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Zierfische, Familie Poeciliidae

Perugia-Kärpfling Limia perugiae

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Perugia-Kärpfling (Limia perugiae, im Handel oft als Poecilia perugiae geführt) ist ein lebhafter Lebendgebärender aus der Familie Poeciliidae. Männchen erreichen etwa 4-6 cm, Weibchen werden mit 7-9 cm (bis 10 cm TL dokumentiert) deutlich größer. Männchen zeigen einen metallisch bläulichen bis silbernen Körperglanz mit gelber Schwanzflosse und schwarzem Rand sowie dunkel gemusterter Rückenflosse. Weibchen sind silbrig bis blassgelb gefärbt mit einem dunklen Fleck an der Basis der Rückenflosse (Limia-Fleck).

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • bis 10 cmEndgröße

  • 3-4 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6,8-7,5pH-Wert

  • 14-25 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium präsentiert sich Limia perugiae als aktive, gesellige Art, die vor allem im mittleren bis oberen Beckendrittel schwimmt. Die Tiere sind sehr bewegungsfreudig und bilden gern kleine Schwärme. Männchen tragen ein Gonopodium und können im Alter einen leichten Buckel entwickeln.

Limia perugiae ist endemisch für die Dominikanische Republik auf der Insel Hispaniola.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24-28 °C, pH 6,8-7,5, GH 14-25 °dGH. Ein Becken mit mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) ist die Mindestgröße.

Dichte Uferbepflanzung mit schwimmenden Pflanzen als Verstecke und Jungfischschutz. Sand oder feiner Kies als Substrat. Moderate bis ruhige Strömung mit guter biologischer Filterung.

Die Art bevorzugt hartes, mineralreiches Wasser. Weiches oder saures Wasser vermeiden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Limia perugiae ist ein geselliger Gruppenfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6 Tieren gehalten werden, mit Weibchenüberhang zur Stressreduktion.

Das Temperament ist friedlich. Während der Balz- und Fortpflanzungszeit verfolgen Männchen Weibchen aktiver; ausreichend Verstecke und Pflanzen mindern diesen Stress.

Verträglichkeit mit Wirbellosen: Große Schnecken werden toleriert. Adulte Zwerggarnelen (Neocaridina) meist toleriert, Junggarnelen können gefressen werden.

Geeignete Beifische: andere karibische Poeciliiden mit ähnlichen Wasseransprüchen (hartes, leicht alkalisches Wasser). Große räuberische Arten und aggressive Fische sind ungeeignet.

Ernährung

Limia perugiae ist ein Allesfresser mit Vorliebe für pflanzliche und tierische Komponenten. Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter als Basis. Spirulina- oder Algen-Tabs, Artemia, Mückenlarven und Daphnien als Ergänzung. Die Tiere nehmen auch Algen und Detritus von Einrichtungsgegenständen auf.

Zucht

Die Zucht ist einfach und gut dokumentiert. Limia perugiae ist lebendgebärend. Tragzeit ca. 24-28 Tage, Wurfgrößen typischerweise 20-40 Jungfische (dokumentiert 10-100). Geschlechtsreife nach ca. 4 Monaten.

Zuchtwasserwerte: Temperatur 25-28 °C, pH 7,0-7,5, GH bis 25 °dGH. Konditionierung mit hochwertigem Lebend- und Frostfutter (Artemia, Mückenlarven) und pflanzlicher Kost.

Erstfutter: Artemia-Nauplien, Staubfutter und zerriebenes Flockenfutter. Dichte Bepflanzung schützt Jungtiere vor Kannibalismus.

Zuchtwasser: 25 bis 28 °C, pH 7 bis 7,5, bis 25 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Limia perugiae ist endemisch für die Dominikanische Republik auf Hispaniola. Die Art besiedelt klare, mineralreiche und häufig harte Gewässer mit dichter Ufervegetation. Typische Lebensräume sind ruhige oder mäßig fließende Bäche, Küstenlagunen und Standgewässer mit sandigem oder feinkiesigem Substrat.

Geschlechtsunterschiede

Männchen bleiben schlanker und kleiner (4-6 cm), zeigen kräftige Färbung mit metallischem Glanz, gelben und schwarzen Flossenakzenten sowie ein Gonopodium. Weibchen werden deutlich größer und fülliger (7-9 cm, bis 10 cm TL dokumentiert), zeigen zurückhaltendere silbrig-blassgelbe Färbung und sind am Limia-Fleck an der Basis der Rückenflosse erkennbar.

Gut zu wissen

  • Lebendgebärend mit Gonopodium bei Männchen
  • Endemisch für die Dominikanische Republik (Hispaniola)
  • Gültiger Name Limia perugiae, im Handel als Poecilia perugiae geführt
  • Metallisch bläulicher Männchenglanz mit gelb-schwarzen Flossenakzenten
  • Männchen können im Alter einen leichten Buckel entwickeln
  • Junggarnelen gefährdet; adulte Garnelen und Schnecken toleriert
  • Geringes Sprungrisiko; Abdeckung dennoch empfohlen
  • Bevorzugt hartes, mineralreiches Wasser (GH 14-25)

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Perugia-Kärpfling?

Limia perugiae benötigt eine Temperatur von 24-28 °C, pH 6,8-7,5 und GH 14-25 °dGH. Die Art bevorzugt hartes, mineralreiches Wasser.

Kann man Limia perugiae mit anderen Fischen vergesellschaften?

Geeignet sind andere karibische Poeciliiden mit ähnlichen Wasseransprüchen. Schnecken und adulte Garnelen werden toleriert. Junggarnelen können gefressen werden.

Wie züchtet man Limia perugiae?

Die Zucht ist einfach. Lebendgebärend mit Wurfgrößen von 20-40 Jungfischen nach 24-28 Tagen Tragzeit. Geschlechtsreife nach ca. 4 Monaten. Dichte Bepflanzung schützt Jungtiere.

Woher stammt Limia perugiae?

Limia perugiae ist endemisch für die Dominikanische Republik auf der Insel Hispaniola. Die Art besiedelt klare, mineralreiche Gewässer mit dichter Ufervegetation.

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