
Salmler
Neveri-Piranha
Serrasalmus cf. neveriensis
- Endgröße: bis 29 cm
- Aquarium: ab 450 l
- Temperatur: 27-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittelschwer
Einzelgänger, aggressiv
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Zierfische, Familie Serrasalmidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Serrasalmus (Piranha) ist eine Gattung mittelgroßer bis großer Salmler (Serrasalmidae) mit kompakter, seitlich stark abgeflachter Körperform und kräftigem Kieferapparat mit rasiermesserscharfen Zähnen. Die Grundfärbung reicht je nach Art von silbrig über gelb und gold bis hin zu dunklen Varianten; oft treten an Kehle, Bauch oder Flossen rötliche, orange oder violette Schattierungen auf.

bis 50 cmEndgröße
10-12 JahreLebenserwartung
23-28 °CTemperatur
5,8-7pH-Wert
2-10 °dGHGesamthärte
ab 2000 lAquariengröße
Viele Vertreter zeigen einen dunklen Schulterfleck und ein dunkles Schwanzflossenband. Je nach Art werden 20-50 cm erreicht. Im Aquarium zeigen Serrasalmus-Arten dominantes, revierbildendes Verhalten in der mittleren Wasserschicht. Ausgeprägtes Flossenbeißen und innerartliche Aggression machen Einzelhaltung zur einzig sicheren Option. Im Gegensatz zu den schwarmbildenden Pygocentrus-Arten sind Serrasalmus-Arten strikte Einzelgänger. Die Tiere reagieren sensibel auf zu enge Haltung und Störung. WICHTIG: Beim Hantieren im Becken ist größte Vorsicht geboten. Piranhas beißen bei Bedrohung reflexartig zu und können tiefe Wunden verursachen. Handschuhe und geeignete Fanggeräte verwenden. Heizstäbe und Technik möglichst außerhalb des Beckens platzieren, da Serrasalmiden diese gezielt attackieren.
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 23-28 °C, pH 5,8-7,0, GH 2-10 dGH. Stabilität der Wasserparameter entscheidend. Beckengröße: Kleinere Arten (S. compressus, 20-25 cm): mindestens 700 Liter. Größere Arten (S. rhombeus bis 50 cm, S. manueli über 40 cm): 2.000 Liter oder mehr. Einrichtung: Wurzelholz, Höhlen, dichte Rand- oder Unterwasservegetation. Offene Schwimmbereiche. Sand oder feiner Kies. Heizstäbe und Geräte außerhalb des Beckens platzieren (werden attackiert). Gedämpftes Licht. Abdeckung: Springer. Stabile, fest schließende Abdeckung notwendig. Filterung: Leistungsfähige biologische und mechanische Filterung. Wöchentlich 30-50 % Wasserwechsel. Nitrat unter 50 mg/l.
Serrasalmus-Arten sind strikte Einzelgänger. Im Gegensatz zu den schwarmbildenden Pygocentrus-Arten (Rote Piranhas) sind Serrasalmus territorial und aggressiv gegenüber Artgenossen. Einzelhaltung ist keine Option, sondern Pflicht. Artgenossen und andere Fische werden als Konkurrenten oder Beute betrachtet und aktiv attackiert. Alle Wirbellosen und Kleinfische werden als Futter betrachtet. Garnelen jeder Größe sind Futter. Schnecken sind gefährdet. Vergesellschaftung grundsätzlich nicht empfohlen. Auch Versuche mit gepanzerten Welsen sind umstritten und können zum Tod des Begleitfisches führen.
Serrasalmus ist karnivor und piscivor. In der Natur Lepidophagie (Flossen und Schuppen anderer Fische), ganze Fische, Wirbellose und Insekten. Im Aquarium: Fischfilets, Garnelen, Muschelfleisch, Tintenfisch, Regenwürmer, Frostfutter (Stint, Garnelen, Muscheln). Keine lebenden Futterfische (Seuchengefahr). Kein Säugetier- oder Vogelfleisch. Adulte Tiere 2-3 Fütterungen pro Woche.
Fortpflanzungstyp: Freilaicher. Zuchtschwierigkeit: Sehr schwer. Zuchtwasser: 26-28 °C, pH 6,0-7,0, GH unter 10 dGH. Großvolumige, dicht bepflanzte Becken (mindestens 750-1.000 Liter). Konditionierung mit Lebend- und Frostfutter. Saisonale Reize (Regenzeitimitation mit größeren, kühleren Wasserwechseln) als Auslöser. Gelege: 800-1.200 Eier (S. maculatus). Schlupf bei 28 °C in 54-58 Stunden. Jungfische zeigen früh Kannibalismus. Geschlechtsreife nach ca. 18 Monaten.
Serrasalmus rhombeus ist mit Ausnahme von Argentinien, Chile und Paraguay in ganz Südamerika verbreitet, vor allem in den Einzugsgebieten des Amazonas, Paraguay, Paraná und Orinoco. Schattige Bereiche mit dichter Vegetation, Wurzelholz und Unterständen. Sand oder feiner Kies als Substrat. Stille bis mäßig fließende Gewässer.
Sexuelle Unterschiede kaum ausgeprägt und schwer erkennbar. Weibchen wirken während der Laichzeit voluminöser im Bauchbereich. Bei einigen Arten nehmen Männchen eine dunklere Färbung an. Sichere Geschlechtsbestimmung meist nur anhand des Verhaltens in der Fortpflanzungsphase.
Temperatur 23-28 °C, pH 5,8-7,0, GH 2-10 dGH. Sehr hartes Wasser (über 10 dGH) ist nicht artgemäß.
Nein. Serrasalmus ist grundsätzlich als Einzeltier zu halten. Andere Fische werden attackiert oder an den Flossen beschädigt. Auch Versuche mit gepanzerten Welsen sind riskant.
Karnivor und piscivor: Fischfilets, Garnelen, Muschelfleisch, Tintenfisch, Regenwürmer. Keine lebenden Futterfische (Seuchengefahr), kein Säugetierfleisch. Adulte 2-3x pro Woche.
Kleinere Arten (S. compressus, 20-25 cm): mindestens 700 Liter. Größere Arten (S. rhombeus bis 50 cm): 2.000 Liter oder mehr. Stabile Abdeckung Pflicht (Springer).
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