
Salmler
Roter Pfeffersalmler / Ruby Tetra
Axelrodia riesei
- Endgröße: 2.1 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 4-6,5
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Characidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Blaubäuchige Nachtläufer (Cyanogaster cf. noctivaga) ist eine winzige Salmlerart mit einer Endgröße von nur 1,7 cm (SL) und kontrastreicher Färbung. Der Körper ist hyalin bis transparent, so dass innere Strukturen schwach durchscheinen. Kennzeichnend sind die irisierend blauen Bereiche am Bauch, die orange- bis roten Kiemendeckel sowie die relativ großen Augen. Entlang der Basis von After- und Schwanzflosse verläuft eine feine schwarze Chromatophorenlinie.

bis 1,7 cmEndgröße
2-3 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
5-7pH-Wert
1-4 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Im Aquarium verhalten sich Cyanogaster cf. noctivaga sehr scheu und zurückhaltend; sie bilden enge Schwärme und sind erst nach einer längeren Eingewöhnungszeit sichtbar aktiv. Die Art ist strikt nachtaktiv – der Artname ’noctivaga‘ bedeutet ‚Nachtwanderin‘, da alle Typusexemplare zwischen 20:00 und 24:00 Uhr gesammelt wurden. Futterneid und Konkurrenzdruck durch größere oder lebhaftere Fische wirken sich schnell negativ aus.
Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 5,0–7,0 (bevorzugt 6,0–6,5), GH 1–4 °dGH.
Beckengröße: Mindestens 60 cm Kantenlänge (ca. 54–80 Liter). Idealerweise als Arten- oder Mikrogesellschaftsbecken eingerichtet.
Einrichtung: Dichte Laubschicht aus getrockneten Blättern, feines Sandsubstrat und viele Versteckzonen durch Wurzeln und fein verzweigtes Holz. Moospolster bieten zusätzliche Verstecke und Futterquellen in Form von Biofilm.
Strömung: Sanft bis langsam. Beleuchtung: Abgedämpft, um Scheu zu reduzieren. Die Art ist strikt nachtaktiv – Beobachtung bevorzugt in den Abendstunden.
Das Sprungrisiko ist gering, ein Aquariendeckel ist dennoch empfehlenswert.
Cyanogaster cf. noctivaga ist eine anspruchsvolle Mikroart, die aufgrund ihrer geringen Größe und speziellen Anforderungen eher erfahrenen Aquarianern vorbehalten ist. Größte Sorgfalt bei der Auswahl ruhiger Beifische und der Bereitstellung feinster Futterangebote ist geboten.
Cyanogaster cf. noctivaga ist ein typischer Schwarmfisch; die Art sollte in Gruppen von mindestens 10 Tieren gehalten werden, da Einzelhaltung zu großem Stress führt. In zu kleinen Trupps bleiben die Tiere dauerhaft scheu und ziehen sich in Verstecke zurück.
Das Temperament ist sehr friedlich und zurückhaltend. Große, schnelle oder territoriale Beifische unterdrücken die Art stark. Adulte Zwerggarnelen sind weitgehend sicher, junge Garnelen können gefährdet sein. Schnecken sind verträglich.
Für eine Vergesellschaftung sollten ruhige und kleine Beifische aus Südamerika gewählt werden. Empfohlen sind andere südamerikanische Salmler kleiner Größe und kleine Panzerwelse. Hartwasserarten sowie schnell schwimmende oder territoriale Fische sind ungeeignet.
Die untersuchten Mageninhalte bestanden überwiegend aus Resten von Insektenlarven. Daraus lässt sich ein Bedarf an sehr kleiner tierischer Nahrung ableiten. Konkrete Aquarienfutterlisten, Fütterungshäufigkeiten und die Behauptung einer omnivoren Tendenz sind für Cyanogaster noctivaga nicht publiziert belegt.
Der Zuchtstatus ist als teilweise dokumentiert eingestuft. Bisher sind keine verifizierten erfolgreichen Nachzuchten im Aquarium dokumentiert; die Tiere im Handel stammen aus Wildfang. Die Zuordnung ist mit Vorbehalt zu betrachten.
Bei Männchen wurden feine knöcherne Häkchen an Becken- und Afterflossenstrahlen beschrieben. Konkrete Angaben zu Gelegegrößen, Inkubationszeiten oder Brutbedingungen fehlen.
Zuchtversuche sollten nur von erfahrenen Aquarianern unternommen werden: sehr weiches Wasser, abgeschattete Beckenabschnitte mit Moosen, reichliche Konditionierung mit kleinem Lebendfutter.
Cyanogaster noctivaga wurde aus dem Rio Negro-Becken in Brasilien beschrieben (Typuslokalität: Santa Isabel do Rio Negro). Handelsware wird aus dem oberen Rio Nanay in Peru importiert und als ‚cf. noctivaga‘ geführt. Die Art ist an dunkle Schwarzwasserhabitate mit sehr weichem Wasser und niedrigem pH angepasst.
Reife Männchen besitzen feine knöcherne Häkchen an Strahlen der Becken- und Afterflosse. Weitere äußerlich zuverlässige Geschlechtsmerkmale sind in der Originalbeschreibung nicht angegeben.
Cyanogaster cf. noctivaga benötigt eine Temperatur von 24–28 °C, einen pH-Wert von 5,0–7,0 (bevorzugt 6,0–6,5) und eine Gesamthärte von 1–4 dGH. Weiches Schwarzwasser wird bevorzugt.
Nur mit sehr ruhigen, kleinen südamerikanischen Arten. Empfohlen sind andere kleine Salmler und unaufdringliche Panzerwelse. Größere oder lebhafte Fische unterdrücken die scheue Art stark.
Bisher sind keine erfolgreichen Nachzuchten im Aquarium dokumentiert. Die Tiere im Handel stammen aus Wildfang. Zuchtversuche erfordern Erfahrung und sehr weiches Schwarzwasser.
Die Art ist ein Mikro-Prädator und braucht feinstes Futter: Artemia-Nauplien, Moina, Cyclops und Rädertierchen. Ergänzend werden fein zerriebene Trockenfutter akzeptiert. Mehrere kleine Fütterungen täglich sind wichtig.
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