
Harnischwelse
Weißpunkt-Fliegerharnischwels
Pseudolithoxus anthrax (L235)
- Endgröße: bis 15 cm
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 24-27 °C
- pH-Wert: pH 6,2-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Pseudolithoxus sp. (L235a) ist ein stark abgeflachter Harnischwels aus der Umgebung von São Gabriel da Cachoeira am Rio Negro in Brasilien, dessen größte importierte Männchen ca. 15 cm lang waren. Die provisorische L-Nummer erhielt die Form 2015 beim Erstimport nach Deutschland, eine Artbestimmung dieser Tiere nennen die ausgewerteten Quellen nicht.

15 cmEndgröße
26-30 °CTemperatur
ab 240 lAquariengröße
Der Körper ist dunkel mit hellen Punkten, typisch für die Gattung sind die sehr großen Brustflossen, denen die Fliegerwelse ihren Namen verdanken. Auf den ersten Blick ähnelt die Form stark Pseudolithoxus anthrax (L235) aus dem Orinoco-Gebiet, sie hat aber größere, nach hinten teils noch größer werdende weiße Punkte und eine weiß gesäumte Schwanz- und Rückenflosse. Weiße Flossensäume kommen auch bei Pseudolithoxus nicoi vor, allerdings nicht bei allen Tieren, diese Art trägt außerdem ein Punktmuster mit weniger Punkten. L235a passt zu Aquarianern, die ein großes, kräftig durchströmtes und warmes Becken mit Steinaufbauten bieten können.
Für die Gattung Pseudolithoxus gelten 26-30 °C, dazu möglichst starke Strömung. Davon abgesehen ist die Pflege die eines vorwiegend Aufwuchs fressenden Harnischwelses wie Ancistrus. Das Becken sollte ab 120 cm Kantenlänge und 240 Liter messen. Beckenmaße für L235a selbst sind nicht veröffentlicht, die Angabe stammt von der ähnlichen L235. Für L235a liegen auch keine eigenen Angaben zu pH-Wert und Härte vor. Für ähnliche Arten werden saure bis neutrale Werte genannt, je nach Art und Quelle zwischen pH 5,0 und 7,0. Bei L235 haben sich Steinaufbauten mit vielen Spalten, zahlreiche Verstecke, schattige Bereiche und ein zusätzlicher Durchlüfterstein bewährt, in schattigen Becken zeigen sich die Tiere auch tagsüber. Für L235 wird zu festeren Pflanzen geraten, weil diese Welse auch pflanzliche Nahrung brauchen.
Zum Verhalten von L235a selbst gibt es keine veröffentlichten Beobachtungen, die folgenden Angaben stammen von ähnlichen Arten. L235 gilt als ruhige, verträgliche Art, die auch tagsüber recht aktiv und wenig schreckhaft ist. Für L235 und P. nicoi wird die Haltung in kleinen Gruppen empfohlen, Einzelhaltung ist möglich. Beifische müssen starke Strömung und 26-30 °C vertragen. Konkrete Beifische sowie Angaben zu Garnelen und Schnecken nennen die ausgewerteten Quellen nicht.
Pseudolithoxus sind vorwiegend Aufwuchsfresser und werden im Prinzip wie Ancistrus ernährt. Für L235 ist beschrieben, dass regelmäßig pflanzliche Nahrung auf den Speiseplan gehört, die Tiere ansonsten aber überwiegend mit tierischer Nahrung und Futtertabletten gut zu ernähren sind und Frost- und Lebendfutter gern nehmen. Die Angaben zum Tieranteil im Futter gehen auseinander. Eine weiche Wurzel sollte im Becken liegen. Eigene Fütterungsberichte zu L235a liegen nicht vor.
Zur Nachzucht von L235a im Aquarium liegen in den ausgewerteten Quellen keine Berichte vor. Die ähnliche L235 wurde bereits mehrfach nachgezogen. Sie ist ein Höhlenbrüter, der flache Ton- oder Schieferhöhlen und Steinspalten annimmt, die Eier wurden an der Höhlendecke beobachtet. Die Jungfische ließen sich bei sehr guter Wasserqualität mit Artemia und Staubfutter aufziehen. Ob das für L235a genauso gilt, ist nicht belegt.
L235a stammt aus der Umgebung von São Gabriel da Cachoeira am Rio Negro in Brasilien. Genauere Fundorte und am Fundort gemessene Wasserwerte sind nicht veröffentlicht. Die Gattung Pseudolithoxus lebt in Stromschnellen und ist rheophil (strömungsliebend), dazu passt der flache Körperbau.
Männchen und Weibchen lassen sich am besten in der Draufsicht unterscheiden, dann fallen die Unterschiede in der Kopfform und der Länge der Brustflossen deutlich auf. Für die ähnliche L235 ist beschrieben, dass erwachsene Männchen längere Odontoden (Hautzähnchen) auf den Brustflossenstacheln tragen und Weibchen einen schmaleren Kopf und einen breiteren Körper haben.
L235a hat größere, nach hinten teils noch größer werdende weiße Punkte und eine weiß gesäumte Schwanz- und Rückenflosse und stammt vom Rio Negro in Brasilien. Pseudolithoxus anthrax (L235) kommt aus dem Orinoco-Gebiet und hat keinen weißen Saum an der Schwanzflosse.
Die größten Männchen des Erstimports waren ca. 15 cm lang und zeigten alle Merkmale ausgewachsener Tiere.
Für die Gattung gelten 26-30 °C bei möglichst starker Strömung. Eigene Angaben zu pH-Wert und Härte gibt es für L235a nicht. Für ähnliche Arten werden saure bis neutrale Werte genannt, je nach Art und Quelle zwischen pH 5,0 und 7,0.
Empfohlen ist ein Becken ab 120 cm Kantenlänge und 240 Liter mit kräftiger Strömung und Steinaufbauten. Die Angabe stammt von der ähnlichen L235.
Pseudolithoxus sind vorwiegend Aufwuchsfresser. Für die Gattung gilt die Fütterung wie bei Ancistrus, eigene Berichte zu L235a fehlen. Für die ähnliche L235 werden pflanzliche Kost, Futtertabletten sowie Frost- und Lebendfutter genannt. Eine weiche Wurzel gehört ins Becken.
Zur Nachzucht von L235a liegen keine Berichte vor. Die ähnliche L235 wurde als Höhlenbrüter mehrfach nachgezogen.
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