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Zierfische, Familie Characidae

Augenflecksalmler Aphyocharax nattereri

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Aphyocharax nattereri (früher als Aphyocharax paraguayensis geführt) ist ein schlanker, bis zu 3,5 cm großer Salmler aus dem Río-Paraguay-Einzugsgebiet mit silbrigem Grundton und einem irisierenden grünlich-gelben Schimmer. Ein dunkler, markanter schwarzer Fleck an der Schwanzwurzel ist das namensgebende Merkmal des Augenflecksalmlers. Die Flossen tragen häufig weiße Spitzen, was im Kontrast zur gelblich-grünen Färbung gut zur Geltung kommt.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Territorial
  • 3,5 cmEndgröße

  • 2-5 JahreLebenserwartung

  • 22-27 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 5-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt der Augenflecksalmler ein sehr aktives Schwarmverhalten in der mittleren Schwimmzone. Er schwimmt agil und flink mit synchronen Richtungswechseln. Bei zu kleiner Gruppengröße oder ungeeigneter Gesellschaft kann die Art ruppig werden und zum Flossenbeißen neigen, besonders gegenüber langsamen, langflossigen Arten.

Die Art bevorzugt gedämpfte Lichtverhältnisse mit dichter Randbepflanzung und zeigt eine deutliche Sprungneigung – eine lückenlos schließende Abdeckung ist Pflicht.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22-27 °C, pH 5,5-7,5, GH 5-15 dGH. Die Art ist für weiches bis mittelhartes Wasser geeignet.

Beckengröße: ab 80 cm Kantenlänge, 112 Liter. Viel freie Schwimmzone in der Mitte, dichte Randbepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen oder Schwimmpflanzen zur Abschattung. Wurzelholz und Laub für Rückzugsmöglichkeiten. Dunkler, feiner Sand oder feiner Kies als Substrat. Langsame bis mäßige Strömung. Gedämpftes Licht reduziert Stress.

Ein lückenlos schließender Deckel ist Pflicht, da die Art aktiv springt. Sanfte, aber zuverlässige Filterung; starke Strömung vermeiden.

Der Augenflecksalmler ist ein attraktiver, lebhafter Schwarmfisch, der sorgfältige Vergesellschaftungswahl, lichtdämpfende Bepflanzung und eine abwechslungsreiche, proteinreiche Ernährung verlangt.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Aphyocharax nattereri ist ein Schwarmfisch mit einer Mindestgruppe von 6 Tieren (empfohlen 8-10). In zu kleinen Gruppen verliert die soziale Stabilität: Ruhigere Tiere werden häufiger angegriffen und es kommt verstärkt zu Flossenbeißen.

Das Temperament ist lebhaft bis teils ruppig. Im Normalzustand sind die Tiere agil und aktionsreich. Während der Brutzeit zeigen Männchen intensiveres Revierverhalten und treiben Weibchen aktiv.

Adulte Zwerggarnelen bleiben häufig unbehelligt, sehr kleine Junggarnelen werden jedoch oft gefressen. Schnecken gelten als sicher.

Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und kleine Buntbarsche der gleichen Region. Langflossige, langsame oder sehr friedfertige Arten (Fadenfische, Guppy-Formen) sind ungeeignet.

Ernährung

Allesfresser mit Präferenz für fleischliche Kost. Hochwertiges Lebend- und Frostfutter sowie Trockenfutter werden gleichermaßen angenommen. Besonders geeignet sind Artemia, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven. Feines Granulat und Flockenfutter als Grundlage. Mehrmals täglich in kleinen Portionen füttern.

Zucht

Aphyocharax nattereri ist ein Freilaicher ohne Elternschutz.

Zuchtwasser: Temperatur 26-28 °C, pH 5,5-6,0, GH 2-5 dGH.

Die Art streut nicht-haftende Eier in feinfiedrige Pflanzen oder Laichmopps. Eltern müssen nach dem Ablaichen sofort entfernt werden (Laichräuber). Konditionierung mit hochwertigem Lebendfutter (Artemia, Cyclops, Mückenlarven). Ein größerer Wasserwechsel mit weichem, kühlerem Wasser kann als Laichstimulus dienen.

Gelegegröße: 100-300 Eier. Inkubation: ca. 24 Stunden bei 26 °C. Erstfutter: Infusorien, Rädertierchen, nach 3-4 Tagen Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen. Die Eier und Larven sind lichtempfindlich – dunkle Aufzuchtumgebung empfehlenswert.

Zuchtschwierigkeit: mittel.

Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 5,5 bis 6, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Aphyocharax nattereri stammt aus dem Einzugsgebiet des Río Paraguay in Südamerika, mit Vorkommen in Paraguay, Brasilien und Bolivien. Die Art bewohnt Bäche, Flüsse und Nebengewässer, die typischerweise von überhängender oder schwimmender Vegetation beschattet werden. Typische Lebensräume sind Uferzonen mit reichlich Vegetation, Flachwasserzonen mit Wurzelholz und Laubablagerungen. Das Substrat ist oft dunkler, feiner Sand oder feiner Kies. Langsame bis mäßige Strömung.

Geschlechtsunterschiede

M: schlanker gebaut mit intensiverer, kontrastreicherer Färbung und stärkerer schwarzer Pigmentierung in der Afterflosse. W: insgesamt fülliger und runder, besonders in der Rumpfregion während der Laichzeit. Beide Geschlechter erreichen ähnliche Körperlängen von 3,0-3,5 cm.

Gut zu wissen

  • Lebhafter Schwarmfisch, Mindestgruppe 6 Tiere (empfohlen 8-10)
  • Neigung zum Flossenbeißen bei zu kleinen Gruppen oder ungeeigneter Vergesellschaftung
  • Bevorzugt gedämpftes Licht und dichte Randbepflanzung
  • Mittlere Schwimmzone; sehr agil
  • Männchen bilden während der Balz kleine Reviere und treiben Weibchen aktiv
  • Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken meist sicher
  • Deutliche Sprungneigung – lückenlos schließender Deckel ist Pflicht

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Augenflecksalmler?

Aphyocharax nattereri benötigt eine Temperatur von 22-27 °C, einen pH-Wert von 5,5-7,5 und eine Gesamthärte von 5-15 dGH. Die Art ist für weiches bis mittelhartes Wasser geeignet.

Kann man den Augenflecksalmler vergesellschaften?

Ja, mit robusten südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen der gleichen Region. Langflossige, langsame Arten sind ungeeignet, da Flossenbeißen auftreten kann.

Kann man den Augenflecksalmler züchten?

Die Zucht ist möglich und mittelschwer. Die Art ist ein Freilaicher. Für die Zucht wird sehr weiches Wasser (GH 2-5 dGH) und ein pH von 5,5-6,0 benötigt. Die Eier schlüpfen nach ca. 24 Stunden. Eltern müssen sofort entfernt werden.

Was frisst der Augenflecksalmler?

Aphyocharax nattereri ist ein Allesfresser mit Vorliebe für fleischliche Kost. Artemia, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven werden besonders gern gefressen. Feines Granulat und Flockenfutter werden ebenfalls gut angenommen.

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