Procambarus acanthophorus

Deutscher Name: Stachelkrebs

Quelle: www.wirbelloseandmore.de
Herkunft: Mittelamerika, Nordamerika
Farben: Braun, Rot
Schwierig: Mittel
Gattung: Procambarus
Gruppe: Krebse

Beschreibung

Procambarus acanthophorus gehört zur Familie Cambaridae und ist ein echter Süßwasserkrebs. Sein wissenschaftlicher Name lautet Procambarus acanthophorus. Die Art zeigt einen robusten Körper mit einem harten Panzer und zwei auffälligen Greifzangen. Die durchschnittliche Gesamtlänge liegt bei etwa 10 Zentimetern, wobei der Kopf und der Schwanz gleichmäßig verteilt sind. Die Färbung variiert oft zwischen blassgrün und brunnenartig, was als Tarnung in seinem natürlichen Umfeld dient. In ihrem natürlichen Lebensraum, meist kleinen, langsam fließenden Gewässern und Süßwasserbiotopen, findet man die Art vor allem in bewaldeten und feuchten Regionen. Dort herrscht häufig eine Wassertemperatur von etwa 20 Grad Celsius und ein pH-Wert von rund 7. Diese Lebensbedingungen fördern das Wachstum von Wasserpflanzen und bieten gleichzeitig Verstecke vor Fressfeinden. Es wird auch angenommen, dass Procambarus acanthophorus in Regionen mit wechselndem Wasserstand vorkommt, was eine Anpassung an saisonale Schwankungen erfordert. Besondere Verhaltensweisen dieser Art sind ihr nachtaktives Fressverhalten und die Fähigkeit zur Autotomie. Autotomie beschreibt den programmierten Abwurf eines Körperteils zur Flucht vor Fressfeinden. Außerdem zeigen sie ein ausgeprägtes Revierverhalten, das den Zugang zu wertvollen Verstecken sichert. Einige Berichte deuten auf modifizierte Sinnesorgane hin, welche zur Wahrnehmung von chemischen Stoffen im Wasser beitragen. Im Aquarium verlangt Procambarus acanthophorus stabile Wasserwerte, reichlich Versteckmöglichkeiten und eine moderate Wassertemperatur. Aquarianer kennen diesen Krebs oft als „Süßwasser-Krebs“ und sollten auf artgerechte Bedingungen achten. Weitere Angaben und Messwerte können je nach Quelle variieren, weshalb gelegentlich Widersprüche auftreten.

Besonderheiten

Diese Art, Procambarus acanthophorus, zeigt eine stachelige Panzerung. Die steifen Rippen am Panzer tragen zum Schutz vor Fressfeinden bei. Auch die kräftigen Scheren sind für das Revierverhalten wichtig. Mehrere unabhängige Quellen betonen diese Merkmale als Anpassung an raue Lebensräume. Gleichzeitig gibt es noch Forschungsbedarf, um die genauen Anpassungsfunktionen im Vergleich zu verwandten Arten besser zu verstehen. Das Tier spielt so eine wichtige Rolle im lokalen Nahrungsnetz.

Vergesellschaftungshinweise

Dieses Tier zeigt ein ausgeprägtes Territorialverhalten und kann mit unterlegenen Arten Konflikte hervorrufen. Es benötigt viele Versteckmöglichkeiten und klare Rückzugsbereiche im Becken. Procambarus acanthophorus verträgt sich am besten mit robusten, nicht zu kleinen Fischarten, die keine leichte Beute darstellen. Fachkundige Aquarianer empfehlen, den Krebs am besten in Einzelhaltung oder mit artverwandten, genügsamen Arten zu führen. Eine dichte Bepflanzung und große Steine schaffen Reichsgrenzen und mindern Provokationen. Vorsicht ist geboten, da kleinere Wirbellose und Garnelen in Gefahr geraten können.
Größe: Bis zu 10 cm

Erscheinungsbild

Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zu den Erscheinungsmerkmalen für dieses Tier.

Zucht und Fortpflanzung

Das Tier legt Eier, um sich fortzupflanzen. Die Befruchtung erfolgt intern, und es gibt keine freie Larvenphase. Die Art nutzt Eiablage als Fortpflanzungsform, wobei die Weibchen die befruchteten Eier an ihrem Bauch tragen. Die ersten Quellen, etwa my-fish.org, bestätigen, dass sich die Nachkommen ohne weitere larvale Entwicklung direkt in kleine Krebstiere verwandeln. Für den erfolgreichen Wuchs werden stabile Wasserparameter benötigt. Ein pH-Wert von 7,0 und eine Temperatur von etwa 20 bis 24 Grad Celsius sind ideal. Im Substrat sollte Sand oder feiner Kies vorhanden sein, der als Rückzugsort dient. Die Tiere erhalten ihre Nahrung über handelsübliche Pellets und frische Pflanzenteile. Diese Zuchtbedingungen fördern die Eiablage und das gesunde Wachstum. Wie andere Krebstiere zeigen sie ein regelmäßiges Häutungsverhalten, das als Ecdysis bezeichnet wird. Dabei wird die alte Exoskeletthülle abgestoßen, was für das Wachstum unverzichtbar ist. Während dieses Vorgangs entsteht eine Phase erhöhter Empfindlichkeit, in der das Tier besonders auf einen geschützten Platz angewiesen ist. Die Wachstumsstadien beginnen in der Jugend mit ersten Häutungen und führen letztlich zur erwachsenen Form. Jede Häutung markiert einen neuen Wachstumsabschnitt. Im Aquarium zeigt das Tier typische Verhaltensweisen, die auch in der Natur zu beobachten sind. Es grast am Bodengrund und nutzt Steine sowie Pflanzen zum Verstecken. Dabei wird ein gewisses Territorialverhalten sichtbar, das sich in klar abgegrenzten Rückzugsorten ausdrückt. Diese Verhaltensmuster unterstützen den Erhalt von Artmerkmalen und helfen dabei, Stress zu verringern. Die vorliegenden Daten aus mehreren Quellen bestätigen den engen Zusammenhang von Zuchtbedingungen und artgemäßem Verhalten.
Beckengröße:
Mindestens 60 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten, ausreichendem Schwimmraum und einer leichten Strömung.
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
7,0-8,0
Temperatur:
20-26 °C
Alterserwartung
Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zur Lebenserwartung dieses Tiers.

Ernährung/Futterbedarf

Dieser Krebs frisst am liebsten pflanzliche Kost sowie kleine Partikel tierischen Ursprungs. Er wird mehrmals wöchentlich leicht gefüttert, meist nur mit einer kleinen Portion. Frisches Gemüse wie Gurken oder Karotten ist gut geeignet, um den Appetit zu wecken. Eine geringe Calciumzugabe wird empfohlen, damit der Schalenbau gefestigt wird. Sein natürliches Suchverhalten führt dazu, dass er Futterreste am Bodengrund aktiv findet.

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