hallo,
bin verzweifelt auf suche nach geeigneten laichhöhlen!! für den 168er und finde nix!!
könnt ihr mir weiterhelfen??
Danke
mfg
Daniela
Zierfische, Familie Loricariidae
Schmetterlingsharnischwels (L168)
Dekeyseria picta
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Schmetterlingsharnischwels (Dekeyseria picta, L168) ist ein kompakt gebauter, bis zu 14 cm (SL) großer Harnischwels aus der Familie Loricariidae. Die Art zeigt eine variable, kontrastreiche Färbung: Die Grundfarbe schwankt von sehr dunkel bis fast schwarz, auf helleren Untergründen treten gelb-orange und schwarz-braune Streifen und Bänder hervor.
- Schwierigkeit: Mittel
- Gruppenhaltung
- Friedlich
- Kupferempfindlich
bis 16 cmEndgröße
5-10 JahreLebenserwartung
25-29 °CTemperatur
5,5-7pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 200 lAquariengröße
Beschreibung
Charakteristisch ist die chamäleonartige Fähigkeit zum Farbwechsel je nach Untergrund und Stimmung, was der Art den englischen Beinamen „Chameleon Plec“ eingebracht hat. Der Körper ist seitlich abgeflacht mit breiter Schnauze; Männchen tragen ausgeprägte Odontoden an Kopf und Brustflossenstacheln. Im Aquarium ist Dekeyseria picta überwiegend nachtaktiv und tagsüber in Höhlen oder zwischen Wurzeln verborgen. Taxonomisch wurde die Art auch als D. brachyura geführt, das ist ein Synonym von Dekeyseria picta. L52 und L168 sind dieselbe Art, Dekeyseria picta (Silva und Rapp Py-Daniel 2018).
Haltung und Pflege
Dekeyseria picta benötigt ein naturnahes, strukturreiches Aquarium mit vielen Verstecken und deutlicher Strömung. Wasserwerte: 25-29 °C, pH 5,5-7,0, GH 2-12 °dGH. Das Becken sollte reichlich Totholz, verwurzelte Bereiche und enge Röhren oder Felsspalten bieten. Als Bodengrund eignet sich feiner Sand oder feinkiesiger Bodengrund (1-3 mm Körnung). Schwache bis mittlere Beleuchtung und eine leistungsfähige Filterung mit guter Sauerstoffversorgung sind wesentlich, da die Art sauerstoffreiche Strömungsbereiche bewohnt. Pro Tier sollte mindestens eine Höhle zur Verfügung stehen, um Konkurrenz zu minimieren. Regelmäßige Wasserwechsel und saubere Wasserqualität sind für die dauerhafte Gesundheit unverzichtbar. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für Loricariidae schädlich und müssen vermieden werden. Trotz der Zugehörigkeit zu den Loricariidae ist Dekeyseria picta kein Holzraspler. Die Art bevorzugt gezieltes Futter gegenüber dem Abweiden von Aufwuchs.
Passt das Wasser bei dir?
Verhalten und Vergesellschaftung
Gruppenhaltung ab 5 Tieren, friedlich. Gruppenhaltung mit mindestens einer Höhle pro Tier. Verträglichkeit mit Wirbellosen: verträglich (große Garnelen sicher, sehr kleine Junggarnelen können gefährdet sein). Dekeyseria picta ist gut mit ruhigen, nicht-aggressiven Mitbewohnern vergesellschaftbar. Als Beifische eignen sich ruhige südamerikanische Salmler, rheophile Zwergbuntbarsche und andere Harnischwelse mit ähnlichen Wasseransprüchen. Amano-Garnelen und Neocaridina-Garnelen werden in der Regel toleriert. Große Raubfische und aggressive Arten sollten vermieden werden. Ausreichend Höhlenplätze reduzieren innerartliche Konkurrenz und Stress.
Ernährung
Dekeyseria picta ernährt sich überwiegend von Aufwuchs und pflanzlichem Material, nimmt aber regelmäßig auch tierische Kost an. Als Aquariumfutter eignen sich hochwertige sinkende Algen-Tabletten und Spirulina-Wafers, blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Spinat) sowie ergänzend Frostfutter wie schwarze Mückenlarven, Artemia und Daphnia zur Konditionierung.
Zucht
Dekeyseria picta ist ein typischer Höhlenbrüter. Zuchtschwierigkeit: mittel (regelmäßig nachgezüchtet). Die Zucht gelingt in sehr weichem, saurem Wasser bei pH 5,5-6,5, GH unter 5 °dGH und Temperaturen von 26-29 °C. Als Auslöser dienen große Wasserwechsel mit kühlerem, weichem Wasser nach einer Phase stabiler Wasserwerte, erhöhte Strömung und reichhaltige Fütterung. Männchen besetzen und verteidigen eng anliegende Röhren oder Höhlen als Bruthöhlen. Die Eier haben einen Durchmesser von ca. 3,5 mm, Gelegegrößen liegen bei 20-70 Eiern. Die Larven schlüpfen nach 7-10 Tagen und ernähren sich sofort von feinem Aufwuchs und Staubfutter. Jungfische sind empfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität.
Zuchtwasser: 26 bis 29 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 °dGH
Natürlicher Lebensraum
Die Art stammt aus Schwarzwasserflüssen des Rio Negro (Brasilien, Kolumbien und Venezuela), dem Rio-Demini-Becken sowie dem Rio Uneiuxi in Brasilien. Dort bewohnt sie stark strömende, sauerstoffreiche Gewässer mit Totholz, Felsstrukturen und Überhängen. Das Wasser ist durch Huminstoffe teebraun gefärbt, mit extrem niedrigem pH und sehr geringer Härte. Totholz und verwurzelte Strukturen bieten Verstecke, Aufwuchsflächen und Laichsubstrat.
Geschlechtsunterschiede
Männchen entwickeln deutlich ausgeprägtere Odontoden an Kopf, Brustflossenstacheln und im hinteren Körperbereich. Zudem haben Männchen einen breiteren Kopf und eine spitzere Genitalpapille. Weibchen sind in der Bauchpartie fülliger und breiter, besonders während der Laichzeit.
Gut zu wissen
- L168 – im Handel als Schmetterlingsharnischwels oder Butterfly Pleco bekannt
- Chamäleonartiger Farbwechsel je nach Untergrund und Stimmung
- Überwiegend nachtaktiv – tagsüber in Höhlen oder Wurzeln verborgen
- Kein Holzraspler – bevorzugt gezieltes Futter gegenüber Algenabweidung
- Schwarzwasserart – bevorzugt weiches, saures Wasser
- Kupferempfindlich – kupferhaltige Medikamente und Dünger vermeiden
- Taxonomie: D. brachyura ist ein Synonym von D. picta, L52 und L168 sind dieselbe Art
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Schmetterlingsharnischwels?
Dekeyseria picta bevorzugt 25-29 °C, pH 5,5-7,0 und GH 2-12 °dGH. Als Schwarzwasserart fühlt sich die Art in weichem, leicht saurem Wasser am wohlsten.
Kann man den Schmetterlingsharnischwels (L168) vergesellschaften?
Die Art ist friedlich und gut mit ruhigen Mitbewohnern vergesellschaftbar. Geeignet sind südamerikanische Salmler, rheophile Zwergbuntbarsche und andere Harnischwelse. Große Raubfische und aggressive Arten sollten vermieden werden.
Kann man Schmetterlingsharnischwelse züchten?
Dekeyseria picta ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht gelingt in sehr weichem, saurem Wasser bei pH 5,5-6,5 und GH unter 5 °dGH. Die Larven schlüpfen nach 7-10 Tagen. Die Art wird regelmäßig nachgezüchtet.
Wie groß muss das Aquarium sein?
Für eine Gruppe ab 5 Tieren wird ein Becken ab 100 cm Kantenlänge und 200 Litern empfohlen. Pro Tier sollte mindestens eine Höhle vorhanden sein, um innerartliche Konkurrenz zu reduzieren.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 11. März 2015
Daniela
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