Nerita polita
Beschreibung
Die Polierte Rennschnecke (Nerita polita) stammt aus der tropischen Indopazifik-Region, wo sie in der Gezeitenzone felsiger Küsten lebt. Es ist primär eine Meerwasserschnecke, die auch in Brackwasserbecken gehalten werden kann. Das Gehäuse ist halbkugelig, glatt und glänzend mit 2 bis 4 cm Durchmesser. Die Färbung ist extrem variabel: gefleckt grau, rot, schwarz, cremefarben, gestreift oder mit Zickzack-Mustern. Jedes Tier hat ein einzigartiges Muster. Die Polierte Rennschnecke gehört zu den besten Algenfressern im Aquarium. Sie raspelt Aufwuchsalgen, Kieselalgen und Biofilm zuverlässig von Scheiben, Steinen und Dekor ab. Gesunde Pflanzen und Korallen werden nicht angefressen. Calcium und alkalisches Wasser mit einem pH über 8 sind für das Gehäuse unverzichtbar. Die Art ist getrenntgeschlechtlich und legt weiße Eikapseln auf harten Oberflächen ab. Die Larven benötigen Meerwasser zur Entwicklung – eine Nachzucht im Aquarium ist praktisch nicht möglich. Die Polierte Rennschnecke ist nachtaktiv und folgt einem inneren Gezeitenrhythmus, der sie regelmäßig über die Wasserlinie klettern lässt. Ein dicht schließender Deckel ist daher zwingend nötig. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich. Die Lebenserwartung beträgt 2 bis 3 Jahre.
Besonderheiten
- Primär Meerwasserschnecke – braucht alkalisches, hartes Wasser (pH über 8)
- Einer der besten Algenfresser im Aquarium
- Extrem variable, individuelle Gehäusezeichnung
- Vermehrt sich nicht im Süßwasser – Larven brauchen Meerwasser
- Folgt innerem Gezeitenrhythmus – klettert regelmäßig über die Wasserlinie
- Deckel zwingend nötig wegen Fluchtrisiko
- Kupferempfindlich
- Nachtaktiv – tagsüber oft eingegraben
- Salzgehalt: als Meerwasserart bei einer Dichte von 1,020 bis 1,025 zu pflegen, das entspricht etwa 27 bis 34 Gramm Meersalz je Liter. Im Brackwasserbecken sollten 1,010 nicht unterschritten werden. In reinem Süßwasser löst sich das Gehäuse auf und die Tiere gehen ein.
Vergesellschaftungshinweise
Völlig friedlich. Perfekter Algenfresser für Meerwasser- und Brackwasserbecken. Nicht mit Raubschnecken (Clea helena), Krebsen oder Lippfischen halten.
Erscheinungsbild
Halbkugeliges, glattes und glänzendes Gehäuse ohne Rippen. Extrem variable Färbung: gefleckt grau, rot, schwarz, cremefarben, gestreift oder mit Zickzack-Mustern. Jedes Tier individuell gefärbt. Deckel (Operculum) vorhanden, glatt und kalkig. Größe 2 bis 4 cm.
Zucht und Fortpflanzung
Getrenntgeschlechtlich, eierlegend. Legt weiße Eikapseln auf harten Oberflächen. Larven benötigen Meerwasser zur Entwicklung. Nachzucht im Aquarium praktisch nicht möglich. Geschlechter äußerlich nicht unterscheidbar.
Ernährung/Futterbedarf
Spezialisierter Algenfresser. Raspelt Aufwuchsalgen, Kieselalgen und Biofilm von Scheiben, Steinen und Dekor. Einer der besten Algenfresser unter den Schnecken. In reifen Becken mit ausreichend Algenaufwuchs selbstversorgend. Gesunde Pflanzen und Korallen werden nicht gefressen. Hoher Calciumbedarf. Sie frisst ausschließlich Aufwuchs und lässt sich nicht dauerhaft auf Ersatzfutter umstellen. Das Becken muss deshalb gut eingefahren sein und sichtbaren Algen- und Biofilmbewuchs tragen. In frisch eingerichteten oder sehr sauber gehaltenen Aquarien hungern die Tiere langsam, ohne dass man ihnen etwas ansieht.