaturen von 24–27 °C, einen pH-Wert von 5,0–6,5 und eine sehr niedrige Gesamthärte von 1–3 °dGH. Weiches, saures Schwarzwasser ist Pflicht.
Nur mit kleinen, ruhigen südostasiatischen Schwarzwasserarten. Pro Becken sollte nur ein Männchen gehalten werden. Aktive oder große Fische sind ungeeignet.
Die Art ist ovovivipar und bringt fertig entwickelte Jungfische zur Welt. Sehr weiches, saures Wasser und intensive Konditionierung mit Lebendfutter fördern die Zucht.
Die Art ist ein Insektivor und nimmt Nahrung nur an der Wasseroberfläche auf. Fruchtfliegen sind das ideale Futter, ergänzt durch Mückenlarven und Artemia.
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