
Zahnkarpfen
Zonatus Fächerfisch
Simpsonichthys zonatus
- Endgröße: bis 5 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 20-24 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Schwierig
Haremshaltung, territorial
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Rivulidae
Hypsolebias marginatus
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Marginatus Fächerfisch (Hypsolebias marginatus) ist ein kleiner Jahresfisch aus der Familie der Rivulidae und erreicht eine Gesamtlänge von 4 bis 6 cm. Männchen zeigen eine Kombination aus rötlichen, blaugrünen und bräunlichen Tönen mit hellen vertikalen Bändern und Fleckenreihen. Die Farben wirken in guter Kondition fein gezeichnet und schimmernd.
bis 5 cmEndgröße
22-26 °CTemperatur
6,5-7pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 60 lAquariengröße
Weibchen bleiben unauffälliger, schlanker und in Braun- bis Grautönen gehalten. Der Geschlechtsunterschied ist in Farbe und Körperform gut erkennbar: Männchen erscheinen höher gerückt und kräftiger. Im Aquarium zeigt die Art ein lebhaftes, aber nicht hektisches Verhalten. Sie hält sich bevorzugt im mittleren bis unteren Bereich des Beckens auf. Männchen untereinander gelten als für Killifische verhältnismäßig verträglich, was die Haltung in Gruppen entspannter macht. Die Art ist von der IUCN als stark gefährdet (Critically Endangered) eingestuft.
Der Marginatus Fächerfisch bevorzugt Wassertemperaturen von 22 bis 26 °C, einen pH-Wert von 6,5 bis 7,0 und eine Gesamthärte von 2 bis 12 °dGH. Für ein Paar oder einen kleinen Harem empfiehlt sich ein Artenbecken ab 60 Litern. Das Becken sollte dicht abgedeckt sein, da Killifische als Springer bekannt sind. Eine spärliche bis mäßige Beleuchtung, reicher Pflanzenbewuchs mit Schwimmpflanzen und feines Substrat am Boden schaffen ein passendes Umfeld. Torfmull als Laichsubstrat ist für die Zucht unerlässlich. Laubstreu (Seemandelbaumblätter) puffert den pH-Wert und simuliert das natürliche Habitat. Die Strömung sollte minimal sein. Als annuelle Art lebt der Fisch in der Natur nur eine Saison. Im Aquarium bei guter Pflege maximal etwa 12 Monate Lebenserwartung. Aquaristische Haltung kann zur Erhaltung dieser stark gefährdeten Art beitragen.
Männchen sind territorial, doch für Killifische verhältnismäßig verträglich untereinander, sofern das Becken ausreichend strukturiert ist und die Sicht durch Pflanzen unterbrochen wird. Weibchen werden während der Laichphase intensiv verfolgt; mehrere Weibchen je Männchen reduzieren die Belastung für das einzelne Tier. Gegenüber anderen Arten ist die Art friedlich und eher scheu. Die Haltung im Artenbecken als Paar oder kleiner Harem (1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen) ist empfehlenswert. Schnecken und größere Garnelen werden toleriert, sehr kleine Wirbellose können gefressen werden.
Hypsolebias marginatus ist ein Fleischfresser, der Trockenfutter in der Regel ablehnt. Die Ernährung besteht idealerweise aus kleinen Lebendtieren und Frostfutter: Artemia-Nauplien und adulte Artemia, weiße Mückenlarven und Daphnien sowie Essigälchen und Mikrowürmchen für Jungfische. Abwechslungsreiche Lebendkost verbessert die Kondition und Fortpflanzungsbereitschaft. Auf rote Mückenlarven und Tubifex sollte verzichtet werden: Killifische reagieren empfindlich auf die damit eingetragenen Keime und neigen bei fettreicher Kost zur Verfettung. Weiße und schwarze Mückenlarven, Artemia, Cyclops und Grindalwürmer sind die bessere Grundlage.
Die Zucht erfordert Wissen über den annuellen Lebenszyklus. Hypsolebias marginatus ist ein Bodenlaicher: die Tiere tauchen gemeinsam in weiches Substrat (Torfmull) ein und vergraben die befruchteten Eier dort. Die Eier durchlaufen eine Diapause von typischerweise 1 bis 4 Monaten. Der mit Eiern besetzte Torf wird leicht abgepresst und bei 22 bis 24 °C dunkel in einem Plastikbeutel gelagert. Der Torf sollte feucht, aber nicht nass bleiben. Nach der Diapause wird der Torf in weiches, leicht saures Wasser bei etwa 25 °C eingeweicht. Jungfische wachsen sehr schnell und können bei guter Ernährung innerhalb von 6 bis 8 Wochen geschlechtsreif werden. Frühzeitige Geschlechtertrennung ist empfehlenswert.
Hypsolebias marginatus ist endemisch in temporären Cerrado-Tümpeln im Bundesstaat Goiás, Brasilien, im oberen Einzugsgebiet des Rio Tocantins (Rio dos Patos System bei Barro Alto). Diese Gewässer entstehen während der Regenzeit und trocknen in der Trockenzeit vollständig aus. Die Lebensräume sind flach, vegetationsreich und reich an organischem Material.
Männchen sind größer, farbenprächtiger und besitzen längere, spitz zulaufende Rücken- und Afterflossen mit teils fadenförmigen Spitzen sowie längere Bauchflossen. Weibchen sind kleiner, weniger farbenfroh und haben kürzere, abgerundete Flossen. Der Unterschied ist bereits bei juvenilen Tieren erkennbar.
Der Marginatus Fächerfisch benötigt Temperaturen von 22 bis 26 °C, einen pH-Wert von 6,5 bis 7,0 und eine Gesamthärte von 2 bis 12 °dGH. Weiches, leicht saures Wasser ist empfehlenswert.
Die Art eignet sich am besten für ein Artenbecken. Gegenüber anderen Fischen ist sie friedlich und scheu, aber die speziellen Haltungsanforderungen eines Jahresfisches machen ein Artenbecken sinnvoller.
Die Art ist ein Bodenlaicher, der Eier in Torfmull vergräbt. Die Eier durchlaufen eine Diapause von 1 bis 4 Monaten in feuchtem Torf bei Raumtemperatur. Nach dem Einweichen schlüpfen die Jungfische und wachsen sehr schnell.
Als annuelle Art (Jahresfisch) lebt Hypsolebias marginatus im Aquarium maximal etwa 12 Monate. In der Natur endet das Leben mit dem Austrocknen des Habitats. Die Eier überdauern die Trockenzeit im Boden.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















