Gyraulus sp.

Deutscher Name: Scheibenschnecke

Bild: Cornelia Anton
Herkunft: Asien, Europa, Nordamerika
Farben: Braun
Schwierig: Anfängerfreundlich
Gattung: Gyraulus
Gruppe: Schnecken

Beschreibung

Die Zwergposthornschnecke (Gyraulus sp.) ist eine weltweit verbreitete Süßwasserschnecke aus der Familie Planorbidae. Sie lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern aller Art – von Teichen über Seen bis zu Gräben und Sumpfgebieten. Gyraulus-Arten sind winzig: das flache, spiralig aufgerollte Gehäuse misst nur 2 bis 8 mm im Durchmesser. Die Schale ist dünn, oft durchscheinend, weißlich bis hellbraun. Anders als die größeren Posthornschnecken (Planorbella, Planorbarius) gibt es bei Gyraulus keine bunten Farbvarianten wie Blau, Rosa oder Orange. Die Tiere sind Zwitter und können sich selbst befruchten. Sie legen transparente, gallertartige Laichpakete auf harten Oberflächen ab, aus denen nach kurzer Zeit fertige Minischnecken schlüpfen. Die Vermehrung kann bei Überfütterung explosionsartig verlaufen – die Populationsgröße ist ein direkter Indikator für das Futterangebot im Becken. Als Allesfresser verwerten sie Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenreste. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich. Die Lebenserwartung liegt bei 1 bis 2 Jahren.

Besonderheiten

  • Zwergposthornschnecke – nur 2 bis 8 mm groß
  • Zwitter mit Selbstbefruchtung möglich
  • Populationsgröße zeigt Futterangebot an
  • Bei Überfütterung starke Vermehrung
  • Idealer Resteverwerter und Algenfresser
  • Frisst keine gesunden Pflanzen
  • Kupferempfindlich

Vergesellschaftungshinweise

Völlig friedlich. Idealer Resteverwerter in Garnelenbecken und Nanobecken. Population reguliert sich über das Futterangebot. Raubschnecken (Clea helena) als natürliche Regulierung möglich.
Größe: 0,2 - 0,8

Erscheinungsbild

Winzig (2 bis 8 mm). Flaches, spiralig aufgerolltes Gehäuse, das waagerecht getragen wird. Schale dünn und oft durchscheinend, weißlich bis hellbraun. Keine bunten Farbvarianten wie bei größeren Posthornschnecken.

Zucht und Fortpflanzung

Zwitter, kann sich selbst befruchten. Legt gallertartige Laichpakete (5 bis 25 Eier) auf harten Oberflächen ab. Direktentwicklung ohne Larvenphase. Reine Süßwasser-Vermehrung. Bei Überfütterung explosionsartige Vermehrung möglich.
Beckengröße:
Ab 5 Liter
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
6,5 - 8,0
Temperatur:
18 - 28
Alterserwartung
1 - 2 Jahre

Ernährung/Futterbedarf

Allesfresser. Frisst Algen, Biofilm, Detritus und abgestorbene Pflanzenreste. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen. Braucht Calcium für die dünne Schale – bei weichem Wasser ergänzen. Bei Überfütterung starke Vermehrung möglich.

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Red-Fire Zwerggarnele
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Das auf dem Bild ist kein Anisus vorticulus. Ich tippe eher auf Gyraulus chinensis.
Schöne Grüße!

Hallo Martin, danke für den Hinweis. Wir werden eine weitere Meinung einholen und es prüfen!

Hallo Martin, unsere Expertin „Alex“ stimmt dir zu. Sie sagt auch, dass es keine Anisus ist. Die haben viel mehr Umgänge. Das ist , auch wenn man es schlecht erkennen kann, eine Gyraulus sp., evt. G.chinesis oder G.parvus. Chinesis ist etwas größer und unterscheidet sich an den Umgängen. Gyraulus sp. wäre wohl passend.

Danke für die Rückmeldung. G.parvus kann auch gut hinkommen (geht nach dem Foto eigentlich nicht seriös zu unterscheiden). Grüße – Martin

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