
Karpfenfische
Panda-Saugbarbe
Garra flavatra
- Endgröße: 9 cm
- Becken: ab 120 l
- Temperatur: 20-26 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
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Zierfische, Familie Siluridae
Kryptopterus macrocephalus
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Kryptopterus macrocephalus, der Rauch-Glaswels, ist ein schlank gebauter, seitlich leicht abgeflachter Wels aus der Familie Siluridae, der eine maximale Körperlänge von rund 10 cm Standardlänge (SL) erreicht. Der deutsche Trivialname verweist auf die leicht getönte Transparenz des Körpers, die bei vielen Individuen von einer feinen, längs verlaufenden Zeichnung begleitet wird.
10 cm SLEndgröße
8-10 JahreLebenserwartung
20-26 °CTemperatur
4-7pH-Wert
1-8 dGHGesamthärte
ab 240 lBeckengröße
Im englischsprachigen Handel ist die Art unter den Bezeichnungen „Striped Glass Catfish“, „False Glass Catfish“ oder „Tawny Glass Catfish“ bekannt. Im Aquarium zeigt sich Kryptopterus macrocephalus überwiegend ruhig und scheu. Die Tiere bilden Schulverbände, in denen sie synchron und zurückgezogen in den unteren bis mittleren Wasserschichten schwimmen. Ihr Temperament ist zurückhaltend; gegenüber dominanten, lauten oder sehr aktiven Beckenbewohnern weichen sie aus und fressen dann schlechter. Die Art ist ein Raubfisch mit Schwerpunkt auf tierischer Kost – im Freiland ernährt sie sich von Krebstieren, Wirbellosen und kleineren Fischen. Kleine Mitbewohner unter etwa 2 cm können als Beute betrachtet werden. Verwechslungsgefahr: Kryptopterus macrocephalus kann mit dem sehr ähnlichen Kryptopterus piperatus verwechselt werden. K. piperatus besitzt einen hellbraunen Körper mit verstreuten dunklen Punkten, während Kryptopterus macrocephalus markante dunkelbraune Flecken oder Längsstreifen trägt. In älteren Quellen wurde der Name Kryptopterus macrocephalus zudem häufig fälschlicherweise auf den beliebten Glaswels Kryptopterus vitreolus angewendet.
Wasserwerte: Temperatur 20–26 °C, pH 4,0–7,0, GH 1–8 °dGH. In der Natur kommen stellenweise noch deutlich saurere Bedingungen (pH bis 3,0) vor; im Aquarium genügt der genannte Bereich. Für eine Gruppe von mindestens vier Tieren ist ein Aquarium mit mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 240 Liter) erforderlich. Das schwarmbildende Verhalten erfordert ausreichend Länge für geordnetes Gruppenverhalten und Schwimmraum. Dunkles, feines Substrat oder mit Laub bedeckte Bereiche, Verstecke durch Wurzeln und Treibholz sowie eingebrachtes Laub unterstützen das Wohlbefinden. Schwimmende Pflanzen dämpfen das Licht. Dichter Pflanzenwuchs an den Rändern mit freiem Schwimmraum in der Mitte ist ideal. Sanfte Filterung und geringe bis moderate Strömung sind vorteilhaft – die natürlichen Schwarzwasserhabitate dieser Art sind ruhig bis schwach strömend. Starke Strömungen belasten die Tiere. Gedämpftes Licht wird bevorzugt; starke, direkte Beleuchtung erzeugt Dauerstress. Kryptopterus macrocephalus ist eine anspruchsvolle Art für erfahrene Aquarianer, die naturnahe Schwarzwasserbedingungen schaffen können und das scheue, gruppenorientierte Verhalten dieser Fische respektieren. Aufgrund fehlender Zuchtnachweise sollten Halter beim Kauf auf nachhaltige Herkunft achten.
Kryptopterus macrocephalus ist eine gesellige Art, die zur Bildung von Schwärmen neigt. Einzelhaltung ist nicht artgerecht; empfohlen werden mindestens vier Tiere, möglichst mehr. In größeren Gruppen kommt das natürliche Sozialverhalten und das charakteristische synchrone Schwimmbild am besten zur Geltung, und die Tiere zeigen geringere Scheu. Das Temperament ist friedlich und nicht territorial. Die Art konkurriert schlecht mit deutlich größeren, robusten oder unruhigen Arten. Brutverhalten und etwaige Laichaggressionen sind für diese Art in der Hobbyliteratur nicht dokumentiert. Aufgrund des scheuen, zurückhaltenden Wesens sollten Mitbewohner friedlich und ähnlich groß sein – idealerweise ebenfalls aus Südostasien stammend. Geeignete Partner sind ruhige, kompakte Cypriniden, kleine nicht aggressive Schmerlen und andere kleine Welsarten aus derselben Bioregion. Laute, sehr aktive oder deutlich größere Fische sowie dominante Barben- und Buntbarscharten sind zu vermeiden. Schnecken sind unproblematisch. Adulte Garnelen werden in der Regel toleriert; Junggarnelen unter etwa 1–2 cm können als Beute angesehen werden.
Kryptopterus macrocephalus ist ein Raubfisch mit deutlicher Präferenz für tierische Kost. Im Freiland ernährt er sich von Krebstieren, Wirbellosen und kleineren Fischen. Im Aquarium werden Lebendfutter (Artemia, Daphnien, kleine Insektenlarven), gefrorene Optionen (Mysis, rote Mückenlarven, Tubifex, Enchyträen) sowie hochwertiges Sinkfutter für carnivore Welse gut angenommen. Pflanzliche Kost spielt eine untergeordnete Rolle; rein pflanzliche Fütterung ist nicht artgerecht. Abwechslungsreiches Futter in kleinen Portionen, mehrmals täglich.
Zuchtberichte zu Kryptopterus macrocephalus sind in der Hobbyliteratur nicht dokumentiert. Die Fortpflanzungsbiologie im Aquarium gilt als ungeklärt. Aus dem natürlichen Habitat (Torfmoor, Schwarzwasser, überflutete Bereiche während der Regenzeit) lässt sich eine Freilaicher-Strategie vermuten, doch konkrete, reproduzierbare Zuchterfolge existieren nach aktuellem Kenntnisstand nicht. Ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus (Männchen schlanker, gesägter Brustflossenstachel) erlaubt die Geschlechtsbestimmung – praktische Zuchtansätze mit weichem, saurem Schwarzwasser, gedämpftem Licht, reichlich Struktur und saisonalen Reizen (Abkühlung, verstärkte Lebendkost, Regensimulation) sind theoretisch denkbar, aber unbestätigt.
Kryptopterus macrocephalus ist ein typischer Bewohner südostasiatischer Torfmoorwälder und der zugehörigen Schwarzwasserläufe im Verbreitungsgebiet: Südthailand, Halbinseln-Malaysia, Singapur sowie die Großen Sundainseln (Sumatra, Borneo, Java). Diese Biotope sind durch dichten Kronendach-Überhang geprägt, wodurch nur wenig Sonnenlicht das Wasser erreicht. Das Wasser ist stark mit Huminsäuren gefärbt, nährstoffarm und sehr weich.
Adulte Männchen sind im Körperbau schlanker als Weibchen und zeigen am hinteren Rand des Brustflossenstachels eine feine, sägezahnartige Struktur. Weibchen erscheinen fülliger im Bauchbereich und besitzen einen glatten hinteren Stachelrand. Konkrete Größenangaben getrennt nach Geschlechtern liegen nicht vor.
Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 20–26 °C, pH 4,0–7,0 und GH 1–8 dGH. Stabile, naturnahe Schwarzwasserbedingungen sind wichtig.
Aufgrund des scheuen Wesens sollten Mitbewohner friedlich und ähnlich groß sein – idealerweise aus Südostasien. Geeignet sind ruhige Cypriniden, kleine Schmerlen und andere kleine Welse. Aktive oder große Fische sind ungeeignet.
Zuchtberichte sind in der Hobbyliteratur nicht dokumentiert. Die Fortpflanzungsbiologie im Aquarium gilt als ungeklärt.
Empfohlen wird ein Becken mit mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 240 L) für eine Gruppe von mindestens vier Tieren.
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