
Karpfenfische
Taiwan-Bänderbärbling
Acrossocheilus paradoxus
- Endgröße: bis 22,5 cm
- Aquarium: ab 600 l
- Temperatur: 15-25 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, territorial
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Zierfische, Familie Cyprinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Drachenfisch (Zacco platypus) ist ein schlanker, schwimmstarker Karpfenfisch aus der Familie Cyprinidae und erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 22,5 cm. Die Art stammt aus Ostasien und ist in Japan, Korea, China, Taiwan sowie im nördlichen Vietnam verbreitet. Die Grundfärbung ist silbrig bis bläulich schimmernd mit feinen Vertikallinien und blauen Querbinden.

22,5 cmEndgröße
3-6 JahreLebenserwartung
10-22 °CTemperatur
6,5-7,5pH-Wert
6-10 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
In der Laichzeit verändert sich das Erscheinungsbild der Männchen deutlich: Die blauen Streifen treten intensiver hervor, rötliche Flossenanteile machen die Tiere kontrastreich und dekorativ. Außerhalb der Laichzeit wirkt der Fisch zurückhaltender gefärbt, der metallische Glanz bleibt aber erhalten. Zacco platypus ist ein typischer Bachfisch, der ständig in Bewegung ist und bevorzugt die mittlere Wasserzone nutzt. In einer Gruppe zeigt die Art ein natürliches, schwarmartiges Verhalten, besonders in den Abendstunden nimmt die Aktivität deutlich zu.
Der Drachenfisch benötigt kühle Wassertemperaturen von 10 bis 22 °C. Die weite Spanne ermöglicht eine saisonale Temperaturführung mit kühler Überwinterung, die für die Vitalität der Art förderlich ist. Der pH-Wert sollte bei 6,5 bis 7,5 liegen, die Gesamthärte bei 6 bis 10 °dGH. Für eine Gruppe empfiehlt sich ein Becken ab 120 cm Kantenlänge mit mindestens 240 Litern. Viel freie Schwimmfläche ist wichtig, ergänzt durch Kies, Sand und abgerundete Steine. Wurzeln und Steingruppen bieten Struktur, ohne den Schwimmraum zu verengen. Starke Strömung und eine kräftige Filterung mit hohem Sauerstoffeintrag sind entscheidend. Dauerhaft zu warmes Wasser über 22 °C ist für diese Kaltwasserart ungeeignet. Eine saisonale Abkühlung bis 10 °C fördert das natürliche Verhalten und die Fortpflanzungsbereitschaft.
Zacco platypus ist ein ausgeprägter Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden. Einzeln oder in zu kleinen Gruppen zeigen die Tiere Stresssymptome. Das Temperament ist grundsätzlich friedlich und gesellig. In der Brutzeit bilden Männchen Reviere und jagen Weibchen energisch, dies ist kein Aggressionsverhalten, sondern fortpflanzungsbezogen. Bei Wirbellosen ist die Art nicht sicher: Garnelen, Zwergkrebse und kleine Schnecken werden als Nahrung betrachtet. Geeignete Partner sind robuste, strömungsliebende ostasiatische Arten, die kühles Wasser vertragen. Langflossige oder sehr langsame Arten sind ungeeignet.
Zacco platypus ist ein Allesfresser mit Vorliebe für tierische Nahrung. Im Aquarium werden Insekten, Mückenlarven, Artemia, Cyclops und hochwertiges Flockenfutter angenommen. Durch die aktive Schwimmweise und den hohen Energiebedarf sollte die Fütterung abwechslungsreich und hochwertig ausfallen. Kleine Portionen über den Tag verteilt sind sinnvoller als seltene große Mengen.
Zacco platypus ist ein Freilaicher mit schwieriger Zucht. Eine kühle Überwinterungsphase ist für die Fortpflanzungsbereitschaft wichtig. Danach werden Temperatur und Beleuchtungsdauer langsam erhöht, begleitet von starker Strömung und reichlicher Lebendfütterung. Die Eiablage erfolgt über sandigem oder kiesigem Grund, die Eier werden durch Flossenschläge mit Sand bedeckt. Brutpflege findet nicht statt. Die Zuchttemperaturen liegen bei 20 bis 22 °C. Für die Aufzucht werden zunächst Infusorien und feines Staubfutter benötigt, später Artemia-Nauplien. Die Nachzucht bleibt insgesamt selten und erfordert Erfahrung und gezielte Vorbereitung. Zacco platypus hybridisiert mit Nipponocypris sieboldii über die Gattungsgrenzen hinweg. Die Hybriden sind nicht fertil.
Zuchtwasser: 20 bis 22 °C
Zacco platypus ist in Japan, Korea, China, Taiwan und im nördlichen Vietnam verbreitet. Die Art bewohnt klare, schnell fließende Bäche und Flüsse mit steinigem oder kiesigem Untergrund, oft in der Nähe von Stromschnellen. Tiefe oder stehende Gewässer meidet die Art. Das Habitat ist hell, klar und von starker Strömung geprägt. Der Gewässergrund besteht aus Kies, Sand, abgerundeten Steinen und Felsbrocken.
Männchen besitzen eine verlängerte Afterflosse, einen etwas höheren Rücken und zeigen zur Laichzeit eine intensiv blau-rote Färbung mit Laichausschlägen (Tuberkeln) an Kopf und Kiefer. Weibchen wirken schlichter gefärbt (blassgelb bis grau), sind fülliger gebaut und zeigen eine gelegentlich orangerote Schnauzenspitze.
Zacco platypus benötigt kühle Temperaturen von 10 bis 22 °C, einen pH-Wert von 6,5 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 6 bis 10 °dGH. Dauerhaft warmes Wasser über 22 °C ist für diese Kaltwasserart ungeeignet.
Die Art passt zu anderen strömungsliebenden Kaltwasserfischen aus Ostasien. Garnelen und sehr kleine Wirbellose werden gefressen. Langflossige oder langsam schwimmende Arten sind als Partner ungeeignet.
Die Zucht ist schwierig und erfordert eine kühle Überwinterung mit anschließender langsamer Erwärmung auf 20 bis 22 °C. Die Eier werden als Freilaicher über Kies abgelegt und mit Sand bedeckt.
Für eine Gruppe von 8 bis 10 Tieren empfiehlt sich ein Strömungsbecken ab 120 cm mit mindestens 240 Litern. Viel freie Schwimmfläche, starke Strömung und sauerstoffreiches Wasser sind entscheidend.
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