
Panzerwelse
Zwergpanzerwels
Hoplisoma habrosum
- Endgröße: bis 3,5 cm
- Becken: ab 54 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 5,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Einfach
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Zierfische, Familie Characidae
Tyttocharax madeirae
Tyttocharax madeirae ist ein sehr kleiner südamerikanischer Salmler aus der Unterfamilie Stevardiinae (Characidae), der etwa 2–3 cm im Aquarium erreicht (bis 3,5 cm SL in der Natur). Der schlanke, seitlich komprimierte Körper zeigt eine silbrig-transparente Färbung mit einem unauffälligen dunklen Längsstreifen und schwachen dunklen Flossenkanten.
bis 3,5 cmEndgröße
2-3 JahreLebenserwartung
23-28 °CTemperatur
5,5-6,5pH-Wert
1-5 dGHGesamthärte
ab 54 lBeckengröße
Die Art gehört zu den inseminierenden Salmlern: Männchen übertragen Sperma direkt in die Körperhöhle des Weibchens, wo es bis zur Eiablage gespeichert wird. Dieses Reproduktionsmerkmal ist innerhalb der Stevardiidae weit verbreitet. Tyttocharax madeirae wurde 1913 von Fowler beschrieben und kommt in Nebenflüssen des unteren und mittleren Amazonasbeckens vor. Die Art bewohnt typische Schwarzwasserhabitate mit weichem, saurem Wasser unter Waldüberdachung.
Tyttocharax madeirae benötigt ein Aquarium ab 54 Litern für eine Gruppe von 10–15 Tieren, empfohlen werden 80 Liter für ausreichend Schwimmraum. Die Wassertemperatur sollte 23–28 °C betragen, der pH-Wert 5,5–6,5 und die Gesamthärte 1–5 dGH. Weiches, leicht saures Wasser ist Pflicht, hartes oder alkalisches Wasser wird langfristig nicht toleriert. Dichte Bepflanzung mit Freiwasserbereichen zum Schwimmen ist ideal. Gedämpfte Beleuchtung und Schwimmpflanzen als Lichtschutz entsprechen dem natürlichen Lebensraum. Feiner Sand oder dunkles Substrat mit Falllaub rundet die Einrichtung ab. Torffilterung oder Erlenkonuszusatz kann die Wasserchemie stabilisieren. Der Schwierigkeitsgrad ist mittelschwer aufgrund der Schwarzwasseransprüche und der geringen Körpergröße.
Tyttocharax madeirae ist ein friedlicher Schwarmfisch, der in Gruppen von mindestens 10 Tieren gehalten werden sollte. Kleinere Gruppen führen zu Stress und erhöhter Schüchternheit. Innerhalb der Gruppe sind zaghafte Verfolgungsjagden und Imponierverhalten zu beobachten. Die Art hält sich vorwiegend in den mittleren bis oberen Wasserschichten auf. Geeignete Partner sind andere friedliche, ähnlich große südamerikanische Arten aus Weichwasserregionen: kleine Salmler wie Hyphessobrycon oder Paracheirodon, Panzerwelse und Zwergsalmler. Größere, räuberische Fische sind zu vermeiden. Junggarnelen können gefressen werden.
Tyttocharax madeirae ist Allesfresser und nimmt feine Flockenkost, Mikropellets sowie Frost- und Lebendfutter an: Artemia-Nauplien, Cyclops und Mikrowürmer. Aufgrund der sehr geringen Körpergröße müssen Futterstücke kleiner als etwa 0,5 mm sein.
Tyttocharax madeirae ist ein Freilaicher mit interner Insemination (Stevardiidae-Merkmal). Männchen übertragen Sperma direkt ins Weibchen, das die befruchteten Eier später im freien Wasser ablegt. Eine gezielte Aquarienzucht ist kaum dokumentiert. Als Ansatz empfiehlt sich ein separates Zuchtbecken mit sehr weichem Wasser bei pH 5,5–6,0, dichter Vegetation oder Laichmopps und anschließender Entfernung der Elterntiere zum Schutz der Eier.
Tyttocharax madeirae kommt in Nebenflüssen des unteren und mittleren Amazonasbeckens vor: in Bolivien, Brasilien, Ecuador, Kolumbien und Peru. Die Art bewohnt ruhige bis langsam fließende, flache Gewässer unter Waldüberdachung. Typisch sind Schwarzwasserhabitate mit weichem, saurem, tanningetöntem Wasser, sandigem bis schlammigem Substrat und Falllaub.
Männchen sind geringfügig kleiner und schlanker. An den Bauch- und Afterflossenstrahlen können mikroskopisch kleine knöcherne Häkchen vorhanden sein, ein typisches Merkmal inseminierender Stevardiidae. Ausgeprägte Farb- oder Formunterschiede sind nicht dokumentiert.
Tyttocharax madeirae benötigt 23–28 °C, pH 5,5–6,5 und GH 1–5 dGH. Weiches, leicht saures Schwarzwasser ist Pflicht, hartes oder alkalisches Wasser wird nicht toleriert.
Ab 54 Litern für eine Gruppe von 10 Tieren, empfohlen werden 80 Liter. Dichte Bepflanzung mit Freiwasserbereichen und gedämpfte Beleuchtung sind ideal.
Die Zucht ist kaum dokumentiert. Die Art ist Freilaicher mit interner Insemination. Ein separates Zuchtbecken mit sehr weichem Wasser und dichter Vegetation könnte erfolgreich sein.
Als Allesfresser nimmt die Art feine Flockenkost, Mikropellets und Lebendfutter wie Artemia-Nauplien und Cyclops an. Futterstücke müssen sehr klein sein, da die Art nur 2–3 cm groß wird.
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