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Zierfische, Familie Cobitidae

Kuhli-Dornaugen im Handel

Pangio spp.

Der Name „Kuhli-Dornauge“ wird im Aquarienhandel für mehrere ähnlich gebaute Schmerlen der Gattung Pangio verwendet. Unter der Bezeichnung werden gebänderte und ungebänderte Tiere verschiedener Pangio-Arten angeboten. Je nach Tier reicht die Färbung von orangegelb mit dunklen Querbändern bis zu gleichmäßig braun oder schwarzbraun. Ohne vollständige diagnostische Merkmale und Fundortdaten ist eine sichere Artzuordnung häufig nicht möglich.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Dornauge (Pangio kuhlii) mit gelb-dunkelbrauner Bänderung auf Sand
  • bis 12 cmEndgröße

  • 24-26 °CTemperatur

  • 6-7pH-Wert

  • 2-8 dGHGesamthärte

  • ab 112 lBeckengröße

Beschreibung

Eine Bestimmung allein anhand der Bänderung ist nicht zuverlässig. Dafür braucht man möglichst vollständige Merkmale – etwa die Schwanzzeichnung sowie Lippen- und Flossenmerkmale – und idealerweise belastbare Fundortdaten. Die auf dieser Seite gezeigten Tiere besitzen unterschiedliche Farb- und Zeichnungsformen. Deshalb beziehen sich die folgenden Angaben auf gemeinsame Haltungsansprüche häufig gehandelter Pangio-Arten und nicht auf eine einzelne bestätigte Art.

Kuhli-Dornaugen sind schlanke, bodenorientierte und überwiegend dämmerungs- oder nachtaktive Fische. Sie suchen zwischen Laub, Wurzeln und im weichen Bodengrund nach kleinen Futtertieren. In einer ausreichend großen Gruppe und einem gut strukturierten Becken werden sie meist häufiger sichtbar.

Haltung und Pflege

Für eine Gruppe Kuhli-Dornaugen empfiehlt sich ein gut eingefahrenes Aquarium ab 80 cm Kantenlänge beziehungsweise etwa 112 Litern. Als gemeinsamer Haltungsrahmen für die üblichen Handelstiere eignen sich 24–26 °C, pH 6,0–7,0 und weiches Wasser von ungefähr 2–8 °dGH. Da die genaue Art oft nicht feststeht, sind stabile Bedingungen wichtiger als das Ausreizen einzelner Grenzwerte.

Der Bodengrund sollte weich und frei von scharfen Kanten sein. Feiner Sand ist ideal; sehr feiner, glatter Rundkies kann ebenfalls verwendet werden. Wurzeln, Falllaub, Pflanzen und zahlreiche enge Verstecke geben den Tieren Deckung. Gedämpftes Licht und ruhige bis sanft durchströmte Bodenbereiche kommen ihrer Lebensweise entgegen.

Alle Öffnungen müssen sorgfältig gesichert werden. Auch Filtereinläufe, Pumpen, Kabeldurchführungen und Überlaufschächte sind zu prüfen, da Pangio-Arten sehr spaltengängig sind. Bei Medikamenten ist auf die Eignung für Schmerlen und auf die angegebene Dosierung zu achten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Kuhli-Dornaugen sind friedliche, gruppenorientierte Bodenfische. Empfohlen werden mindestens sechs, besser acht bis zehn Tiere. Größere Gruppen geben den versteckt lebenden Fischen Sicherheit und erhöhen die Chance, sie auch außerhalb der Fütterung zu beobachten.

Als Mitbewohner eignen sich ruhige Arten mit ähnlichen Wasseransprüchen, die den Dornaugen beim Fressen nicht dauerhaft zuvorkommen. Sehr hektische, aggressive oder stark bodenorientierte Nahrungskonkurrenten sind ungünstig. Schnecken und adulte Garnelen werden häufig toleriert; Eier, Larven und sehr kleine Junggarnelen können jedoch gefressen werden. Eine sichere Garnelennachzucht lässt sich deshalb nicht garantieren.

Die Tiere sind vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Sie zwängen sich durch kleinste Öffnungen und können in Filter, Pumpen oder Überlaufschächte gelangen. Das Aquarium muss daher lückenlos abgedeckt und die Technik entsprechend gesichert sein.

Ernährung

Kuhli-Dornaugen suchen am Boden vor allem nach kleinen Wirbellosen und weiterer kleiner tierischer Nahrung. Geeignet sind sinkendes Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien oder kleine Würmer sowie hochwertige kleine Pellets und Futtertabletten. Gefüttert wird am besten bei gedämpftem Licht oder nach dem Ausschalten der Beleuchtung. In Gesellschaftsbecken muss kontrolliert werden, dass ausreichend Futter bis zum Boden und in die Nähe der Verstecke gelangt. Pangio-Arten sind keine Aufräumer und ersetzen weder eine gezielte Fütterung noch die Beckenpflege.

Zucht

Pangio-Arten sind eierlegend und betreiben keine Brutpflege. Nachzuchten im Aquarium sind selten und werden häufig als Zufallsfunde aus gut eingefahrenen, dicht eingerichteten Becken beschrieben. Da im Handel verschiedene Arten unter demselben Namen zusammengefasst werden und viele Berichte keine sicher bestimmte Art nennen, gibt es kein verlässliches allgemeines Zuchtrezept. Feste Vorgaben zu Temperatur, pH, Härte, Regenzeitsimulation, Gelegegröße oder Schlupfdauer werden deshalb für diesen Handelskomplex nicht angegeben.

Natürlicher Lebensraum

Die als Kuhli-Dornaugen gehandelten Pangio-Arten stammen aus Südostasien. Je nach tatsächlicher Art reicht ihre Verbreitung vom südostasiatischen Festland und dem Mekonggebiet bis zur Malayischen Halbinsel sowie nach Sumatra, Borneo und Java. Eine genauere Herkunft lässt sich ohne sichere Art- oder Fundortangabe nicht nennen.

Viele dieser Dornaugen bewohnen flache Bäche, Überschwemmungsflächen, Wald- und Torfsumpfgewässer oder strömungsarme Randbereiche. Typisch sind weiche Böden aus Sand oder Schlamm, Falllaub, Wurzeln, dichte Ufervegetation und gedämpftes Licht. Die Tiere halten sich überwiegend bodennah zwischen Laub und anderen Verstecken auf.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter sind außerhalb der Laichreife nur schwer zu unterscheiden. Laichbereite Weibchen wirken häufig deutlich fülliger. Bei Männchen können die Brustflossenstrahlen je nach Art unterschiedlich ausgebildet sein. Wegen der häufig ungeklärten Artzuordnung eignen sich diese Merkmale allein nicht für eine sichere Geschlechtsbestimmung. Färbung und Bänderzahl sind keine sicheren Geschlechtsmerkmale.

Gut zu wissen

  • „Kuhli-Dornauge“ ist eine Handelsbezeichnung für mehrere Pangio-Arten
  • Gebänderte und einfarbig braune bis schwarzbraune Formen kommen im Handel vor
  • Eine sichere Artbestimmung ist anhand der Bänderung allein nicht möglich
  • Dämmerungs- und nachtaktiv; tagsüber oft in engen Verstecken
  • Gruppenhaltung mit mindestens sechs, besser acht bis zehn Tieren
  • Sehr spaltengängig; Aquariumöffnungen und Filterzugänge müssen gesichert sein
  • Weicher Bodengrund und viele Verstecke ermöglichen die natürliche Nahrungssuche
  • Beweglicher Dorn unter dem Auge: engmaschige Netze vermeiden, die Tiere verfangen sich darin
  • Schuppenarm und dadurch empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten: Dosierung nur mit äußerster Vorsicht

Galerie

Häufige Fragen

Welche Art ist das Kuhli-Dornauge aus dem Handel?

Der Handelsname bezeichnet mehrere Arten der Gattung Pangio. Ohne vollständige diagnostische Merkmale und belastbare Fundortdaten lassen sich viele Tiere nicht sicher bis zur Art bestimmen.

Wie groß werden Kuhli-Dornaugen?

Je nach tatsächlich gehaltener Pangio-Art erreichen die üblichen Handelstiere etwa 8–12 cm Gesamtlänge.

Welche Wasserwerte eignen sich für Kuhli-Dornaugen?

Als gemeinsamer Haltungsrahmen eignen sich 24–26 °C, pH 6,0–7,0 und weiches Wasser von ungefähr 2–8 °dGH. Stabile Bedingungen sind besonders wichtig.

Wie groß sollte die Gruppe und das Aquarium sein?

Empfohlen werden mindestens sechs, besser acht bis zehn Tiere in einem gut eingefahrenen Aquarium ab 80 cm Kantenlänge beziehungsweise etwa 112 Litern.

Brauchen Kuhli-Dornaugen Sand?

Feiner Sand ist ideal. Möglich ist auch sehr feiner, glatter Rundkies. Entscheidend sind ein weicher Bodengrund ohne scharfe Kanten und viele Verstecke.

Was fressen Kuhli-Dornaugen?

Geeignet sind sinkendes Frost- und Lebendfutter sowie kleine hochwertige Pellets oder Futtertabletten. Das Futter muss bis zum Boden und in die Nähe der Verstecke gelangen.

Kann man Kuhli-Dornaugen im Aquarium nachzüchten?

Nachzuchten sind selten und häufig nicht sicher einer Art zugeordnet. Für die unter diesem Handelsnamen angebotenen Tiere gibt es deshalb kein verlässliches allgemeines Zuchtrezept.

Hinweis zu den Daten

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Passt ins Becken dazu

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Mosaikfadenfisch

Labyrinthfische

Mosaikfadenfisch

Trichopodus leerii

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Riesenbärbling

Bärblinge

Riesenbärbling

Devario aequipinnatus

  • Endgröße: 15 cm TL
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 22-27 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Rauch-Glaswels

Glaswelse

Rauch-Glaswels

Kryptopterus macrocephalus

  • Endgröße: 10 cm SL
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 20-26 °C
  • pH-Wert: pH 4-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Schmerlen, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Pangio anguillaris

Schmerlen

Aalschmerle

Pangio anguillaris

  • Endgröße: 10 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 24-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Einfach

In der Gruppe halten, friedlich

Katzenaugenschmerle

Schmerlen

Katzenaugenschmerle

Canthophrys gongota

  • Endgröße: bis 13 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 18-22 °C
  • pH-Wert: pH 6-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

China-Steinbeißer

Schmerlen

China-Steinbeißer

Cobitis sinensis

  • Endgröße: bis 10 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 15-25 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Pantherschmerle (Lepidocephalichthys guntea)

Schmerlen

Pantherschmerle

Lepidocephalichthys guntea

  • Endgröße: bis 15 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 20-25 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

In der Gruppe halten, friedlich

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