
Welse
Goldener Fiederbartwels
Synodontis nigrita
- Endgröße: bis 25 cm
- Aquarium: ab 300 l
- Temperatur: 21-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Mochokidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Synodontis multipunctatus, der Kuckuckswels, wird bis zu 27,5 cm groß (TL, im Aquarium meist 20-25 cm) und ist ein mittelgroßer Wels aus der Familie der Mochokidae. Er stammt aus dem Tanganjikasee in Ostafrika und ist das bekannteste Beispiel für Brutparasitismus bei Fischen. Die Grundfarbe ist silbrig bis gold-beige mit großen, unregelmäßig verteilten schwarzen Flecken, die an ein Leopardenmuster erinnern.

bis 27,5 cmEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
7,5-8,5pH-Wert
10-20 °dGHGesamthärte
ab 450 lAquariengröße
Die Flossen sind dunkel bis schwarz mit einem markanten weißen Saum, besonders an Rücken-, Brust- und Schwanzflosse. Die Bauchseite ist deutlich heller. Der Körper ist kräftig und leicht gedrungen mit einem robusten Kopf und gut entwickelten Barteln. Im Verhalten ist der Kuckuckswels deutlich aktiver als viele andere Synodontis-Arten und nutzt den gesamten unteren bis mittleren Bereich des Beckens. Er ist oft auch tagsüber zu sehen, braucht aber zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten.
Der Kuckuckswels benötigt ein Aquarium ab 150 cm Kantenlänge (ab 450 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 24-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 10-20 °dGH. Das Becken sollte steinreiche Strukturen mit zahlreichen Höhlen und Spalten bieten, wie sie für Tanganjikasee-Aquarien typisch sind. Sand oder feiner Kies als Bodengrund, da die Barteln empfindlich sind. Gute Filterung und Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel zur Aufrechterhaltung stabiler, harter und alkalischer Wasserwerte. Die Vergesellschaftung mit maulbrütenden Tanganjikasee-Cichliden wird empfohlen, da dies nicht nur artgerechte Sozialstrukturen schafft, sondern auch die Zucht ermöglicht.
Der Kuckuckswels ist friedlich gegenüber gleichgroßen Fischen und sollte in Gruppen ab mindestens 4 Tieren gehalten werden. In der Gruppe zeigen die Tiere natürlicheres Verhalten und sind aktiver. Geeignete Beifische sind maulbrütende Tanganjikasee-Cichliden wie Tropheus spp., Cyphotilapia frontosa, Ophthalmotilapia spp. oder Xenotilapia spp. Für die Zucht sind maulbrütende Cichliden als Wirtsfische zwingend nötig. Kleine Fische können als Beute angesehen werden. Schnecken werden gefressen (im Tanganjikasee frisst die Art die endemische Schnecke Neothauma tanganyicense).
Der Kuckuckswels ist ein Allesfresser mit Tendenz zu tierischer Kost. Er akzeptiert problemlos Trockenfutter (Granulat, Tabletten, Flocken), Frost- und Lebendfutter (Mückenlarven, Artemia, Mysis). Pflanzliche Beikost (Erbsen, Gurke, Zucchini, Spirulina-Tabs) ergänzt die Ernährung sinnvoll. Im Tanganjikasee frisst er unter anderem die endemische Schnecke Neothauma tanganyicense.
Der Kuckuckswels ist ein Brutparasit. Er laicht gezielt während des Ablaichens von maulbrütenden Cichliden und mischt seine Eier unter deren Gelege. Die Cichliden-Mutter nimmt die Welseier in ihr Maul und bebrütet sie unwissentlich. Die Welseier schlüpfen früher als die Cichliden-Eier, und die Welslarven fressen die Cichliden-Eier als erste Nahrung. Wirtsarten im Aquarium: maulbrütende Cichliden, im Tanganjikasee-Becken etwa Tropheus spp., Cyphotilapia frontosa, Ophthalmotilapia spp. oder Xenotilapia spp. Die Zucht gelingt am besten in Becken, in denen diese Wirte bereits regelmäßig ablaichen. In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass Tanganjikasee-Cichliden durch die gemeinsame Entwicklungsgeschichte ein Abwehrverhalten besitzen: Sie erkennen die fremden Eier häufig und spucken sie wieder aus. Züchter setzen deshalb meist naive Maulbrüter aus dem Malawi- oder Viktoriasee ein, die den Brutparasiten nicht kennen und die Welseier deutlich zuverlässiger ausbrüten. Kein direktes Eingreifen nötig, die Elternpflege übernimmt die Wirtsmutter. Eine künstliche Nachzucht ohne Wirtstiere ist praktisch nicht möglich.
Synodontis multipunctatus ist im Tanganjikasee (Burundi, DR Kongo, Sambia, Tansania) und den Zuflüssen des Malagarasi-Flusses endemisch. Der Tanganjikasee ist mit bis zu 1.470 m Tiefe der zweittiefste See der Welt und zeichnet sich durch hartes, alkalisches Wasser aus. Die Art besiedelt felsige Uferzonen und lebt in Tiefen bis zu 100 m. Das Substrat besteht aus Sand und Fels mit reichlich Versteckmöglichkeiten zwischen Steinen.
Männchen besitzen eine höhere Rückenflosse als Weibchen. Weibchen wirken insgesamt fülliger, besonders bei Laichreife. Die Unterscheidung ist bei Jungtieren schwierig und wird erst bei subadulten Tieren zuverlässig.
Synodontis multipunctatus ist ein Brutparasit. Er legt seine Eier in die Gelege maulbrütender Cichliden. Die Welslarven schlüpfen früher und fressen die Cichliden-Eier im Maul der Wirtsmutter.
Temperatur 24-28 °C, pH 7,5-8,5, GH 10-20 °dGH. Die Art benötigt hartes, alkalisches Wasser wie im Tanganjikasee.
Die Zucht gelingt nur mit maulbrütenden Tanganjikasee-Cichliden als Wirte (z. B. Tropheus, Cyphotilapia). Ohne Wirtstiere ist eine Nachzucht praktisch nicht möglich.
Allesfresser mit Tendenz zu tierischer Kost. Trockenfutter, Frost- und Lebendfutter werden problemlos angenommen. Im Tanganjikasee frisst er auch Schnecken.
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