
Flösselhechte
Zaire-Flösselhecht
Polypterus delhezi
- Endgröße: bis 35 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 24-30 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis sehr hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Polypteridae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Flösselaal (Erpetoichthys calabaricus) wird ca. 37–40 cm (SL) groß und ist ein aalähnlicher Fisch mit charakteristischem Erscheinungsbild. Charakteristisch sind die vielen kleinen, hintereinander angeordneten Flossenfortsätze im Rückenbereich. Der Körper ist schlank und stark gestreckt.

bis 40 cmEndgröße
15-20 JahreLebenserwartung
23-28 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-20 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Erpetoichthys calabaricus besitzt paarige Lungen als akzessorisches Atemorgan – ohne Zugang zur Wasseroberfläche kann er ertrinken. Er ist nachtaktiv und orientiert sich vorwiegend über den Geruchssinn; das Sehvermögen ist schwach. Im Aquarium zeigt die Art ein ruhiges, zurückhaltendes Verhalten in der bodennahen Zone. Sie bewegt sich zwischen Pflanzenstängeln und Laub. Als Ausbruchskünstler kann der Flösselaal durch kleinste Spalten entkommen – eine lückenlose Abdeckung ist Pflicht.
Wasserwerte: Temperatur 23–28 °C, pH 6,0–7,5, GH 5–20 dGH. Beckengröße: Mindestens 160 cm Kantenlänge und 1.080 Liter für ein adultes Tier. Langes Becken mit ausreichend Bodenfläche. Einrichtung: Reichlich Verstecke aus Wurzeln, Höhlen und dichter Vegetation. Weiches Substrat (Sand). Falllaub. Keine starke Strömung. Abdeckung: Vollständig und lückenlos – alle Spalten, Kabeldurchführungen und Öffnungen sichern! Der Fisch muss jederzeit Luft an der Oberfläche aufnehmen können. Fütterung abends oder bei gedämpftem Licht (nachtaktiv). Bei Vergesellschaftung sicherstellen, dass der Flösselaal seinen Futteranteil erhält (ggf. gezielte Fütterung mit Pinzette). Kupfer-Warnung: Trotz seiner dicken Panzerung aus Ganoidschuppen reagiert der Flösselaal – wie viele evolutionär alte Fischgruppen – sehr empfindlich auf kupferhaltige Medikamente und Chemikalien.
Erpetoichthys calabaricus ist friedlich und nicht territorial. Die Art ist gesellig und sollte in einer kleinen Gruppe ab drei Tieren gehalten werden – Flösselaale ruhen oft dicht beieinander im selben Versteck. Einzelhaltung ist möglich, entspricht aber nicht dem natürlichen Verhalten. Alles, was ins Maul passt, wird gefressen – keine kleinen Beifische! Gegenüber gleichgroßen oder größeren Mitbewohnern verträglich. Sehr lebhafte oder aggressive Arten meiden. Garnelen sind ungeeignet. Adulte, größere Schnecken werden toleriert. Geeignete Partner: Synodontis-Arten, größere westafrikanische Welse, robuste westafrikanische Cichliden (z. B. Hemichromis). Alle Beifische müssen zu groß sein, um verschluckt zu werden.
Erpetoichthys calabaricus ist ein ausgeprägter Fleischfresser. Gefrostete Garnelen, Muschelfleisch, Mückenlarven, Mysis, Tubifex und Regenwürmer (sehr beliebt). Hochwertige Carnivoren-Pellets werden nur von manchen Individuen angenommen. Trockenfutter und pflanzliche Kost werden abgelehnt.
Die Zucht ist in der Aquaristik bislang nicht dokumentiert. Reproduzierbare Zuchtprotokolle existieren nicht.
Erpetoichthys calabaricus bewohnt Küstenflüsse in Westafrika vom Ouémé-Fluss (Benin) bis zum Sanaga-Fluss (Kamerun). Flache, langsam fließende oder stehende Gewässer mit dichtem Schilfbewuchs. Weiches, schlammiges Substrat mit viel organischem Material.
Männchen besitzen 12–14 Afterflossenstrahlen, Weibchen 9–12. Dies ist die zuverlässigste Methode zur Geschlechtsbestimmung bei adulten Tieren.
Erpetoichthys calabaricus benötigt 23–28 °C, pH 6,0–7,5, GH 5–20 dGH. Der Fisch braucht Zugang zur Wasseroberfläche zum Atmen.
Ja, mit robusten westafrikanischen Arten, die zu groß sind, um gefressen zu werden. Synodontis-Arten und Hemichromis sind geeignet. Garnelen und kleine Fische werden gefressen.
Nein, die Zucht ist in der Aquaristik bislang nicht dokumentiert. Reproduzierbare Zuchtprotokolle existieren nicht.
Mindestens 160 cm Kantenlänge und 1.080 Liter. Lückenlose Abdeckung ist Pflicht – der Flösselaal ist ein Ausbruchskünstler und kann durch kleinste Spalten entkommen.
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