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Zierfische, Familie Cyprinidae

Brassenbarbe Barbonymus altus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Brassenbarbe (Barbonymus altus) ist ein großer, aktiver Schwarmfisch aus Südostasien, der bis zu 25 cm Totallänge erreicht. Die Art zeigt einen ausgeprägten Bewegungsdrang und nutzt vor allem die mittleren Wasserschichten. Der Körper ist hochrückig und seitlich abgeflacht mit silbriger Grundfärbung und einer rötlichen Schwanzflosse.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • 25 cmEndgröße

  • 8-10 JahreLebenserwartung

  • 22-27 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 800 lAquariengröße

Beschreibung

In der Natur wird Barbonymus altus in großen Schulen beobachtet, die während der Regenzeit weite Strecken in überfluteten Bereichen zurücklegen. Dieses Schwarmverhalten prägt auch die Bedürfnisse im Aquarium: Die Tiere benötigen viel Freiraum zum Schwimmen und ausreichende Sauerstoffversorgung.

Haltung und Pflege

Mindestens 800 Liter bei 200 cm Kantenlänge für eine Gruppe ab 6 Tieren. Offene Schwimmzonen im Mittelwasser müssen dominieren. Feiner Kies bis Sand als Bodengrund. Moderate bis kräftige Wasserströmung und gute Durchlüftung. Stabiler, engmaschiger Deckel ist Pflicht wegen des hohen Sprungrisikos.

Wasserwerte: 22-27 °C, pH 6,0-8,0, GH 2-15 dGH. Auf stabile Werte achten; plötzliche Wechsel vermeiden.

Die Brassenbarbe ist ein attraktiver Schwarmfisch für erfahrene Aquarianer mit ausreichend großem Becken. Die Kombination aus hoher Aktivität, Endgröße und Sprungrisiko macht sorgfältige Planung von Becken und Vergesellschaftung unerlässlich.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Gruppenhaltung mit mindestens 6 Tieren ist Pflicht. Einzelhaltung und kleine Gruppen begünstigen Stress. Die Art ist allgemein aktiv und energiegeladen, nicht ausgeprägt aggressiv, frisst aber kleine Fische. Unter Stress (zu wenig Platz, zu kleine Gruppe) werden die Tiere scheu oder unruhig.

Garnelen werden angegriffen und gefressen. Schnecken sind unproblematisch. Geeignete Mitbewohner: robuste, ähnlich große Fische aus südostasiatischen Flusssystemen, robuste Bodenbewohner (Corydoras, Schmerlen). Nicht geeignet: kleine Zierliche, Zwerggarnelen, Zwergbuntbarsche.

Ernährung

Barbonymus altus ist ein Allesfresser mit Pflanzenpräferenz. In der Natur: Algen, Wasserpflanzen, Detritus, Insektenlarven, kleine Wirbellose. Im Aquarium: hochwertiges Granulat für mittelgroße Allesfresser, Frostfutter (Mysis, Artemia, Cyclops), Spirulina-Tabletten und blanchiertes Gemüse. Mehrmals täglich in kleinen Portionen füttern.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Freilaicher. Die Weibchen streuen eine sehr große Anzahl Eier in die Wassersäule; elterliche Fürsorge findet nicht statt. Zucht im Privataquarium ist nicht realisierbar aufgrund des enormen Platzbedarfs. In der Aquakultur dokumentiert: Zuchttemperatur ca. 22-27 °C, leicht saures bis neutrales Wasser, Inkubation ca. 2-3 Tage, Aufzucht mit Infusorien, dann Artemia-Nauplien.

Natürlicher Lebensraum

Barbonymus altus ist in Südostasien beheimatet (Mekong, Chao Phraya und angrenzende Flusssysteme). Die Art lebt in größeren Flusskanälen und zieht während der Regenzeit in überschwemmte Gebiete zum Fressen und Laichen.

Geschlechtsunterschiede

Äußere Geschlechtsunterschiede sind wenig ausgeprägt. Reife Weibchen werden in Laichbereitschaft deutlich fülliger als Männchen. Sichere Geschlechtsbestimmung oft nur durch Beobachtung des Laichverhaltens möglich.

Gut zu wissen

  • Großer, aktiver Schwarmfisch – mindestens 6 Tiere
  • Bis 25 cm TL – großes Becken nötig
  • Sprungrisiko hoch – stabiler Deckel ist Pflicht
  • Frisst kleine Fische und Garnelen
  • Wanderer während der Regenzeit in der Natur
  • Hoher Sauerstoffbedarf
  • Zucht im Privataquarium nicht realisierbar

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Brassenbarbe?

Barbonymus altus verträgt 22-27 °C, pH 6,0-8,0 und GH 2-15 dGH. Stabile Wasserwerte und gute Sauerstoffversorgung sind wichtig.

Kann man die Brassenbarbe vergesellschaften?

Ja, mit robusten, ähnlich großen Fischen aus Südostasien. Die Art frisst kleine Fische und Garnelen. Mindestens 6 Tiere als Schwarm halten. Ein stabiler Deckel ist wegen des hohen Sprungrisikos Pflicht.

Kann man die Brassenbarbe züchten?

Im Privataquarium ist die Zucht nicht realisierbar. Barbonymus altus ist ein Freilaicher; die Kombination aus Platzbedarf und hoher Eizahl macht Heimzucht praktisch unmöglich.

Wie groß muss das Aquarium für die Brassenbarbe sein?

Mindestens 800 Liter bei 200 cm Kantenlänge für eine Gruppe ab 6 Tieren. Die Art ist sehr aktiv und benötigt viel Freiraum zum Schwimmen.

Hinweis zu den Daten

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