
Zahnkarpfen
Kardinals-Prachtgrundkärpfling
Nothobranchius cardinalis
- Endgröße: bis 2,7 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, friedlich
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Zierfische, Familie Nothobranchiidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Günthers Prachtgrundkärpfling (Nothobranchius guentheri) wird ca. 3,5 cm SL groß und ist ein kompakter Jahreskärpfling von der Insel Sansibar (Tansania). Männchen zeigen ein Farbmosaik aus metallisch hellblauem bis grünlichem Körper mit rötlichen Schuppenrändern, die ein feines Netzmuster erzeugen. Die Schwanzflosse leuchtet rot mit einem schwarzen Randsaum.

bis 3,5 cmEndgröße
1-2 JahreLebenserwartung
22-25 °CTemperatur
6-7pH-Wert
4-10 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Weibchen sind deutlich schlichter in Grau- bis Brauntönen mit farblosen Flossen. Im Aquarium präsentiert sich Nothobranchius guentheri als aktiver Schwimmer der oberen Wasserschichten, der bevorzugt helle, ruhige Bereiche mit dichter Vegetation aufsucht. Männchen markieren Reviere und zeigen Balz- und Drohverhalten mit aufgerichteter Haltung und Flossenspreizen. Die Art erreicht die Geschlechtsreife sehr früh, bereits nach 6–8 Wochen. Als Jahreskärpfling mit Trockeninkubation der Eier ist die Zucht reizvoll, erfordert aber spezielle Kenntnisse.
Wasserwerte: 22–25 °C, pH 6,0–7,0, GH 4–10 dGH. Diese Werte orientieren sich an den natürlichen Habitaten auf Sansibar. Als artgerecht gilt ein Becken mit mindestens 60 cm Kantenlänge (ca. 54 Liter) für eine Haremskonstellation. Die Einrichtung sollte dichte Bepflanzung in der Ober- und Mittelzone bieten, dabei aber freie Schwimmflächen für Balz und Bewegung lassen. Ein weicher, dunkler Bodengrund mit Torf- oder Laubauflage unterstützt das natürliche Verhalten. Strömung gering bis still halten. Moderate Filterung ohne starke Strömung ist ideal (Schwammfilter). Regelmäßige Wasserwechsel halten die Parameter stabil. Wegen der Sprungneigung ist eine gut schließende Abdeckung nötig. Günthers Prachtgrundkärpfling ist eine reizvolle Art für Halter, die sich für Jahreskärpflinge interessieren. Die Kombination aus leuchtenden Männchen, schneller Entwicklung und spezieller Trockeninkubation macht die Pflege anspruchsvoll, aber lohnend.
Nothobranchius guentheri ist innerartlich territorial; Männchen sind gegenüber Artgenossen deutlich aggressiver als gegenüber anderen Arten. In der Praxis hat sich Haremshaltung bewährt: ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen. Dies reduziert Stress für die Weibchen und vermindert Revierkämpfe. Gegenüber anderen, nicht konkurrenzstarken Arten verhält sich die Art überwiegend friedlich. Sehr kleine Garnelen, besonders Jungtiere, werden als Beute betrachtet. Adulte Garnelen haben bessere Überlebenschancen, Schnecken sind meist unproblematisch. Bei der Vergesellschaftung sollte man ausschließlich Arten aus der Bioregion Ostafrika wählen. Ruhige, kleine Arten ohne Raubneigung sind geeignet. Mehrere dominante Männchen in zu kleinen Becken führen zu Dauerstress.
Nothobranchius guentheri ist ein mikroprädatorisch geprägter Räuber. Hochwertiges Lebend- und Frostfutter wird bevorzugt: rote und weiße Mückenlarven, Artemia-Nauplien, Daphnien Grindalwürmer. Trockenfutter wird oft verschmäht; wenn gefüttert, sollte es proteinreich und fein zerkleinert sein. Auf rote Mückenlarven und Tubifex sollte verzichtet werden: Killifische reagieren empfindlich auf die damit eingetragenen Keime und neigen bei fettreicher Kost zur Verfettung. Weiße und schwarze Mückenlarven, Artemia, Cyclops und Grindalwürmer sind die bessere Grundlage.
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher (Jahreskärpfling). Schwierigkeit: mittel. Zuchtwasserwerte: 24–25 °C, pH 6,0–7,0, GH max. 10 dGH. Konditionierung mit reichlich Lebendfutter steigert die Eiproduktion. Die Art legt fortlaufend Eier in torfähnliches Substrat (Dauerlaicher), etwa 50–150 Eier pro Woche. Das Torfmaterial wird entnommen, tabakfeucht ausgedrückt und 8–12 Wochen bei warmer Temperatur trocken gelagert (Diapause). In der Natur benötigen Eier häufig 3–4 Monate Inkubation. Zum Schlupf wird der Torf mit kühlem, sauerstoffreichem Wasser übergossen. Erstfutter: Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen oder Essigälchen. Die Zucht ist gut dokumentiert mit zahlreichen Nachzuchtprotokollen.
Zuchtwasser: 24 bis 25 °C, pH 6 bis 7, bis 10 °dGH
Nothobranchius guentheri stammt von Sansibar (Unguja), Tansania, und ist endemisch in den saisonal geprägten Flachgewässern dieser Region. Typische Habitate sind flache, stark bewachsene, schlammige Resttümpel, die sich während der Regenzeit füllen und in der Trockenzeit vollständig austrocknen. Die Gewässer zeichnen sich durch weiche, torf- und laubreiche Substrate aus. Es handelt sich um stehende oder kaum fließende Gewässer mit dichter Pflanzenbewachsung. Wilde Wasserwerte: 22–25 °C, pH 6–7. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren.
Männchen erreichen ca. 3,5 cm SL und tragen die kontrastreiche Zeichnung mit metallischen Reflexen, roter Schwanzflosse mit schwarzem Randsaum und kräftiger Flossenzeichnung. Weibchen bleiben mit ca. 3,2 cm SL etwas kleiner, sind schlanker, schlichter gefärbt und verfügen über unscheinbare, farblose Flossen.
Empfohlen werden 22–25 °C, pH 6,0–7,0 und GH 4–10 dGH. Die Werte orientieren sich an den natürlichen Habitaten auf Sansibar und sollten stabil eingehalten werden.
Ja, mit ruhigen, kleinen Arten aus Ostafrika, die keine Revierkonflikte provozieren. Haremshaltung (1M:2–3W) wird empfohlen. Junggarnelen sind gefährdet, Schnecken werden toleriert.
Die Eier werden in Torf abgelegt, der anschließend 8–12 Wochen trocken gelagert wird. Zum Schlupf wird der Torf mit kühlem Wasser übergossen. Zuchtwerte: 24–25 °C, pH 6–7, GH max. 10 dGH. Die Zucht gilt als mittelschwer, ist aber gut dokumentiert.
Die Art bevorzugt Lebend- und Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Tubifex und Grindalwürmer. Trockenfutter wird häufig verschmäht und sollte nur proteinreich und fein zerkleinert angeboten werden.
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