
Harnischwelse
Rotflossen-Kaktuswels
Pseudacanthicus pirarara (L 25)
- Endgröße: bis 40 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Rotflossige Kaktuswels (Pseudacanthicus serratus, L 24) ist ein markanter Harnischwels mit gedrungenem, muskulösem Körperbau und stark gepanzerten Platten. Die Art erreicht bis zu 32,3 cm Standardlänge (Gesamtlänge 35–40 cm). Der robuste Kopf trägt ausgeprägte Odontoden, besonders bei Männchen.

bis 40 cmEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
26-30 °CTemperatur
5,5-7pH-Wert
2-10 °dGHGesamthärte
ab 1080 lAquariengröße
Die Schwanzflosse erscheint kräftig gesägt und kann eine intensive Rotfärbung annehmen – namensgebend für den deutschen Trivialnamen. Die Grundfarbe ist erdig braun bis grau. Im Aquarium ist Pseudacanthicus serratus primär dämmerungs- bis nachtaktiv. Die Tiere verbringen den Tag in Höhlen und werden abends aktiv, um Reviere abzustecken und Nahrung zu suchen. Die Art ist ein starker Gräber und bezieht enge Spalten und Röhren als Ruheplätze. KUPFER-WARNUNG: Loricariidae sind kupferempfindlich. Kupferhaltige Medikamente nicht einsetzen.
Pseudacanthicus serratus benötigt ein Becken ab 160 cm Kantenlänge (ca. 1.080 Liter, Einzelhaltung) mit Temperaturen von 26–30 °C, einem pH-Wert von 5,5–7 und einer Gesamthärte von 2–10 °dGH. Grobes bis mittelkörniges Substrat ohne scharfe Kanten. Mehrere feste Höhlen aus Keramik oder Naturstein, massive Wurzelstrukturen und Steinaufbauten. Moderate Strömung mit guter Sauerstoffversorgung. Leistungsfähige Filterung. Gedämpfte Beleuchtung. Regelmäßige Wasserwechsel. Die tatsächliche Gesamtlänge adulter Tiere (35–40+ cm) ist bei der Beckenwahl zu berücksichtigen. KUPFER-WARNUNG: Kupferhaltige Medikamente nicht einsetzen.
Pseudacanthicus serratus ist ein territorialer Einzelgänger. Einzelhaltung ist die einzig empfehlenswerte Haltungsform. Die Art duldet keine weiteren Artgenossen oder andere große Loricariiden im gleichen Becken. Erwachsene Tiere benötigen großen Raum und eigene Höhlen. Nachts erhöhte Aktivität und Revierpatrouillen. Garnelen: ungeeignet, werden gefressen. Schnecken: Adulte oft toleriert, empfindliche Arten können durch Grab- und Fressverhalten beeinträchtigt werden. Zur Vergesellschaftung eignen sich kleinere Salmler, robuste Panzerwelse und Zwergbuntbarsche aus Südamerika.
Pseudacanthicus serratus ist überwiegend ein Fleischfresser. Ganze Frostgarnelen, gehackte Muscheln, Mysis, sinkende Karnivoren-Pellets. Gelegentlich gedämpftes Gemüse (Zucchini) oder Algenpräparate als Ergänzung. Abendliche Fütterung wegen Nachtaktivität. KUPFER-WARNUNG: Kupferhaltige Medikamente nicht einsetzen.
Pseudacanthicus serratus ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht gilt als sehr schwierig – es liegt nur ein einziger dokumentierter Zuchtbericht vor. Große, stabile Höhlen als Laichsubstrat, separate Zuchtbecken mit hoher Wasserqualität und ruhige Umgebung sind nötig. Geduld und passende Höhlenbedingungen sind entscheidend.
Pseudacanthicus serratus stammt aus den Küstenentwässerungen in Französisch-Guayana und Surinam, insbesondere dem Maroni-Flusssystem. Die Art bewohnt tiefe, felsige Bereiche der Hauptflussbetten mit hartem, strukturreichem Substrat und mäßig bis kräftig fließendem Wasser.
Männchen zeigen ausgeprägtere Odontoden an Kopf, Kiemen und Flossen sowie kräftigere und längere Brust- und Bauchflossen mit breiterem Kopf. Weibchen sind stämmiger im Mittelabschnitt mit runderem Bauch bei Laichbereitschaft.
Pseudacanthicus serratus benötigt Temperaturen von 26–30 °C, einen pH-Wert von 5,5–7 und eine Gesamthärte von 2–10 °dGH.
Ja, als Loricariidae sind alle Pseudacanthicus kupferempfindlich. Kupferhaltige Medikamente dürfen nicht eingesetzt werden.
Die Zucht gilt als sehr schwierig. Es liegt nur ein einziger dokumentierter Zuchtbericht vor. Die Art ist ein Höhlenbrüter.
Bis zu 32,3 cm Standardlänge, die tatsächliche Gesamtlänge adulter Tiere liegt bei 35–40 cm oder mehr.
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