
Halbschnäbler
Zwerg-Halbschnabelhecht
Dermogenys pusilla
- Endgröße: bis 7 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6,5-8
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Zenarchopteridae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Dermogenys siamensis, der Siamesische Halbschnabelhecht, ist ein schlanker, oberflächenorientierter Kleinfisch der Familie Zenarchopteridae mit einer Größe von ca. 4 cm SL (Männchen) bis ca. 6 cm SL (Weibchen). Der abgeplattete Körper zeigt den namensgebenden, leicht verlängerten Unterkiefer. Die Grundfärbung ist silbrig-weiß; Wildformen sind insgesamt recht unmarkant gefärbt.

bis 6 cmEndgröße
3-4 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
7-8pH-Wert
10-20 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Im Handel sind Zuchtformen mit starker Guaninproduktion verbreitet, die heller und stark reflektierend erscheinen. Im Aquarium patrouilliert Dermogenys siamensis knapp unter der Wasseroberfläche und reagiert schnell auf Bewegungen im Luftbereich. Männchen sind gegenüber Artgenossen aggressiv und neigen zu intensivem Konkurrenzverhalten. Gegenüber anderartigen, ruhigen Beifischen verhalten sie sich friedlich. Die Art ist lebendgebärend und ein aktiver Springer. Hinweis zur Artbestimmung: Dermogenys siamensis wird im Handel häufig mit D. pusilla und Dermogenys sumatrana unter demselben Handelsnamen angeboten. Eine sichere Bestimmung ist ohne Kenntnis der Herkunft kaum möglich; Dermogenys siamensis ist auf das Mekong- und Chao-Phraya-Einzugsgebiet beschränkt.
Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 7,0–8,0, GH 10–20 dGH. Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 L). Entscheidend ist eine möglichst große Wasseroberfläche, da Dermogenys siamensis ein reiner Oberflächenbewohner ist. Einrichtung: Dichte Schwimmpflanzen an der Oberfläche für Rückzugsorte und Jungfischverstecke. Bodensubstrat weniger relevant. Ruhige bis moderate Strömung – die Oberflächenschicht nicht zu stark verwirbeln. Abdeckung: Lückenlose Abdeckung notwendig – aktiver Springer. Regelmäßige Wasserwechsel und hochwertige Ernährung sind besonders wichtig, um Probleme bei trächtigen Weibchen (Früh- oder Totgeburten bei Vitaminmangel) zu minimieren.
Dermogenys siamensis wird am besten in Haremshaltung gepflegt: ein Männchen mit mindestens drei Weibchen. Reine Männchengruppen führen zu Verletzungen und Dauerstress. Gegenüber fremden, ruhigen Fischarten überwiegend friedlich; intraspezifisch zeigen Männchen aggressives, territoriales Verhalten mit Stoß- und Verfolgungsaktionen. Während der Fortpflanzungszeit treiben Männchen trächtige Weibchen aktiv an – dichte Schwimmpflanzen als Rückzugsraum unbedingt empfehlenswert. Weitgehend verträglich mit Wirbellosen; sehr kleine Junggarnelen können gefressen werden. Adulte Garnelen und Schnecken in der Regel sicher.
Dermogenys siamensis ist ein überwiegend fleischfressender Oberflächenjäger. In der Natur: Insekten und deren Larven, Fruchtfliegen (Drosophila), Mückenlarven, kleine Krebstiere. Im Aquarium: Artemia-Nauplien, Cyclops, frisch aufgezogene Drosophila-Kulturen, gefrorene rote Mückenlarven. Hochwertiges Flockenfutter als Supplement, darf jedoch nicht alleinige Futterquelle sein. Für trächtige Weibchen proteinreiche, abwechslungsreiche Fütterung besonders wichtig.
Dermogenys siamensis ist lebendgebärend; die Zucht gilt als zugänglich, erfordert jedoch aufmerksame Pflege. Zuchtwasserwerte: 25–28 °C, pH 6,5–7,5, GH maximal 15 dGH. Konditionierung mit reichhaltigem Lebendfutter (Drosophila, Mückenlarven, Artemia, Cyclops). Vitaminmängel (insbesondere Vitamin A und D) werden mit Totgeburten in Verbindung gebracht. Separates Aufzuchtbecken mit dichtem Schwimmpflanzenbestand empfohlen, da Eltern Jungfischen nachstellen können. Geschlechtsreife nach ca. vier Monaten.
Zuchtwasser: 25 bis 28 °C, pH 6,5 bis 7,5, bis 15 °dGH
Dermogenys siamensis kommt im Einzugsgebiet des Mekong und des Chao Phraya in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam vor. Die Art besiedelt flache Uferzonen mit dichter Oberflächenvegetation in stehenden bis langsam fließenden Gewässern. Saisonale Überschwemmungen während der Regenzeit veranlassen Wanderungen in neu überflutete Bereiche. D. siamensis ist eine reine Süßwasserart – Brackwasserhaltung ist nicht dokumentiert (anders als bei D. pusilla).
Weibchen werden deutlich größer und massiger (bis ca. 6 cm SL) als Männchen (ca. 4 cm SL). Männchen besitzen ein modifiziertes Afterflossenpolster (Andropodium) als Begattungsorgan. Der Größenunterschied ermöglicht die Geschlechtsbestimmung bereits bei subadulten Tieren. Wildformen sind insgesamt unmarkant silbrig gefärbt; in kultivierten Linien können Männchen dezente Farbakzente an den Flossen zeigen.
Die Aquarium-Werte liegen bei 24–28 °C, pH 7,0–8,0 und GH 10–20 dGH.
Gut verträglich mit ruhigen, mittelgrundorientierten Fischen aus Südostasien. Haremshaltung (1 Männchen mit mehreren Weibchen) empfohlen. Große räuberische Arten vermeiden. Junggarnelen gefährdet.
Die Zucht gilt als zugänglich; die Art ist lebendgebärend. Zuchtwasserwerte: 25–28 °C, pH 6,5–7,5, GH max. 15 dGH. Hochwertige Ernährung ist entscheidend, um Totgeburten zu vermeiden.
Mindestens 80 cm Kantenlänge und ca. 112 Liter. Eine große Wasseroberfläche ist wichtiger als das Volumen. Lückenlose Abdeckung notwendig – aktiver Springer.
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