Rasbora vulcanus
Beschreibung
Die Vulkan-Rasbora (Rasbora vulcanus) ist ein kleiner, eleganter Bärbling aus der Familie Danionidae mit einer Endgröße von etwa 4 cm SL. Der deutsche Trivialname verweist auf die lebhafte feuerrote bis orangerote Körperfärbung der Männchen. Im Aquarium zeigt die Art ein friedliches, zurückhaltendes Verhalten in der mittleren Wasserschicht.
Besonderheiten
- Intensive orangerote Körperfärbung der Männchen
- Endemit aus West-Sumatra, Indonesien
- Guter Springer, Beckenabdeckung erforderlich
- Nicht empfehlenswert für Garnelenbecken
- Farbintensität steigt bei dunklem Substrat und diffuser Beleuchtung
Vergesellschaftungshinweise
Rasbora vulcanus ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Natur in Gruppen lebt und sich nur in der Gemeinschaft mit Artgenossen sicher fühlt; für die Aquarienhaltung empfiehlt sich daher eine Mindestgruppengröße von 8–10 Tieren, um arttypisches Verhalten und Wohlbefinden zu gewährleisten. Der im Handel als Vulkanbärbling bekannte Fisch ist friedlich und lässt sich gut mit anderen ruhigen, kleinbleibenden Schwarmfischen wie Keilfleckbärblingen, Glühlichtsalmlern oder Zwergbärblingen sowie mit friedlichen Bodenbewohnern wie kleinen Panzerwelsen oder Otocinclus vergesellschaften. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische wie Junggarnelen, da sie gefressen werden könnten, ebenso wie aggressive oder sehr lebhafte Arten, die den Vulkanbärbling stressen, sowie langflossige Fische, da es gelegentlich zu Flossenzupfen kommen kann.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen von Rasbora vulcanus präsentieren sich in der Regel mit einer schlankeren Körperform, längeren und spitz zulaufenden Flossen sowie oft etwas intensiver gefärbten Markierungen. Weibchen hingegen fallen durch einen runderen Körperbau und einen ausgeprägteren Bauchbereich auf – was sich insbesondere während der Laichperiode bemerkbar macht.
Haltungstipps / Pflege
Im Aquarium zeigt die Art ein friedliches, zurückhaltendes Verhalten in der mittleren Wasserschicht. Rasbora vulcanus gilt als guter Springer, ein sicher schließender Deckel ist erforderlich. Die Haltung erfolgt in Gruppen von mindestens 8, besser 10 bis 12 Tieren bei 23-26 °C, pH 6,5-7,5 und GH 2-15 °dGH in einem Becken ab 80 Litern.
Zucht und Fortpflanzung
Rasbora vulcanus ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht gilt als mittelschwer. In gutem Konditionszustand laichen die Tiere regelmäßig. Eier schlüpfen nach 18-48 Stunden. Für gezielte Zucht wird ein separates Laichbecken mit proteinreicher Konditionierung empfohlen.
Ernährung/Futterbedarf
Rasbora vulcanus ist ein Mikropredator, der in der Natur kleine Insekten, Würmer und Kleinkrebse frisst. Im Aquarium eignen sich feine Flocken und Mikrogranulat als Basis. Artemia-Nauplien, Daphnien, Cyclops und Mückenlarven werden gut angenommen und fördern die Farbintensität.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Rasbora vulcanus ist endemisch in West-Sumatra, Indonesien. Die Art stammt aus klaren, fließenden Bächen und kleinen Flussabschnitten mit gut durchströmtem, sauerstoffreichem Wasser. Das Substrat besteht typischerweise aus Kies oder kleinen Steinen mit dichter Ufervegetation.