
Buntbarsche
Grants Kaiserbuntbarsch
Aulonocara stuartgranti
- Endgröße: bis 14 cm
- Aquarium: ab 300 l
- Temperatur: 23-28 °C
- pH-Wert: pH 7,5-8,5
- Wasserhärte: weich bis sehr hart
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, territorial
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Calico Kaiserbuntbarsch ist eine aquaristische Zuchtform beziehungsweise Hybride und keine natürliche Aulonocara-Art. Aulonocara ist eine Gattung afrikanischer Buntbarsche, die endemisch im Malawisee (Ostafrika) vorkommt. In der Aquaristik sind diese Fische unter dem deutschen Namen Kaiserbuntbarsch oder Pfauenbuntbarsch bekannt und werden für die intensive, irisierend-metallische Färbung der Männchen geschätzt.

14 cmEndgröße
6–10 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
7,5-8,5pH-Wert
10-25 °dGHGesamthärte
ab 300 lAquariengröße
Derzeit sind rund 22 gültig beschriebene Arten anerkannt. Alle Aulonocara gehören zur Familie Cichlidae und zur Unterfamilie der Haplochrominen. Im Handel weit verbreitet sind Zuchtformen wie der sogenannte OB- oder Calico-Stamm. Diese Tiere sind aquaristisch produzierte Hybriden, die vermutlich aus Kreuzungen zwischen Aulonocara-Arten und OB-Mbuna (mit Orange-Blotch-Gen) entstanden sind. Die Kreuzung erhöht die Aggressionsbereitschaft geringfügig gegenüber reinblütigen Pfauenbuntbarschen, macht die Tiere aber nicht grundlegend unverträglich. Hybriden können trotz normalen Fortpflanzungsverhaltens steril sein. Der Körperbau ist typisch cichlidenhaft: seitlich leicht abgeflacht, robust, mit gut entwickelten Flossen. Männchen sind deutlich farbenprächtiger als Weibchen (ausgeprägte Sexualdichromie), häufig in Blau-, Gelb- und Orangetönen je nach Zuchtlinie.
Der Aulonocara sp. „Calico“ Kaiserbuntbarsch benötigt ein großzügiges Aquarium mit naturnaher Gestaltung, bei der Sandboden, Felsen und pflanzliche Rückzugsmöglichkeiten harmonisch kombiniert werden, um sowohl Revierverhalten als auch Rückzugsmöglichkeit zu berücksichtigen. Für optimale Wasserqualität sollte ein pH-Wert zwischen 7,5 und 8,5 sowie eine Temperatur von 22 bis 26 °C beibehalten werden, wofür ein gut dimensionierter Filter und regelmäßige Wasserwechsel von 20 bis 30 Prozent im Abstand von ein bis zwei Wochen essenziell sind. Die Fütterung sollte abwechslungsreich gestaltet werden und besteht idealerweise aus hochwertigen Flockenfuttermischungen, Frost- und gelegentlich lebenden Futtermitteln, wobei auf eine ausreichend dosierte Mineralstoffversorgung geachtet werden sollte. Regelmäßige Reinigungsarbeiten, wie das Entfernen von altem Futterreste und abgestorbenen Pflanzenbestandteilen sowie das gezielte Absaugen des Bodens, tragen zur Gesunderhaltung des etablierten biologischen Filtersystems bei. Weiterhin sind routinemäßige Beobachtungen und, falls erforderlich, ein tierärztlicher Check Teil der allgemeinen Pflege, um Stresssituationen und Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und entsprechend eingreifen zu können.
Aulonocara gelten als vergleichsweise friedliche Vertreter der Malawi-Cichliden. Männchen sind gegenüber Artgenossen territorial, besonders während der Fortpflanzungsphase, in der die Färbung intensiviert und Revierkämpfe häufiger werden. Weibchen sind weniger territorial und zeigen stärker soziales Gruppenverhalten. Die empfohlene Haltungsform ist ein dominantes Männchen mit mehreren Weibchen (Harem) oder, bei ausreichend Platz (ab ca. 300 Liter), ein Mehrmänner-System mit klar abgegrenzten Revieren. Bei Calico/OB-Hybriden ist die Aggressionsbereitschaft durch die Mbuna-Kreuzung etwas erhöht, aber im Vergleich zu echten Mbuna immer noch moderat. Wirbellosenverträglichkeit: Junggarnelen sind gefährdet; adulte Garnelen werden meist toleriert. Schnecken gelten als unproblematisch. Wasserparameter Temperatur 22–26 °C (Wildwert ~24–26 °C), pH 7,5–8,5 (Wildwert 7,7–8,6), GH 10–25 dGH (Wildwert 6–10 dKH (KH)). Hinweise: Der Malawisee ist für sein hartes, alkalisches Wasser bekannt. Weiches oder saures Wasser ist für Aulonocara ungeeignet und wird langfristig nicht toleriert. Stabile Parameter sind wichtiger als das genaue Einhalten enger Grenzen. Regelmäßige Wasserwechsel sind essenziell. Für die Vergesellschaftung empfiehlt sich aus dem verbindlichen Profil ausschließlich die Haltung mit anderen Rift-See-Cichliden ähnlicher Größe und bestimmten Synodontis-Arten. Arten, die aus völlig anderen bioregionalen Verhältnissen stammen – beispielsweise viele südamerikanische Weichwasserfische oder empfindliche Bodenbewohner – sind aufgrund inkompatibler Wasserchemie und unterschiedlicher Ansprüche grundsätzlich ungeeignet. Explizit als ungeeignete Beifische aufgeführt sind Corydoras, Otocinclus, Ancistrus, Neocaridina (Garnelen), Paracheirodon (z. B. Neonfische), Apistogramma, Hyphessobrycon und Nannostomus. Der Grund hierfür liegt in der unterschiedlichen Wasserchemie der Herkunftsgebiete: Rift-See-Arten benötigen in der Regel härteres, alkalischeres Wasser, das für viele der genannten südamerikanischen und weichwasserbewohnenden Arten nicht tolerierbar ist.
Aulonocara sind überwiegend karnivor und auf kleine Wirbellose spezialisiert. Im Aquarium akzeptieren sie problemlos hochwertiges Trockenfutter (Cichliden-Pellets, Granulat), das durch gefrorene oder lebende Proteinquellen (Artemia, Mysis, Cyclops, Mückenlarven) ergänzt werden sollte. Gelegentliche pflanzliche Anteile (Spirulina, Gemüse) sind sinnvoll, aber kein Schwerpunkt. Rinderherz und andere Säugetierfleisch-Produkte sollten vermieden werden.
Aulonocara sind maternale Maulbrüter. Das Weibchen nimmt die befruchteten Eier sofort nach der Ablage ins Maul und trägt sie dort aus. Die Inkubationszeit beträgt etwa 3 Wochen (rund 21 bis 28 Tage). Nach dem Schlüpfen wird die Brut noch einige Tage im Maul gehalten, bis die Jungfische frei schwimmen. Die Brutgröße liegt typischerweise bei etwa 12 bis 15 Jungfischen. Zur Zucht empfiehlt sich ein Männchen mit mindestens fünf Weibchen in einem ausreichend großen Becken. Hinweis zu Hybriden: Calico- und OB-Hybriden können trotz vollständigem Fortpflanzungsverhalten steril sein. Zeigen die Tiere Balzverhalten ohne Bruterfolg, liegt wahrscheinlich Hybridsterilität vor.
Aulonocara kommen im Malawisee vor, einem der ostafrikanischen Grabenbruchseen. Sie besiedeln bevorzugt Übergangsbereiche zwischen Fels- und Sandzonen, wo sie auf offenen Sandflächen und zwischen Felsstrukturen nach kleinen Wirbellosen suchen. Charakteristisch ist das systematische Absuchen des Sandbodens mit hochsensiblen Seitenlinienkanälen im Kopfbereich, mit denen versteckte Kleintiere aufgespürt werden. Das Wasser ist klar, sauerstoffreich und nur langsam bewegt. Die Maximalgröße liegt je nach Ausgangsart bei etwa 12 bis 14 cm; im Aquarium bleiben die Tiere meist bei 10 bis 12 cm. Als Bodengrund ist feiner Sand zwingend, da die Tiere im Substrat nach Beute suchen und Pflanzen ausgraben. Felsstrukturen mit Höhlen dienen als Sichtschutz und Rückzugsraum, davor sollten offene Sandflächen liegen. Die Lebenserwartung liegt bei artgerechter Haltung bei etwa 6 bis 10 Jahren.
Männchen weisen ein deutlich intensiveres, leuchtendes Farbenspiel auf als Weibchen, wobei besonders die Flossen – allen voran Rücken- und Afterflosse – verlängert und farblich akzentuiert sind. In der Paarungszeit fallen bei den Männchen zudem ausgeprägte, oft kontrastreiche Muster und Markierungen im Kopf- und Kieferbereich auf, die Weibchen fehlt; diese zeigen generell dezentere, zurückhaltendere Farbtöne und einen rundlicheren Körperbau.
Aulonocara erreichen je nach Ausgangsart bis zu 12 bis 14 cm; im Aquarium meist 10 bis 12 cm.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 22 bis 26 °C, pH 7,5 bis 8,5 und GH 10 bis 25 dGH. Weiches oder saures Wasser wird nicht vertragen.
Geeignete Mitbewohner sind andere Malawi-Haplochrominen ähnlicher Größe und ähnlichen Temperaments (z. B. Copadichromis, Cyrtocara, Placidochromis) sowie eher friedliche Mbuna (z. B. Labidochromis caeruleus) und ruhige Synodontis-Arten. Weichwasserarten aus Südamerika sind wegen der abweichenden Wasserchemie ungeeignet.
Ja. Aulonocara sind maternale Maulbrüter. Das Weibchen nimmt die befruchteten Eier sofort nach der Ablage ins Maul und trägt sie rund 3 Wochen aus. Calico- und OB-Hybriden können allerdings steril sein.
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