
Dornwelse
Granulierter Dornwels
Pterodoras granulosus
- Endgröße: bis 90 cm
- Aquarium: ab 2700 l
- Temperatur: 20-24 °C
- pH-Wert: pH 6-7,4
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Doradidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Megalodoras uranoscopus (Synonym: Megalodoras irwini) gehört zur Familie der Doradidae und erreicht eine Größe von bis zu 53 cm SL (Männchen), Weibchen werden mit bis zu 60 cm SL noch größer. Der Körper ist robust und kräftig gebaut mit deutlichen Knochenplatten entlang der Seitenlinie, die dem Fisch ein gepanzertes Erscheinungsbild verleihen.

bis 60 cmEndgröße
8–12 JahreLebenserwartung
21-25 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
1-20 °dGHGesamthärte
ab 1800 lAquariengröße
Die Schnauze ist breit und wird von mehreren Barteln begleitet, die beim Suchen nach Nahrung am Boden helfen. Besonders zu beachten: Die harten und spitzen Dorsal- sowie Brustflossenstacheln können sich leicht in Netzen verhaken und bei unsachgemäßem Handling Hautverletzungen verursachen. Die Art kann über Stridulation (Reiben von Flossenstacheln) hörbare Töne erzeugen, was für Doradidae charakteristisch ist. Im Aquarium zeigt Megalodoras uranoscopus überwiegend tagaktives Verhalten und bewegt sich in Bodennähe. Er nutzt Verstecke zwischen Wurzeln, Höhlen und dichten Pflanzenbeständen. In der Natur unternimmt die Art ausgeprägte saisonale Wanderungen, die mit dem Reproduktionszyklus verknüpft sind. Aufgrund der Größe ist diese Art nur für sehr großzügige Aquarien oder Schauanlagen geeignet.
Wasserwerte
Temperatur: 21–25 °C
pH: 5,5–7,5
GH: 1–20 °dGH Beckengröße
Mindestens 240 × 120 cm Bodenfläche für eine Gruppe. Ca. 1.800 Liter Mindestvolumen. Das Becken muss vor allem ausreichend Grundfläche bieten. Einrichtung
Viele Verstecke durch große Wurzeln, robuste Treibholzstücke, Höhlen aus halben Tonröhren oder stabilen Steinaufbauten. Dichte Bepflanzung in Randbereichen sowie Bereiche mit freier Bodenfläche. Feiner Sand oder glatt gerundeter Kies als Substrat, um Barteln und empfindliche Hautpartien nicht zu verletzen. Filterung und Strömung
Kräftige Filterkapazitäten für gute Wasserqualität in großen Volumina, ohne starke Strömungen im Bodenbereich. Megalodoras uranoscopus ist eine friedliche, interessante Doradiden-Art für erfahrene Aquarianer mit entsprechend großen Becken. Die tonproduzierende Fähigkeit und das gepanzerte Erscheinungsbild machen die Art zu einem besonderen Pflegling.
Megalodoras uranoscopus ist eine friedliche Gruppenart. Empfohlen wird eine Haltung in Gruppen von mindestens 4 Tieren. Trotz der Größe ist die Art anderen Fischen gegenüber generell friedlich. Garnelen sind ungeeignet; junge Garnelen werden sehr wahrscheinlich gefressen. Schnecken gelten als potenzielle Beute, da die Art in der Natur bevorzugt Lungenschnecken frisst. Für die Vergesellschaftung sind andere große, friedliche südamerikanische Arten geeignet: größere Salmler (Metynnis, Myleus), mittelgroße bis große Buntbarsche (Geophagus), größere Harnischwelse und ähnlich große Doradidae.
Megalodoras uranoscopus ist ein Allesfresser mit deutlichem Schwerpunkt auf tierischer Kost. In der Natur frisst die Art vor allem Lungenschnecken sowie Früchte. Im Aquarium eignen sich hochwertige sinkende Pellets oder Sticks als Basis, ergänzt durch Tiefkühlkost (Artemia, Mysis, Cyclops, rote Mückenlarven), Regenwürmer, Landschnecken sowie blanchiertes Blattgemüse (Spinat, Zucchini) oder Spirulina-Tabletten. Alle Futtermittel müssen sinkend sein.
Zucht-Status: Nie in Gefangenschaft gezüchtet Megalodoras uranoscopus hat ausgeprägte saisonale Wanderungen in der Natur, die direkt mit dem Reproduktionszyklus verknüpft sind. Diese migrationsbedingten Laichbedingungen sind in Gefangenschaft praktisch nicht zu simulieren. Es existieren keine gesicherten Berichte über erfolgreiche Nachzucht im Aquarium.
Megalodoras uranoscopus stammt aus Südamerika und besiedelt das Amazonasbecken in Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador und Peru. Die Art wird vorwiegend in langsam fließenden oder stehenden Gewässern gefunden: Zuflüsse, Nebenarme, Überschwemmungsgebiete und Sümpfe. Die Fische suchen Schutz in Wurzelwerken, unter umgestürzten Bäumen und in dichter submerser Vegetation. Abhängig von der Jahreszeit kommen sie auch in Hauptkanälen größerer Flüsse und zeitweise überfluteten Flächen vor. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.
Adulte Weibchen werden deutlich größer und massiger als Männchen: Weibchen können bis zu 60 cm SL erreichen, während Männchen typischerweise kleiner bleiben (bis ca. 53 cm SL). Darüber hinaus unterscheiden sich die Genitalpapillen in ihrer Struktur zwischen den Geschlechtern.
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 21–25 °C, pH 5,5–7,5 und GH 1–20 °dGH. Wichtig sind stabile Wasserverhältnisse und eine leistungsfähige Filterung.
Trotz der Größe ist die Art friedlich und eignet sich für Gesellschaftsbecken mit anderen großen südamerikanischen Arten: Salmler wie Metynnis, Buntbarsche wie Geophagus und andere Doradidae. Garnelen und kleine Schnecken werden als Beute betrachtet.
Die Art wurde bislang nie in Gefangenschaft gezüchtet. In der Natur sind die Wanderungen während der Fortpflanzungszeit für das Laichverhalten entscheidend; diese Bedingungen lassen sich im Aquarium nicht simulieren.
Die Art ist ein Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Kost. In der Natur werden vor allem Lungenschnecken und Früchte gefressen. Im Aquarium eignen sich sinkende Pellets, Tiefkühlkost und blanchiertes Gemüse.
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