Xenophallus umbratilis

Deutscher Name: Xenophallus umbratilis

xenophallus umbratilis
Gruppe Foto: Aquarium Glaser GmbH
Herkunft:
Mexiko
Farben:
gelb, schwarz, transparent
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Xenophallus umbratilis
Gattung: Xenophallus
Familie: Poeciliidae

Beschreibung

Xenophallus umbratilis ist ein kleiner Lebendgebärer aus Mittelamerika, der trotz seiner kompakten Größe von bis zu 6 cm eine markante Erscheinung abgibt. Der Körper ist durchscheinend gelblich bis blass orange gefärbt. Männchen tragen schwarze Querstreifen entlang der Flanken, einen dunklen Hinterrand der Rückenflosse und einen schwarzen Fleck an der Basis der ersten Rückenflossenstrahlen. Bei Weibchen fehlen diese Zeichnungselemente oder sind stark verwaschen. Der Körperbau ist schlank und auf aktives Schwimmen im oberen Wasserbereich ausgelegt. Männchen bleiben mit etwa 4 cm deutlich kleiner als die 5-6 cm großen Weibchen. Im Verhalten zeigt sich die Art lebhaft, aber friedlich. Innerartlich kann es zu Rangordnungen kommen, besonders zwischen Männchen, die sich mit Balz und Imponierverhalten beschäftigen. Gegenüber anderen Arten bleibt Xenophallus umbratilis umgänglich.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Lebendgebärender Poeciliide mit innerer Befruchtung über das Gonopodium
  • Männchen mit markanter schwarzer Zeichnung auf durchscheinendem Körper
  • Weibchen deutlich größer und kräftiger als Männchen
  • Bevorzugt den oberen Wasserbereich
  • Friedlich gegenüber anderen Arten, innerartlich sehr aktiv
  • Gut an dicht bepflanzte Becken mit Schwimmpflanzen angepasst

Vergesellschaftungshinweise

Xenophallus umbratilis sollte in einer Gruppe gepflegt werden, am besten in einer haremartigen Struktur mit mehreren Weibchen pro Männchen, um die Weibchen zu entlasten. Einzelhaltung ist nicht sinnvoll, da die Männchen ohne Artgenossen kaum ihr natürliches Sozialverhalten zeigen. Das Temperament ist lebhaft und ständig präsent, aber nicht aggressiv. Während der Balz können Männchen Weibchen deutlich bedrängen, daher sind ruhige Rückzugsbereiche und gute Bepflanzung wichtig. Die Art eignet sich für ein ruhiges, mittelamerikanisch orientiertes Becken mit friedlichen Arten ähnlicher Größe. Robuste Welse sind als Beifische geeignet. Schnecken werden toleriert, bei Garnelen können Jungtiere gefressen werden.

Geschlechtsdimorphismus

Der Geschlechtsunterschied ist klar erkennbar. Weibchen werden mit 5-6 cm deutlich größer, sind fülliger und kräftiger im Bauchbereich. Männchen bleiben mit etwa 4 cm kleiner, schlanker und besitzen das für Poeciliiden typische Gonopodium. Männchen zeigen markantere schwarze Querstreifen und eine intensivere Gelbfärbung. Weibchen sind farblich zurückhaltender.
Größe: M: ca. 4 cm, W: ca. 5-6 cm

Haltungstipps / Pflege

Xenophallus umbratilis benötigt ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge mit mindestens 54 Litern. Die Wassertemperatur sollte bei 22-26 °C liegen, der pH-Wert bei 6,5-7,5 und die Gesamthärte bei 5-15 °dGH. Das Becken sollte gut bepflanzt sein mit offenen Schwimmräumen im oberen Bereich und geschützten Zonen durch Pflanzen, Wurzeln und Schwimmpflanzen. Eine gedämpfte Beleuchtung fördert natürliches Verhalten und bessere Färbung. Die Strömung sollte nicht zu stark sein, da die Art aus ruhigen bis mäßig bewegten Uferzonen stammt. Feiner Sand oder sehr feiner Kies eignen sich als Bodengrund. Xenophallus umbratilis ist ein lebhafter, aber friedlicher Lebendgebärer, der in einem ruhigen, pflanzenreichen Becken mit gedämpftem Licht sein natürliches Verhalten am besten entfaltet. Die Art stammt aus Costa Rica und Nicaragua und ist im Handel selten.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,5-7,5
Temperatur:
22-26 °C
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Xenophallus umbratilis ist lebendgebärend mit innerer Befruchtung durch das Gonopodium. Die Geschlechtsreife wird mit etwa 4 Monaten erreicht. Die Tragzeit beträgt rund 28 Tage, pro Wurf kommen 15-50 Jungfische zur Welt. Für die Zucht haben sich 24-26 °C, pH 7-7,5 und GH bis 12 °dGH bewährt. Als Konditionierung eignen sich Artemia, schwarze Mückenlarven und Fruchtfliegen. Die Jungfische werden voll entwickelt geboren und nehmen sofort Artemia-Nauplien und feines Staubfutter. In dicht bepflanzten Becken stellen die Eltern den Jungfischen kaum nach.

Ernährung/Futterbedarf

Xenophallus umbratilis ist ein Allesfresser mit Vorliebe für tierische Nahrung. Der Schwerpunkt sollte auf Lebend- und Frostfutter liegen: Artemia, Daphnien, Mückenlarven und Fruchtfliegen werden gern genommen. Ergänzend kann hochwertiges Trockenfutter mit Spirulina-Anteil gegeben werden. Kleine, regelmäßige Portionen sind besser als seltene große Fütterungen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 2-3 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Xenophallus umbratilis stammt aus Costa Rica und Nicaragua. Die Art besiedelt sowohl atlantische als auch pazifische Flusssysteme, darunter den Río Parismina, Río Tenorio und den Nicaraguasee. Typische Habitate sind dicht bewachsene Uferzonen mit Schwimmpflanzen, Wurzeln und schattigen Bereichen. Der Gewässerboden besteht aus Sand oder feinem Kies, oft mit Detritus bedeckt.

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