
Flösselhechte
Zaire-Flösselhecht
Polypterus delhezi
- Endgröße: bis 35 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 24-30 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis sehr hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Polypteridae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Retropinnis-Flösselhecht (Polypterus retropinnis) ist ein langgestreckter Fisch aus der Familie Polypteridae, der 34-35 cm SL erreicht. Der Körper ist im Querschnitt nahezu kreisrund mit einer mehrgliedrigen Rückenflosse (7-9 Stacheln). Die Grundfärbung ist unscheinbar und auf Tarnung ausgerichtet; lebende Exemplare zeigen eine charakteristische Irisfärbung mit cremefarbenen und schwarzen Abschnitten.

34-35 cm (SL)Endgröße
20-25 JahreLebenserwartung
25-28 °CTemperatur
6-8pH-Wert
5-25 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Jungfische besitzen äußere, amphibienartige Kiemen, die sich mit der Reifung zurückbilden. Die Art besitzt eine zweigeteilte Schwimmblase als akzessorisches Atemorgan und steigt regelmäßig zur Oberfläche zum Luftholen auf. Im Aquarium zeigt Polypterus retropinnis typisches Bodenverhalten: ruhige Phasen, gelegentliches Durchstreifen dichter Pflanzengürtel und aktive Jagdsequenzen bei Futterangebot. Die Art ist vorwiegend nachtaktiv und orientiert sich hauptsächlich über den Geruchssinn. Trockenfutter wird von den meisten Exemplaren verweigert; lebende oder gefrorene tierische Kost ist notwendig. Frisch importierte Wildfänge sind häufig mit Ekto- und Endoparasiten belastet; eine Quarantäne wird dringend empfohlen.
Wasserwerte: Temperatur 25-28 °C, pH 6,0-8,0, GH 5-25 °dGH. Ein Becken mit mindestens 220 cm Kantenlänge (ca. 1.080 Liter) ist die Mindestgröße; Bodenfläche ist wichtiger als Beckenhöhe. Weicher, feinkörniger Sand als Substrat (Verletzungsrisiko minimieren). Reichlich Verstecke aus Wurzeln, Höhlen und Pflanzengürteln. Moderate bis geringe Strömung. Freier Zugang zur Wasseroberfläche zwingend. Lückenlose Abdeckung zwingend (Springer!).
Polypterus retropinnis kann einzeln oder mit geeigneten, robusten Beifischen gehalten werden. Die Art gilt als vergleichsweise friedlich gegenüber gleichgroßen Arten. Das Temperament ist ruhig bis zurückhaltend; bei Fütterung schnell und zielstrebig. Garnelen ungeeignet (werden gefressen). Kleine Schnecken gefährdet, größere robuste Schnecken meist toleriert. Geeignete Beifische: andere Polypterus-Arten ähnlicher Größe, Synodontis, größere Ctenopoma-Arten, mittelgroße bis große Salmler, Afrikanischer Schmetterlingsfisch. Kleine mundgerechte Beifische sind gefährdet.
Polypterus retropinnis ist ein Fleischfresser. Trockenfutter wird meist verweigert. Geeignet sind Garnelen (als Futter), Regenwürmer, Muscheln, rote Mückenlarven und ähnliche lebende oder gefrorene tierische Kost. Abwechslungsreiche Ernährung mit hochwertigen Proteinen.
Zucht in Gefangenschaft ist nicht dokumentiert. Polypterus retropinnis ist vermutlich ein Freilaicher (Eistreuer) wie andere Gattungsvertreter. Das Männchen umschließt die Genitalregion des Weibchens mit After- und Schwanzflossen zur Befruchtung. Eier schlüpfen vermutlich nach 3-4 Tagen. Da keine gesicherten Aquariumzucht-Dokumentationen vorliegen, sind Zuchtangaben mit Vorsicht zu interpretieren.
Polypterus retropinnis ist in West- und Zentralafrika verbreitet (Ogowe- und Kongobecken). Die Art bewohnt Flachwasserbereiche mit geringer Strömung: Randbereiche von Flüssen, Überschwemmungszonen, Sümpfe und vegetationsreiche Gewässerpartien. Schlammige oder sandige Substrate mit dichter Ufervegetation und versteckreichen Strukturen.
Männchen zeigen eine kräftigere, dickere Afterflosse als Weibchen. Dies ist das zuverlässigste äußere Unterscheidungsmerkmal. Weitere eindeutige Unterschiede in Größe oder Färbung sind nicht dokumentiert.
Polypterus retropinnis benötigt eine Temperatur von 25-28 °C, pH 6,0-8,0 und GH 5-25 °dGH. Freier Zugang zur Wasseroberfläche zum Luftholen ist notwendig.
Geeignet sind andere Polypterus-Arten ähnlicher Größe, Synodontis, größere Ctenopoma und der Afrikanische Schmetterlingsfisch. Kleine Fische und Garnelen sind ungeeignet.
Fleischfresser. Trockenfutter wird meist verweigert. Lebende oder gefrorene tierische Kost wie Regenwürmer, Muschelfleisch, Blutwürmer und Garnelen sind notwendig.
Die Zucht in Gefangenschaft ist nicht dokumentiert. Es liegen keine gesicherten Aquariumzucht-Berichte vor. Die Art ist vermutlich ein Freilaicher wie andere Gattungsvertreter.
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