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Zierfische, Familie Nothobranchiidae

Mbio Wunderkärpfling Fundulopanchax mirabilis “Mbio”

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Fundulopanchax mirabilis (Mbio Wunderkärpfling) ist die Nominatform des mirabile-Artenkomplexes und gilt als farbenprächtigste Unterart der Gruppe. Die Art erreicht bis zu 7 cm Länge (Familie Nothobranchiidae) und stammt aus Regenwaldgewässern bei Mbio in Westkamerun. Männchen zeigen olivgrüne Rückenpartien, eisblaue Kopftöne und karmesinrote Zeichnungen an den Kiemendeckeln.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Harem
  • Territorial
  • bis 7 cmEndgröße

  • 2-3 JahreLebenserwartung

  • 20-24 °CTemperatur

  • 6-7pH-Wert

  • 2-6 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Die hintere Körperhälfte zeigt Smaragdgrün mit karmesinroten Flecken, die teilweise zu quadratischen Mustern verschmelzen. Die Flossen tragen violette bis rote Pigmentierungen mit hellblauen oder weißen Rändern. Weibchen sind olivbraun mit transparenten Flossen. Die Tiere schwimmen bevorzugt in den oberen Wasserschichten.

Haltung und Pflege

Fundulopanchax mirabilis benötigt ein naturnah eingerichtetes Aquarium ab 80 cm Kantenlänge und 112 Litern mit dichter Bepflanzung, Schwimmpflanzen, Javamoos, Moorkienholz und Falllaub. Dunkles Substrat fördert die volle Farbausprägung. Die Beleuchtung sollte gedämpft sein, die Filterströmung schwach (luftbetriebener Schwammfilter ideal). Die Art ist ein kräftiger Springer. Eine lückenlos schließende Abdeckung ist Pflicht. Die Wasserwerte sollten bei 20 bis 24 °C, pH 6,0 bis 7,0 und GH 2 bis 6 °dGH liegen. Weiches, leicht saures Wasser wird bevorzugt.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Fundulopanchax mirabilis wird paarweise oder im Harem (1 Männchen, 2 bis 3 Weibchen) gehalten. Die Art ist ruhig, Männchen sind territorial. Am besten geeignet ist ein Artbecken, in dem die Tiere ihr volles Farbspektrum zeigen. Bei Vergesellschaftung kommen nur ruhige, friedliche Beifische infrage. Geeignet sind andere westafrikanische Killifische (Aphyosemion, Scriptaphyosemion) oder ruhige Bodenbewohner. Zwerggarnelen sind ungeeignet (Beute). Schnecken werden toleriert.

Ernährung

Fundulopanchax mirabilis ist karnivor und bevorzugt proteinreiches Lebendfutter. Artemia, Mückenlarven, Daphnien, Cyclops und Mikrowürmer werden gierig angenommen. Frostfutter ist eine gute Alternative. Trockenfutter wird gelegentlich akzeptiert, sollte aber nur als Ergänzung dienen.

Zucht

Fundulopanchax mirabilis ist ein semiannueller Haftlaicher mit fakultativer Diapause. Die Art laicht kontinuierlich und legt Eier bevorzugt in Wollmops, Torffasern oder Javamoos ab. Der Torf mit den Eiern wird nach etwa einer Woche entnommen und auf leicht feuchte Konsistenz getrocknet. Nach etwa 30 Tagen Trockenlagerung bei 22 °C werden Torf und Eier ins Wasser gegeben. Die Jungfische nehmen sofort Artemia-Nauplien und Mikrowürmer an. Jungmännchen sollten ab ca. 1,5 bis 2 cm in Kleingruppen getrennt werden. Zuchtwasser: pH 6,0 bis 6,5, GH bis 4 °dGH, 22 bis 24 °C.

Zuchtwasser: 22 bis 24 °C, pH 6 bis 6,5, bis 4 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Die Art stammt aus Westkamerun, aus der Umgebung von Mbio an der Straße von Mamfe nach Kumba. Die Fische bewohnen schattige, laub- und wurzelreiche Bäche mit geringer Strömung, weichem, tanningefärbtem Wasser und dichter Ufervegetation. Im natürlichen Habitat wurden Werte von pH 5,6, dGH 1 und 24 °C gemessen. Einige Gewässerabschnitte können in der Trockenzeit austrocknen.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist stark ausgeprägt. Männchen zeigen intensive Blau-, Grün-, Rot- und Violetttöne mit ausgezogenen, teils leierförmig verlängerten Flossen und erreichen 6 bis 7 cm. Weibchen sind schlicht olivbraun mit transparenten, abgerundeten Flossen und bleiben mit ca. 4,5 cm deutlich kleiner.

Gut zu wissen

  • Farbenprächtigste Unterart des mirabile-Komplexes
  • Semiannueller Killifisch mit fakultativer Diapause
  • Karmesinrote Flecken auf smaragdgrünem Grund
  • Kräftiger Springer, lückenlose Abdeckung Pflicht
  • Herkunft: Mbio, Westkamerun (Regenwaldgebiet)
  • Lebenserwartung nur 2 bis 3 Jahre

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Mbio Wunderkärpfling?

Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 20 bis 24 °C, pH 6,0 bis 7,0 und einer Gesamthärte von 2 bis 6 °dGH. Weiches, leicht saures Wasser wird bevorzugt.

Kann man den Mbio Wunderkärpfling vergesellschaften?

Am besten geeignet ist ein Artbecken. Bei Vergesellschaftung eignen sich andere westafrikanische Killifische oder ruhige Bodenbewohner. Zwerggarnelen sind als Beute ungeeignet.

Wie lässt sich der Mbio Wunderkärpfling züchten?

Die Art ist ein semiannueller Haftlaicher mit fakultativer Diapause. Die Eier werden in Wollmops oder Torffasern abgelegt und nach Trockenlagerung (ca. 30 Tage) ins Wasser gegeben.

Was frisst der Mbio Wunderkärpfling?

Die Art ist karnivor und bevorzugt Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven, Daphnien und Cyclops. Trockenfutter dient nur als Ergänzung.

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Fragen und Erfahrungen

3 Kommentare, der letzte vom 19. August 2014
  1. ritagern

    Heisst der fisch nich gresensi ohne mirabile? Gehört der zur mirabile-Familie?

  2. Rudolf Pohlmann

    Die Fundulopanchax mirabile -Art wird in fünf Unterarten eingeteilt:
    (1) Fundulopanchax mirabile gresensi (Berkenkamp 2003)
    (2) Fundulopanchax mirabile mirabile (RADDA (1970)
    (3) Fundulopanchax mirabile moensis (RADDA (1970)
    (4) Fundulopanchax mirabile traudeae (RADDA (1971)
    (5) Fundulopanchax mirabile intermittens (RADDA (1974)

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