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Zierfische, Familie Poeciliidae

Phallichthys tico

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Phallichthys tico ist ein zierlicher, nur 2,5-3,5 cm großer Lebendgebärender aus der Familie Poeciliidae mit einer bräunlich-orange-braunen Grundfärbung. Männchen tragen 8-10 feine dunkle Querstreifen entlang der Flanken und eine gelblich getönte Rückenflosse mit schwarzem Rand und schwarzem Fleck an der Basis. Weibchen sind deutlich größer und fülliger mit schwächerer oder fehlender Streifenzeichnung.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 3,5 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 23-28 °CTemperatur

  • 7-7,5pH-Wert

  • 3-10 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Männchen besitzen ein Gonopodium als umgebildete Afterflosse. Im Aquarium verhält sich Phallichthys tico ruhig und zunächst scheu. Die Tiere suchen dichte Bepflanzung und schwimmen bevorzugt in der oberen Wasserschicht. Mit ausreichenden Versteckmöglichkeiten legen sie ihre Scheu ab und zeigen lebhafte Futtersuche an der Oberfläche. Die Art ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet (Costa Rica und Nicaragua) selten geworden und nach IUCN als Gefährdet (VU) eingestuft. Im Aquarienhandel ist sie nur selten erhältlich.

Haltung und Pflege

Phallichthys tico benötigt Wasser mit 23-28 °C, pH 7,0-7,5 und GH 3-10 °dGH. Das Becken sollte mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Liter fassen. Das Aquarium sollte dicht mit Schwimmpflanzen und feinfiedrigen Pflanzen bestückt sein, die Versteckmöglichkeiten in der oberen und mittleren Wasserschicht bieten. Als Bodengrund eignet sich feiner Sand, idealerweise mit Detritusanteilen und Mikroorganismenaufwuchs. Dunkle Rückwände und gedämpfte Beleuchtung unterstützen die natürliche Farbwirkung. Die Strömung sollte ruhig bis schwach sein. Regelmäßige Wasserwechsel und sorgfältige Wasserhygiene sind wichtig, da besonders die Jungfische empfindlich auf Parasiten reagieren.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Phallichthys tico ist eine gesellige Art und sollte in Gruppen gehalten werden. In schwarmähnlichem Umfeld zeigen die Tiere weniger scheues Verhalten und werden aktiver. Das Temperament ist friedlich und zurückhaltend. Auch während der Fortpflanzungszeit zeigt die Art kein starkes Territorial- oder Revierverhalten. Die Art besitzt ein sehr kleines Maul. Adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert. Sehr junge Garnelen können jedoch gefressen werden. Geeignete Beifische sind kleine, friedliche mittelamerikanische Lebendgebärende und andere ruhige Arten aus der Bioregion Mittelamerika. Große oder aggressive Fische sind ungeeignet.

Ernährung

Phallichthys tico ist ein Allesfresser mit pflanzlicher Betonung. In der Natur ernährt sich die Art von Algen, Diatomeen, Detritus und gelegentlich Insektenlarven. Im Aquarium bilden feine Flocken und Mikro-Pellets die Basis, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Cyclops und kleine Mückenlarven. Pflanzliche Kost wie Spirulina-Flocken und Algenaufwuchs ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Regelmäßige, kleine Fütterungsintervalle sind günstiger als wenige große Portionen.

Zucht

Phallichthys tico ist lebendgebärend. Die Zucht ist dokumentiert und gilt als mittelschwer. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25-27 °C, pH 7,0-7,5, GH maximal 10 °dGH. Zur Konditionierung werden Weibchen reichlich mit Lebendfutter (Artemia-Nauplien, kleine Mückenlarven) gefüttert. Die Fortpflanzung erfolgt ohne spezielle Auslöser; regelmäßige Wasserwechsel und gutes Lebendfutter gelten als förderlich. Weibchen bringen nach einer Tragzeit von ca. vier Wochen 10-25 Jungfische zur Welt. Die Jungfische sind empfindlich gegenüber Parasiten und benötigen hervorragende Wasserhygiene. Als Erstfutter eignen sich Artemia-Nauplien und feines Staubfutter. Separate Aufzuchtbecken oder dicht bepflanzte Rückzugsbereiche werden empfohlen.

Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 7 bis 7,5, bis 10 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Phallichthys tico ist in Mittelamerika beheimatet und kommt im atlantischen Tiefland vor, im Einzugsgebiet des oberen Río San Juan sowie dessen Zuflüssen (Río Sarapiquí, Río Puerto Viejo) in Costa Rica mit Vorkommen auch im südlichen Nicaragua. Die Art bewohnt flache, sumpfige Randbereiche und Uferzonen mit schlammigem Boden, feinem Sand und reichlich Detritus. Schwimmpflanzen und dichte Vegetation bieten Schutz. Die Strömung ist still bis langsam.

Geschlechtsunterschiede

Männchen erreichen etwa 2,5 cm SL, sind schlanker und besitzen ein Gonopodium als modifizierte Afterflosse. Typisch sind 8-10 schmale dunkle Querstreifen entlang der Flanken und eine Rückenflosse mit gelblichem Grundton, schwarzem Rand und schwarzem Fleck an der Basis. Weibchen werden mit ca. 3,5 cm SL deutlich größer und massiger. Sie zeigen eine weniger ausgeprägte Streifenzeichnung oder sind nahezu ohne die Querstreifen.

Gut zu wissen

  • Lebendgebärend: Weibchen bringen frei schwimmende Jungfische zur Welt
  • Deutlicher Sexualdimorphismus: Männchen kleiner mit Gonopodium und Querstreifen; Weibchen größer und fülliger
  • Bevorzugt obere Schwimmzone; häufig an der Wasseroberfläche und in Schwimmpflanzen
  • Jungfische empfindlich gegenüber Parasiten und verschmutztem Wasser
  • IUCN-Status: Gefährdet (VU); im Aquarienhandel selten
  • Geringes Sprungrisiko

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Phallichthys tico?

Phallichthys tico benötigt 23-28 °C, pH 7,0-7,5 und GH 3-10 °dGH. Die Art bevorzugt neutrales bis leicht alkalisches, weiches bis mittelhartes Wasser.

Kann man den Phallichthys tico vergesellschaften?

Geeignete Beifische sind kleine, friedliche mittelamerikanische Lebendgebärende und andere ruhige Arten. Große oder aggressive Fische sind ungeeignet, da sie die zierlichen Tiere bedrängen können.

Wie züchtet man den Phallichthys tico?

Die Zucht ist mittelschwer. Weibchen bringen nach ca. vier Wochen Tragzeit 10-25 Jungfische zur Welt. Die Jungfische sind empfindlich gegenüber Parasiten und benötigen hervorragende Wasserhygiene und feines Erstfutter.

Ist der Phallichthys tico gefährdet?

Ja, die Art ist nach IUCN als Gefährdet (VU) eingestuft. Das Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf das atlantische Tiefland von Costa Rica und Nicaragua. Im Aquarienhandel ist sie selten; gezielte Nachzucht trägt zur Erhaltung bei.

Hinweis zu den Daten

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